SECHZIGMÜNCHEN.
 

Benno Möhlmann vor Leipzig: »Kein Grund zu Überheblichkeit!«

Ein Einsatz für Milos Degenek (re.) sei überfällig, findet Löwen-Trainer Benno Möhlmann (li.). 

Nach der Englischen Woche mit drei Spielen in sechs Tagen hatten die Löwen eine lange Trainingswoche, bevor es am Sonntag, 13. März, zum Tabellenführer nach Leipzig geht. Anpfiff in der RB-Arena ist um 13.30 Uhr.

„Wir haben in den letzten 14 Tagen sehr gut gepunktet“, beschreibt 1860-Chefcoach Benno Möhlmann die Serie von zehn Punkten aus den letzten vier Spielen. Erstmals seit langer Zeit stehen die Löwen – wenn auch nur aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Fortuna Düsseldorf – auf einem Nicht-Abstiegsplatz. „Die Zuversicht ist wieder groß“, sagt Möhlmann, „aber es besteht kein Grund, leichtsinnig oder überheblich zu werden. Der Klassenerhalt ist immer noch eine schwierige Angelegenheit. Das müssen wir wissen.“

Faktenkarussell: Noch kein Sieg gegen Leipzig.

Deshalb passt es dem 61-Jährigen gut in den Kram, dass es jetzt zum Tabellenführer nach Leipzig geht. Die Sachsen bezeichnet er als Spitzenteam. „Leipzig war vor der Saison die einzige Mannschaft, die den Aufstieg als Ziel ausgegeben hat. Diesem Anspruch sind sie bisher auch gerecht geworden.“ Möhlmann setzt beim Auswärtsspiel auf eine geschlossene Teamleistung seiner Löwen, „weil wir mit der Qualität der Einzelspieler nicht ganz mit Leipzig mithalten können“.

Seine Jungs, so die Maxime, müssten sich trauen, kämpferisch und läuferisch dagegenhalten. „Wir müssen viel Herzblut entgegensetzen, mannschaftliche Geschlossenheit und Kompaktheit abrufen. Dann können wir vielleicht auch in Leipzig was mitnehmen.“ Selbst hat Möhlmann gute Erinnerungen an den Aufsteiger der Vorsaison. Er selbst verlor gegen die Sachsen noch nie, gewann sogar zuletzt in Leipzig mit dem FSV Frankfurt. „Da hat uns Fabio Coltorti aber etwas geholfen“, erzählt er mit einem Grinsen. „Das Tor haben sie uns geschenkt, wir hatten im Spiel keine einzige Chance.“

Marvin Compper: Die Löwen? »Auf einem aufsteigenden Ast.«

Keeper Coltorti kann den Löwen wegen einer Schulterverletzung nicht helfen, aber über glückliche Punkte würden sie sich trotzdem freuen, zumal sich das 1860-Lazarett wieder gefüllt hat. Neben den Dauerpatienten fällt vor allem der zuletzt überragende Kai Bülow aus. Nicht der gebrochene Zeh setzt den Defensivspieler mit dem Instinkt für die wichtigen Tore schachmatt, sondern ein grippaler Infekt. „Es war geplant, dass er am Freitag ins Training einsteigt. Wenn er nur leichte Probleme mit dem Zeh gehabt hätte, wäre er am Sonntag nochmals gespritzt worden. Das hat sich aber jetzt erledigt“, sagt Möhlmann.

Da auch Dominik Stahl weiterhin ausfällt, wird es vermutlich ein neues Paar auf der Doppel-Sechs geben: Romuald Lacazette und Milos Degenek. „Das ist eine Alternative, aber vielleicht machen wir auch ganz was anderes“, lässt sich Möhlmann nicht abschließend in die Karten blicken. Degenek war zuletzt außen vor, doch der Trainer stellte klar: „Das war keine Entscheidung gegen Milos, sondern ich habe den anderen mehr zugetraut. In den letzten vier Wochen hat er im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen, weswegen ein Einsatz überfällig gewesen wäre.“

Auswärtshinweise zum Gastspiel in Leipzig.

Nur 17 Feldspieler hatte der Trainer-Routinier zuletzt im Training. „Darunter sind Spieler wie Jannik Bandowski, der noch nicht so weit ist, oder Rodnei, der erst seit kurzem mit der Mannschaft trainiert“, so Möhlmann. Einen von beiden müsste er nach Leipzig mitnehmen, um die maximale Kaderstärke von 18 Spielern zu erreichen.

Zumindest Maximilian Beister soll am Montag wieder zum Team stoßen. „Er hat eine Knieverletzung, die Wirkung zeigt“, beschreibt Möhlmann die Symptome der Verletzung des Winterzugangs. „Deshalb lässt er sich in Hamburg behandeln, wird am Montag nach München zurückkehren.“

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VORAUSSICHTLICHE AUFSTELLUNGEN

Leipzig: 32 Gulacsi – 16 Klostermann, 4 Orban, 33 Compper, 3 Jung – 13 Ilsanker, 31 Demme – 24 Kaiser, 14 Bruno, 10 Forsberg – 27 Selke.
Ersatz: 22 Bellot (Tor) – 2 Strauß, 5 Nukan, 6 Khedira, 17 Quaschner, 20 Gipson, 25 Hierländer, 39 Teigl.
Nicht dabei: 1 Coltorti (Schulterverletzung), 7 Sabitzer (Grippe), 9 Poulsen (5. Gelbe Karte), 18 Boyd (Aufbautraining), 23 Halstenberg (Grippe).

1860:  24 Ortega - 25 Kagelmacher, 26 Schindler, 2 Mauersberger, 3 Wittek – 30 Degenek, 38 Lacazette - 10 Liendl, 33 Aycicek – 13 Mölders, 19 Okotie.
Ersatz: 1 Eicher (Tor) – 7 Claasen, 8 Rodnei, 9 Mugosa, 17 Bandowski, 18 Karger, 20 Rama, 37 Yegenoglu.
Nicht dabei: 4 Bülow (Grippe), 5 Vallori (muskuläre Probleme), 6 Stahl (Achillessehnenreizung), 11 Adlung (Sprunggelenks-OP), 14 Simon (Kreuzbandriss), 15 Sukalo (Adduktorenprobleme), 16 Hain (Grippe), 22 Netolitzky (Grippe), 23 Beister (Knieprobleme), 31 Neudecker (Schambeinentzündung), 39 Kovac (Reha).

Schiedsrichter:  Dr. Robert Kampka (Mainz); Assistenten: Marcel Göpferich (Bad Schönborn), Jonas Weickenmeier (Frankfurt); Vierter Offizieller: Tim Skorczyk (Salzgitter).

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