SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka bleibt vor Würzburg realistisch: „Die Fans dürfen träumen!“

Jürgen Klopp begrüßt die Löwen-Spieler Prince Owusu, Daniel Wein, Simon Lorenz, Efkan Bekiroglu und Herbert Paul. 

Für die Löwen steht innerhalb von vier Tagen das zweite bayerische Derby auf dem Spielplan. Am Samstag, 16. März 2019, geht es zu den Würzburger Kickers. Anpfiff im Stadion am Dallenberg ist um 14 Uhr. Das Bayerische Fernsehen und Magenta Sport übertragen live.

„Die Entfernung nach Würzburg ist etwas größer als zwischen München und Unterhaching“, sagt Löwen-Trainer Daniel Bierofka. „Aber wir nehmen es als bayerisches Derby.“ Bei den Unterfranken will der 40-Jährige den „positiven Trend“ fortsetzen. „Aber wir dürfen keinen Schritt weniger machen, müssen uns in jedem Spiel alles neu erarbeiten.“

FANINFOS Sechzig auswärts am Dallenberg.

Bierofka hat vor dem Gegner Respekt. „Würzburg gehört in der Liga zu den besseren Mannschaften. Sie spielen einen attraktiven Fußball mit viel Tempo, Zug und Aggressivität.“ Mit Ademi, Baumann und Skarlatidis, so der 1860-Coach, habe der FWK „sehr torgefährliche“ Offensivkräfte in seinen Reihen. „Wir müssen selbst unsere Chance im Spiel nach vorne suchen, wenn wir den Ball haben“, so seine Forderung. „Wir wollen auch dort unsere Entwicklung fortführen.“

Wieso es plötzlich läuft, dafür hat Bierofka eine einfache Erklärung. „Wir mussten uns erst an das Tempo und Zweikampfverhalten in der 3. Liga gewöhnen.“ Oft seien es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. „Ich kenne keine Liga, wo der Letzte den Zweiten auswärts mit 3:0 schlagen kann“, spricht er den Sieg von Aalen beim Karlsruher SC am Mittwochabend an. „Das ist außergewöhnlich, macht auch den Reiz der Liga aus.“

Dafür, wie schnell es nach oben gehen kann, sind die Löwen der beste Beweis. Nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen stehen sie plötzlich auf Platz fünf. „Aber es kann genauso schnell in die andere Richtung gehen.“ Deshalb geht der erste Blick von Bierofka in der Tabelle nicht nach oben, sondern auf Rang 16. „Ich muss die Situation realistisch einschätzen, die Fans dagegen dürfen träumen.“ Erst wenn die zum Klassenerhalt prognostizierten 46, 47 Punkte unter Dach und Fach sind, „können wir weiterschauen und neue Ziele formulieren“.

Dass es momentan so gut läuft, führt der Trainer darauf zurück, dass „ich im Winter länger bei der Mannschaft war“. Auch jetzt – nach Abschluss des Fußballlehrer-Lehrgangs in Hennef – habe er wieder genügend Zeit für Gespräche mit den Spielern. „Der Geist des letzten Jahres ist zurück“, so die Feststellung von Bierofka, „bei Toren rennt die komplette Bank auf den Platz, freut sich mit den anderen.“

Unentschieden zeigt sich der Trainer noch in Bezug auf eine mögliche Rotation in Würzburg. „Einerseits heißt es ‚never change a winning team‘, andererseits müssen wir uns die Kräfte einteilen.“ Markus Ziereis, Aaron Berzel, Benjamin Kindsvater, Nono Koussou und Alessandro Abruscia nennt er als mögliche Kandidaten für einen Startelf-Einsatz. „Ich muss mir noch überlegen, ob ich etwas verändere“, ist sich der Trainer noch nicht schlüssig.

Für eine willkommene Abwechslung sorgte am Mittwoch der Besuch des Liverpool FC auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114. Vor dem Champions-League-Rückspiel am Abend beim FC Bayern absolvierten die Briten dort ihr Abschlusstraining. Jürgen Klopp ließ es sich nicht nehmen, die Löwen-Spieler und seinen Trainer-Kollegen persönlich zu begrüßen. „Er war schon mit Dortmund öfters hier, scheint sich bei uns wohlzufühlen“, so Bierofka. Während „Kloppo“ sich ausgiebig unterhielt, seinen Ex-Spieler Hendrik Bonmann herzlich begrüßte und sogar bereitwillig Selfies mit den Fans durch den Zaun hindurch schoss, waren seine Spieler völlig abgeschottet.

Ähnlich fokussiert wünscht sich Bierofka sein Team in Würzburg. Das Selbstvertrauen ist da, nachdem die Löwen in Wiesbaden und Unterhaching den Beweis erbrachten, dass sie auch gegen Mannschaften, die in der Tabelle vor ihnen stehen, gewinnen können. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, freuen uns aber auf die Atmosphäre in Würzburg in einem schönen und engen Stadion.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

Kickers: 21 Drewes (Tor) – 31 Göbel, 22 Hägele, 27 Schuppan, 28 Kurzweg – 7 Kaufmann, 12 Sontheimer, 26 Bachmann, 14 Elva – 19 Ademi, 9 Baumann.
Ersatz: 33 Verstappen (Tor) – 4 Hajtic, 11 Bytyqi, 15 Küc, 16 Mast, 17 Langhans, 23 Kohls, 25 Meisel, 37 Ünlücifci.
Nicht dabei: 5 Hansen (Schlüsselbeinbruch), 8 Gnaase (10. Gelbe Karte), 10 Skarlatidis (Nerv im Rücken eingeklemmt), 20 Breitkreuz (Gelb-Rot-Sperre), 32 Ofosu-Ayeh (Rot-Sperre).

1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 17 Wein, 20 Bekiroglu – 7 Lex, 13 Owusu, 18 Karger – 9 Mölders.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 11 Köppel, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 19 Abruscia, 22 Berzel, 24 Ziereis, 27 Belkahia, 31 Koussou, 34 Böhnlein, 38 Lacazette, 44 Klassen.
Nicht dabei: 5 Moll (Kreuzbandriss), 6 Mauersberger (Muskelfaserriss), 25 Willsch (Trainingsrückstand), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), 39 Bonmann (Fußverletzung).

Schiedsrichter: Florian Lechner (Hornstorf); Assistenten: Johannes Schipke (Landsberg-Queis), Chris Rauschenberg (Hörselberg-Hainich).

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