13.11.2011

Die Löwen landeten beim FSV Frankfurt II ihren zweiten Sieg in Folge. Jonatan Kotzke hatte das Team von Trainer Klaus Koschlick nach einer Viertelstunde in Führung gebracht (18.), die Mario Fillinger ausglich (30.). Ein Doppelschlag von Markus Ziereis (37. und 59.), der seine ersten beiden Saisontreffer erzielte, brachte die Sechzger mit 3:1 in Front. Den Hessen gelang nur noch durch Marc Gallego der Anschlusstreffer (80.).
Personal: Löwen-Coach Klaus Koschlick musste beim FSV Frankfurt II auf Stefan Wannenwetsch (Faserriss), Benjamin Penzkofer (Innenbandverletzung), Daniel Jais (geschwächtes Immunsystem) und Marcel Kappelmaier (Adduktorenverletzung) verzichten. Dusan Jevtic fehlte wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen Bayern Alzenau.
Spielverlauf: Die Löwen versteckten sich keineswegs in der Mainmetropole, spielten von Beginn an nach vorne, kamen so zu einigen guten Chancen. In der 16. Minute hatte Markus Ziereis in die Tiefe auf den mitgelaufenen Daniel Hofstetter gepasst, doch ein Frankfurter Abwehrspieler konnte im Strafraum mit viel Risiko das Leder gerade noch zur Ecke weggrätschen. Diese flankte Quendrim Beqiri von der rechten Seite vors Tor, Maximilian Knuth köpfte das Leder in den Torraum, wo Jonatan Kotzke am schnellsten reagierte, sich mit dem Rücken zum Tor blitzschnell drehte und aus vier Metern zum 1:0 über die Linie drückte (18.). Fünf Minuten später war es Marius Willsch, der den Ball auf Ziereis durchgesteckt hatte. Der Stürmer lief zunächst alleine auf Pierre Kleinheider zu, wurde aber noch von einem Verteidiger eingeholt, der das Leder zur Ecke klären konnte (21.). Die Hessen erzielten mit der ersten Chance des Spiels den Ausgleich. Maximilian Oesterhelweg setzte sich auf der rechten Seite durch, kam ungehindert zum Flanken, Noyan Öz im Zentrum schlug ein Luftloch, doch der dahinter postierte Mario Fillinger kam am Elfmeterpunkt frei zum Abschluss, versenkte das Leder flach zum 1:1 (30.). In der 32. Minute wurde zunächst eine Flanke von der FSV-Defensive abgewehrt, Willsch kam ans Leder, nahm es volley, schoss dem Keeper aber aus 17 Metern genau in die Arme (32.). Drei Minuten später bediente Hofstetter Philipp Steinhart auf der linken Seite mit einem Diagonalball, der setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, flankte halbhoch scharf in die Mitte, Ziereis kam zwar gerade noch mit dem Kopf an den Ball, nahm aber damit dem direkt hinter ihm postierten Willsch die Chance (35.). Zwei Minuten später machte es der Löwen-Stürmer besser. Nach einem Ballgewinn der Sechziger kombinierten sie schnell im Mittelfeld über drei Stationen, Beqiri spielte anschließend von halbrechts das Leder in die Schnittstelle der Innenverteidigung. Der gestartet Ziereis lief dadurch alleine aufs FSV-Tor zu, ließ Torhüter Kleinheider aus zehn Metern keine Chance (37.). Das 2:1 für die Löwen war Ziereis erster Saisontreffer. Kurz vor der Pause hätten die Weiß-Blauen beinahe das 3:1 erzielt. Kotzke eroberte sich den Ball, startete einen Tempolauf. Ziereis war links, Gökhan Gümüssu rechts mitgelaufen. In 3:2-Überzahl spielte jedoch Ziereis den Ball überhastet und ungenau halbhoch und scharf in den Strafraum auf Gümüssu, der das Spielgerät nicht erreichte. Somit war die Möglichkeit leichtfertig verpufft (43.).
Direkt nach der Pause waren die Hessen etwas präsenter, taten mehr fürs Spiel. In der 47. Minute erreichte der kleine Öz am zweiten Pfosten eine Freistoßflanke von der rechten Seite mit dem Kopf, bugsierte das Leder aber aus spitzem Winkel aus sechs Metern am Tor vorbei. Dann hatte sich der FSV auf der rechten Angriffsseite durchgespielt, Oesterhelweg kam aus 14 Metern halbrechts zum Abschluss, zielte aber knapp am langen Eck vorbei (58.). Fast im Gegenzug das 3:1 für die Löwen. Steinhart passte auf der linken Seite 40 Meter vor dem Tor diagonal gegen die unsortierte FSV-Abwehr. Das Leder fand überraschend den Weg zu Ziereis, der dadurch erneut alleine auf Kleinheider zulief, den Keeper aus zwölf Metern mit einem Flachschuss ins lange Eck überwand (59.). Zwei Minuten später hatten die Löwen erneut eine Kontersituation in Überzahl. Ziereis hatte auf rechts zu Gümüssu gepasst, der schloss überhastet ab, setzte das Leder bei seinem 18-Meter-Schuss über das Tor (61.). In der 67. Minute kam Manuel Bühler nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld aus acht Metern zum Kopfball, setzte das Leder aber übers Tor. Unnötig der Anschlusstreffer der Gastgeber in der 80. Minute, nachdem die Löwen einen Meter vor dem Strafraum einen Freistoß verursacht hatten. Marc Gallego schnippelte das Leder aus leicht nach rechts versetzter Position mit rechts über die Mauer, traf zum 3:2. Doch das Koschlick-Team bewahrte in der Schlussphase die Ruhe, hielt die Hessen vom eigenen Tor fern und nahm damit drei Punkte mit nach München. Es war damit der zweite Sieg in Folge mit jeweils drei eigenen Toren.
„Es war ein hochverdienter Sieg", analysierte Jürgen Jung, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Löwen. „Nach der schnellen Führung ist die Mannschaft sehr selbstsicher aufgetreten, hat sich viele Torchancen erarbeitet." Besonders im Aufbauspiel konnte der 35-jährige Jung eine Verbesserung feststellen. „Der FSV hat defensiv nicht den sichersten Eindruck gemacht. Unser Team hat das clever ausgenutzt, immer wieder in die Schnittstelle der Innenverteidigung gespielt. Gleichzeitig haben wir defensiv wenig zugelassen."