25.09.2011

Das 125. Derby zwischen Fürth und den Löwen war früh entschieden. Knackpunkt war eine überzogene Rote Karte von Schiedsrichter Christian Bandurski gegen Kai Bülow in der 13. Minute. Danach bekamen die Franken Oberwasser, trafen durch Christopher Nöthe (27.) und Bernd Nehrig (54.) zum 2:0-Sieg.
Personal: Beim Derby in Fürth musste Trainer Reiner Maurer auf Dennis Malura (Bänderdehnung), Necat Aygün (Innenbandriss im Knie) und Benjamin Schwarz (Reha nach Knieverletzung) verzichten. Nach dem Aufwärmen fiel kurzfristig Sandro Kaiser wegen muskulärer Probleme im linken Oberschenkel aus. Bobby Wood spielte tags zuvor bei der 0:2-Niederlage der U23 bei den Stuttgarter Kickers.
Spielverlauf: Die Anfangsphase war von gegenseitigem Respekt geprägt. Beide agierten abwartend. So gab es für die Löwen lediglich zwei Freistöße von Daniel Halfar aus halblinker Position (4. und 7.), die aber ungenutzt blieben, weil die Flanken keinen Abnehmer fanden. Der erste gefährliche Angriff der Fürther führte zu einer Roten Karte für Kai Bülow. Der Löwen-Verteidiger hatte halblinks vor der Strafraumgrenze den Ball gegen Christopher Nöthe abgegrätscht, Schiedsrichter Christian Bandurski bewertete das Tackling als Foulspiel. Zusätzlich wollte er Bülow als letzten Mann gesehen haben, obwohl Stefan Buck noch hätte eingreifen können und zwei weitere Löwen-Spieler in der Mitte mitgelaufen waren. Trotz vehementer Proteste von Kapitän Benjamin Lauth zückte der unerfahrene Referee den Roten Karton, obwohl er erst zur Bruttasche griff. Auf Anweisung seines Linienrichters dann aber die Roten Karte aus der Hosentasche zückte (13.). Den anschließenden Freistoß von Bernd Nehrig wehrte Daniel Bierofka in der Mauer zur Ecke ab (15.). Kurz danach war Schluss für den Löwen-Routinier, der Platz für einen zusätzlichen Verteidiger (Arne Feick) machte (17.). In der 24. Minute kam Sercan Sararer an der rechten Grundlinie zum Flanken, seine scharfe Hereingabe fälschte Collin Benjamin direkt vor die Füße von Oliver Occean ab, doch dem fehlte die Orientierung, vier Meter vor dem Tor kam er nicht zum Abschluss, sodass die Löwen-Abwehr mit vereinten Kräften klären konnte. Eine Minute später zog Sarer aus 18 Metern halbrechts ab, der Ball zischte jedoch knapp über die Querlatte (25.). In der 27. Minute ging der Torszene ein klares Foul von Sararer an Halfar voraus. Der Fürther Stümer hatte sich an der Außenlinie mit übertriebenem Körpereinsatz den Ball erobert, Schiedsrichter Bandurski ließ jedoch weiterspielen. Sarer kam an der Grundlinie des rechten Strafraumecks zum Flanken, seine Hereingabe nahm Nöthe aus fünf Metern direkt, durch die Beine von Gabor Kiraly fand das Leder den Weg zum 1:0 ins Netz. Vier Minuten später kam Nöthe an der Strafraumgrenze frei zum Schuss, setzte den Ball aber aus halblinker Position weit über das Löwen-Tor (31.). In der 44. Minute wurde Aigner dann nach Flanke durch Kevin Volland fast von der linken Eckfahne im Strafraum umgerissen, aber Bandurski winkte in dieser Szene nur ab. So blieb es bei der 1:0-Führung zur Pause für Fürth, das erst nach dem unberechtigten Platzverweis gegen Bülow die Oberhand gewann und zu Chancen kam.
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Auch nach der Pause versuchten die Franken, das Spiel breit zu machen und die Sechziger über Außen unter Druck zu setzen. Das gelang ihnen in der 51. Minute, als sich Sararer rechts gegen Feick durchsetzte, seine Hereingabe den Weg zu Nöthe fand, der aber bedrängt von Collin Benjamin den Ball aus sechs Metern neben das Tor setzte. Drei Minuten später lag dann das Leder erneut im Löwen-Netz. Stefan Buck hatte einen Eckball in die Mitte abgewehrt, Halfar kam zu spät gegen Nehrig, der aus 22 Metern direkt abzog, dabei noch Buck traf, sodass der Ball unhaltbar für Kiraly ins linke untere Eck abgefälscht wurde (54.). Nach einem Solo von Stephan Schröck war in der 60. Minute beim 1860-Keeper Endstation. Den schwachen Zwölf-Meter-Schuss aus halblinker Position fing der Ungar locker ab. Fünf Minuten später konnte Feick im letzten Moment den durchgebrochenen Stephan Fürstner bei seinem Schuss aus neun Metern entscheidend stören (65.). In der 66. Minute konterten die Sechzger über Halfar, der Lauth bediente, doch der Kapitän verzog bei seinem Abschluss aus 18 Metern deutlich (66.). Danach passierte nicht mehr viel. Fürth spielte die 2:0-Führung sicher nach Hause, den Löwen fehlte die Kraft, nochmals gefährlich vors Tor der Gastgeber zu kommen. Unterm Strich war der Platzverweis für Bülow der Knackpunkt in der Partie.