SECHZIGMÜNCHEN.
 

Kumpel Volland riet Ziereis zur Rückkehr.

Phillipp Steinhart und Markus Ziereis bei ihrem ersten Training nach der Rückkehr an die Grünwalder Straße. 

Es war so, wie wenn zwei Familienangehörige nach langer Zeit in der Fremde nach Hause zurückkehren: Phillipp Steinhart und Markus Ziereis, beide im Löwen-Nachwuchs groß geworden, wurden herzlich begrüßt, fanden sich sofort zurecht.

„Wir sind gut von der Mannschaft aufgenommen worden“, erzählt Steinhart und Ziereis ergänzt: „Biero hat eine Ansprache gehalten. Man hat sofort gemerkt, dass wir dazu gehören.“

Sportlich ist es für beide ein Schritt zurück. Ziereis schaffte zuletzt mit Jahn Regensburg den Aufstieg in die Zweite Liga, Steinhart spielte bei den Sportfreunden Lotte in der Dritten Liga. „Hier herrscht eine Riesenaufbruchstimmung, alle wollen zurück in den Profifußball. Die Voraussetzungen sind fantastisch“, sagt Ziereis.

Das sieht nicht nur der 24-Jährige so. Auch sein bester Kumpel Kevin Volland hat ihn bei der Entscheidung unterstützt. „Er hat gesagt, dass ich das unbedingt machen soll. Kevin ist immer noch ein Löwe durch und durch, kennt die Strukturen hier bestens.“

Dabei hatte Ziereis im Sommer erst seinen Vertrag bei Regensburg verlängert. „Wenn ich dort in der Zweiten Liga gespielt hätte, wäre ich geblieben. Das muss man ehrlich so sagen“, erklärt der Oberpfälzer in seiner offenen, erfrischenden Art. „Ich war mit Biero schon länger in Kontakt, wir hatten intensive Gespräche.“ Letztlich gab den Ausschlag für den Wechsel, dass er beim ersten Spiel des Zweitligisten nicht für den Kader berücksichtigt wurde.

Etwas anders verhielt es sich bei Steinhart. Der 25-Jährige ließ seinen Vertrag in Lotte auslaufen. „Die Heimat hat gerufen, ich wollte unbedingt zurück nach Süddeutschland“, so seine Begründung. Zuletzt hielt sich der Linksfuß beim VfR Garching fit. „Es gab einige Anfragen, aber ich war froh, dass sich Sechzig gemeldet hat.“

Auch bei Steinhart, dessen jüngerer Bruder Ludwig ebenfalls im Löwen-Nachwuchs ausgebildet wurde, war die Rückkehr eine Herzensangelegenheit. Alle bei ihm in der Familie sind den Löwen zugetan. „Meine Eltern haben das immer mitgelebt“, erzählt er. Dass Steinhart nach seiner Zeit bei Sechzig für zwei Jahre zu den Bayern gewechselt war, sei den Umständen geschuldet gewesen. „Ich habe hier keinen neuen Vertrag bekommen.“

Bei dem Rivalen aus der Seitenstraße durfte er sogar unter Pep Guardiola mittrainieren, absolvierte mit den Profis eine Reise nach China. „Viele taktische Kniffe“ habe er von dem Startrainer gelernt, „ich habe einiges mitgenommen“. Neben dem Fußball absolviert Steinhart ein Fernstudium im Bereich Sportmanagement.

Für Trainer Daniel Bierofka sind die Beiden die erhoffte Verstärkung. „Sie sind in einem guten Fußballer-Alter: erfahren, aber noch entwicklungsfähig. Außerdem sind beide bei den Löwen ausgebildet worden, identifizieren sich zu 100 Prozent mit dem Verein.“

Bei Steinhart hebt der Löwen-Coach dessen Flexibilität hervor, Ziereis sieht er neben Sascha Mölders als weiteren Torjäger. „Ich kann mir situativ einen Systemwechsel mit zwei Spitzen vorstellen.“ Der Neuzugang ist sich bewusst, dass Mölders erst einmal gesetzt sein wird. „Ich kann neben Sascha oder hinter ihm spielen. Letztlich wird das Biero entscheiden.“

Beide Neuzugänge schafften bereits das, was die Sechzger in naher Zukunft erreichen wollen: Sie wurden 2013 mit den kleinen Löwen Meister der Regionalliga Bayern, scheiterten erst in der Relegation gegen den SV Elversberg denkbar knapp. Zudem hat Ziereis gleich drei Aufstiege in seiner Vita stehen, zwei mit Regensburg und einen mit Darmstadt 98.

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