SECHZIGMÜNCHEN.
 

Benno Möhlmann vor Sandhausen: »Wir wollen das Optimale!«

Kai Bülow (li.) auf der Jagd nach dem Rekord von Dominik Stahl (re.). 

Sechs Punkte haben die Löwen in der Englischen Woche bisher geholt. Im dritten und letzten Spiel innerhalb von sechs Tagen kommt der SV Sandhausen in die Allianz Arena. Anpfiff ist am Freitagabend, 4. März 2016, 18.30 Uhr.

Zunächst ließ Cheftrainer Benno Möhlmann nochmals den 1:0-Erfolg auf dem Betzenberg Revue passieren. Es war der erste Dreier für den TSV 1860 seit acht Jahren gegen die Pfälzer und der erste Auswärtserfolg in der laufenden Spielzeit. „Wir haben eine großartige Mannschaftsleistung mit viel Kampf und Laufbereitschaft mit einem Sieg gekrönt. Diese Einstellung müssen wir auch gegen Sandhausen auf den Platz bringen“, fordert er.

Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, zeigt ein Blick auf die Statistik gegen den Klub nahe Heidelberg. Diese ist bei zwei Siegen, zwei Remis und drei Niederlagen negativ. „Wir treffen auf einen Gegner, der eine gute Saison spielt und den wir ungemein schätzen“, sagt Möhlmann, der mit SVS-Trainer Alois Schwartz befreundet ist und große Stücke auf ihn hält. „In Sandhausen ist nach dem Aufstieg sehr schnell sportliche Stabilität eingekehrt. Auch wie sie mit dem Punktabzug vergangene und diese Saison umgegangen sind, verdient Anerkennung. Ihnen ist nichts zugefallen, sie haben sich alles selbst erarbeitet“, findet der 61-Jährige.

Faktenkarussell. Sandhausen führt Zweitliga-Bilanz an.

Die schlechte Phase der Kurpfälzer mit zuletzt drei Niederlagen in Folge relativiert Möhlmann. „Alois hat einen Kader, der sehr eng zusammen ist. Er kann problemlos drei bis fünf Spieler wechseln.“ Das mache die Sandhäuser schwer ausrechenbar. „Die haben auch schon mal mit drei Spitzen gespielt und sind vorne früh draufgegangen“, ist der Trainer-Routinier für alle Varianten seines Kollegen gewappnet.

Ohnehin sieht er sein Team nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen im Aufwind. „Ich hoffe, dass wir uns soweit erholt haben, um am Freitag erneut eine gute Leistung auf den Platz zu bringen.“ Die Mannschaft hätte zuletzt den Fans und den Skeptikern gezeigt, „dass wir uns so miteinander einsetzen, wie sich das im Abstiegskampf der Zweiten Liga gehört“.

Auffällig locker präsentierte sich Möhlmann vor dem Spiel gegen Sandhausen. „Ich habe auch vorher gut geschlafen“, meinte der Rekord-Trainer der Zweiten Liga, „aber ich bin schon etwas lockerer im Kopf, nicht mehr so angespannt.“ Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass sich die Mannschaft auf den Lorbeeren nicht ausruhen kann. „Wir müssen aufpassen, dass wir konzentriert und ernsthaft weiterarbeiten. Aber Spaß und Freude gehört beim Fußball auch dazu.“ Möhlmann ist zuversichtlich, „dass ein Großteil der Mannschaft das begreift und verinnerlicht“.

Personell haben die Löwen derzeit „keine riesigen Probleme“, wie Möhlmann es beschreibt. Neben den Langzeitverletzten ist lediglich Dominik Stahl fraglich. „Da müssen wir schauen, ob er sich spielfähig präsentieren kann. Er hat ja noch einen Tag Zeit“, so der Coach am Donnerstag. Wenn nicht, wäre Romuald Lacazette, der ihn am Betzenberg vertrat, wieder eine Alternative. „Er ist ein junger Kerl“, so Möhlmann über den Franzosen, „es spricht nichts dagegen, dass er spielt – außer Domi ist fit.“

Apropos Dominik Stahl: Der Mittelfeldspieler schaffte es in der Saison 2013/2014, in vier aufeinanderfolgenden Spielen zu treffen. Kai Bülow wandelt nun auf seinen Spuren, erzielte gegen Düsseldorf und Kaiserslautern je einen Treffer. „Das bleibt unerreicht“, ist Bülow selbst skeptisch. Aber egal, ob er trifft oder nicht – der Trainer hält große Stücke auf den 29-Jährigen. „Ich kenne ihn ja schon lange. Aber seitdem ich mit ihm arbeite, ist er in meiner Wertschätzung noch weiter gestiegen.“ Er begleite eine „verantwortungsvolle Position, ist sehr zweikampfstark und sieht fußballerisch immer gut aus.“

Zahl der Woche

Im Moment sieht Möhlmann keinen plausiblen Grund, seine Startelf umzustellen. „Ich denke, dass wir die Englische Woche kräftemäßig bisher sehr gut weggesteckt haben. Natürlich werde ich den einen oder anderen fragen, wie er sich fühlt.“ Ansonsten ist die Zielsetzung klar: „Wir wollen das Optimale, das heißt: das Spiel gewinnen.“

VORAUSSICHTLICHE AUFSTELLUNGEN

1860:  24 Ortega - 25 Kagelmacher, 26 Schindler, 2 Mauersberger, 3 Wittek – 30 Degenek, 4 Bülow - 10 Liendl, 33 Aycicek – 13 Mölders, 19 Okotie.
Ersatz: 1 Eicher (Tor) – 5 Vallori, 7 Claasen, 9 Mugosa, 16 Hain 18 Karger, 20 Rama, 23 Beister, 37 Yegenoglu, 38 Lacazette.
Nicht dabei: 6 Stahl (Achillessehnenreizung), 8 Rodnei (Aufbautraining), 11 Adlung (Sprunggelenks-OP), 14 Simon (Kreuzbandriss), 15 Sukalo (Adduktorenprobleme), 17 Bandowski (Trainingsrückstand),  31 Neudecker (Schambeinentzündung), 39 Kovac (Reha).

SVS: 1 Knaller – 11 Kuhn, 17 Hübner, 14 Kister, 19 Paqarada – 31 Kulovits, 6 Linsmayer – 22 Vollmann, 30 Pledl, 13 Kosecki – 9 Bouhaddouz.
Ersatz: 33 Wulle (Tor) – 4 Roßbach, 5 Schulz, 7 Thiede, 8 Wooten, 15 Bieler, 20 Vunguidica, 25 Stolz, 26 Jovanovic, 27 Olajengbesi, 29 Schaaf.
Nicht dabei: 10 Zillner (Kapselrisses in der Schulter), 16 Zenga (Muskelfaserriss), 18 Zellner (Reha nach Kreuzbandriss), 21 Stiefler (Kreuzbandriss), 23 Kratz (OP Knochenödem im Fuß), 24 Klingmann (Sperre nach Gelb-Rot).

Schiedsrichter:  René Rohde (Rostock); Assistenten: Lasse Koslowski (Berlin), Felix-Benjamin Schwermer (Magdeburg); Vierter Offizieller: Sven Waschitzki (Essen).

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