SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen in Garching: Freundschaft der Trainer muss ruhen.

Kehrt nach seiner Regenerationspause im Pokal gegen Unterföhring ins Team zurück: Sascha Mölders. 

Auswärts im Münchner U-Bahn-Bereich: Die Löwen gastieren am Samstag, 9. September 2017, beim VfR Garching. Anpfiff im ausverkauften Stadion am See ist um 14 Uhr.

Löwen-Chefcoach Daniel Bierofka hat großen Respekt vor dem Gegner. Vor allem, weil er Trainer Daniel Weber bestens kennt. „Wir haben zusammen die A-Lizenz gemacht, uns ein Zimmer geteilt“, erzählt der 38-Jährige. „Für das Spiel muss die Freundschaft ruhen.“

Weber lege bei der Auswahl seiner Spieler Wert auf Charakter. „Garching ist gut gestartet, steht auf Platz sechs“, so Bierofka. Das Team aus dem Münchner Norden gewann dabei alle vier Auswärtsspiele. „Zu Hause klappt es noch nicht so gut“, sagt der Löwen-Trainer über die bescheidene Bilanz von zwei Unentschieden und zwei Niederlagen im Stadion am See.

Sechzig auswärts in Garching, oida.

Tipps von Phillipp Steinhart, der sich im Sommer beim VfR fitgehalten hatte, braucht Bierofka nicht. „Ich kenne Mannschaft und Trainer bestens.“ Trotzdem macht er sich auf einiges gefasst. „Daniel ist immer für Überraschungen gut.“

Gegen Garching muss der Sechzger-Coach erstmals in der Liga auf Timo Gebhart in der Startaufstellung verzichten. Der 28-Jährige wird mit seinem Muskelbündelriss einige Wochen ausfallen. Da passt es gut, dass er seit Dienstag wieder einige personelle Alternativen mehr im Kader hat. Mit Benjamin Kindsvater, Nono Koussou und György Hursan feierten gleich drei Spieler im Toto-Pokal gegen Unterföhring nach wochenlanger Verletzung ihr Comeback.

Besonders für Koussou freut es den Coach, obwohl ein Startelf-Einsatz für den kleinen Außenbahn-Spieler noch keine Option ist. „Es tut mir als Trainer gut, wenn er wieder 90 Minuten spielen kann. Nono war letztes Jahr eine der tragenden Säulen in der U21.“ Aufgrund seiner Knieprobleme dürfe man bei ihm aber nicht „überpacen. Wir werden ihn langsam aufbauen.“

Dagegen rechnet Bierofka fest damit, dass sein Kapitän Felix Weber ins Abwehrzentrum zurückkehrt. „Er kann auf alle Fälle spielen“, hat ihm der 22-Jährige bereits signalisiert. Neben dem Ohlstädter wird auch Sascha Mölders in der Startelf stehen. „Die Pause hat ihm gutgetan. Wir haben mit Sascha an den Grundlagen gearbeitet, damit er wieder schneller regeneriert“, so Bierofka über den 32-Jährigen, der ohne Sommervorbereitung bisher das komplette Spielprogramm in der Liga absolviert hat.

Seit fünf Pflichtspielen sind die Löwen ohne Gegentor. Auf der anderen Seite blieben sie zuletzt zwei Mal in der Regionalliga ohne eigenen Treffer. Das 4:0 im Pokal gegen Ligakonkurrent FC Unterföhring tat deshalb doppelt gut. „Jeder Sieg ist für das Selbstvertrauen wichtig“, weiß Bierofka. Trotz des kleinen Durchhängers mit den beiden torlosen Remis in Seligenporten und zu Hause gegen Ingolstadt II ist er stolz auf seine Mannschaft. „Davor, wie die Jungs bisher mit dem Druck umgegangen sind, muss ich meinen Hut ziehen.“

Bedenken, dass sein Team oder vierfach Torschütze Nico Karger nach dem 4:0 gegen Unterföhring abhebt, hat Bierofka nicht. „Nico ist nicht der Typ, der jetzt irgendwelche Parolen raushaut.“ Im Gegenteil. Der 24-Jährige sei ein ruhiger Zeitgenosse. „Er sagt lieber ein Wort zu wenig als zu viel.“

Das Pokal-Los SpVgg Bayreuth nahm der Löwen-Trainer mit einer stoischen Ruhe. „Es ist halt so. Wir können es sowieso nicht beeinflussen.“ Im Viertelfinale hätte es ohnehin keine leichten Aufgaben mehr gegeben. Das einzige, was ihn tatsächlich stört, ist das Auswärtsspiel: „Das sind knapp 300 Kilometer. Darauf hätte ich verzichten können.“

Dagegen ist die Partie in Garching mit ihren 25 Kilometern vom Trainingsgelände bis zum Stadion für die Löwen und ihre Fans ein „gefühltes“ Heimspiel.

VORRAUSSICHTLICHE AUFSTELLUNGEN

VfR: 1 Fritz – 15 Suck, 16 Pflügler, 4 Göpfert, 11 Salassidis – 10 D. Niebauer – 17 M. Niebauer, 8 Tugbay - 13Tunc, 27 Staudigl – 29 Eisgruber.
Ersatz: 24 Brenner (Tor) – 2 Durrans, 3 Hepp, 5 Mayer,12 Weicker, 14 Kotani, 20 Zimmerschied, 21 De Prato, 23 Kovac.
Nicht dabei: 7 Grill (Leistenverletzung), 18 Belkahia (Bänderriss), 19 Kelmendi (Außenbandanriss)

1860: 1 Hiller – 2 Weeger, 4 Weber, 36 Steinhart, 11 Köppel – 17 Wein – 5 Andermatt, 21 Türk – 23 Helmbrecht, 9 Mölders, 18 Karger.
Ersatz: 37 Strobl (Tor) – 6 Mauersberger, 7 Awata, 13 Siebdrat, 14 Dressel, 15 Gambos, 16 Kindsvater, 19 Aigner, 22 Berzel, 24 Ziereis, 25 Genkinger, 29 Hursan, 31 Koussou, 33 Bachschmid.
Nicht dabei: 3 Koch (Aufbautraining), 8 Seferings (Aufbautraining), 10 Gebhart (Muskelbündelriss), 20 Steer (Aufbautraining), 30 Hipper (Trainingsrückstand), 39 Bonmann (Knieverletzung).

Schiedsrichter: Matthias Zacher (Nußdorf/Inn); Assistenten: Torsten Wenzlik (Velden), Alexander Schkarlat (Weidenbach).

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