SECHZIGMÜNCHEN.
 

Mauersberger mit dem Bauernspitz & ekstatischem Jubel.

Es gab nach dem späten Siegtreffer kein Halten mehr: Jan Mauersberger ballt die Faust. 

Lange herrschte Unklarheit über den Siegtorschützen zum 2:1 am Dienstagabend gegen Buchbach. Erst wurde Felix Bachschmid gemutmaßt, dann war die Rede von einem Eigentor, bis dann am Ende Jan Mauersberger klarstellte: „Ich hab‘ getroffen!“

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Die Situation war undurchsichtig. Nicolas Andermatt hatte einen Freistoß von rechts in die Mitte gedreht, mehrere Spieler liefen ein, Sascha Mölders köpfte aufs Tor, der Keeper ließ den Ball nach vorne wegprallen. „Ich bin einfach durchgelaufen“, schildert Mauersberger die Szene, „ich konnte auch nicht mehr bremsen. Dann habe ich einfach den guten alten Bauernspitz hingehalten.“

Und zur Freude aller Löwen war der Ball drin! „Der Jubel war sehr ekstatisch“, beschreibt der 32-Jährige die Szene danach. „Alle sind hingestürmt. Das zeigt, dass wir ein geiles Team sind. Es war eine Genugtuung. Jedem ist ein Stein vom Herzen gefallen.“

SPIELBERICHT Löwen treffen in der Nachspielzeit: 2:1-Sieg gegen Buchbach.

Natürlich weiß auch der Routinier, dass es ein glücklicher Sieg war. „Die 1. Halbzeit war gut. Nach der Führung hätten wir nachlegen müssen. Der Ausgleich kurz vor der Pause war unglücklich.“ Danach sei es kein einfaches Spiel mehr gewesen. „Buchbach ist bekannt dafür, dass sie eklig und körperlich robust sind. Wir müssen in jedem Spiel damit leben, dass wir die Gejagten sind.“

Für alle Gegner ist die Partie gegen die Löwen nach wie vor das Spiel des Jahres. „Fast alle Mannschaften versuchen, uns zu zerstören. Das gelingt den wenigsten mit fußballerischen Mitteln.“ Umso schöner war der späte Sieg. „Es spricht für unsere Qualität, dass wir solche Spiele noch hinten raus für uns entscheiden können“, sagt er. „Wir haben uns das aber auch in den sieben Wochen Vorbereitung erarbeitet. Wir sind läuferisch und körperlich stärker als die Gegner.“

STIMMEN Daniel Wein: „Das sind die geilsten Siege!“

Die Rückkehr in die Allianz Arena für das Auswärtsspiel gegen die Bayern-Reserve bezeichnet Mauersberger, der im Nachwuchs der Roten groß geworden und dessen Vater dort Abteilungsleiter der Schiedsrichterist, als etwas Besonderes. „Aber es ist noch lange hin.“ Ohnehin wäre es dem Innenverteidiger am liebsten, wenn die Partie am drittletzten Spieltag nicht mehr spannend wäre. „Aber davon gehe ich momentan nicht aus“, erwartet er eine enge Kiste bis zum Schluss mit positivem Ausgang. Dafür sind er und seine Kollegen in dieser Saison Experten.

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