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Aktuelles Saison 2008/2009
KGaA
 
04.03.2009 | 11:00 Uhr

Präsidium und Aufsichtsrat stellen sich Verantwortung

Der Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGaA und das Präsidium  trafen sich am Dienstag, 3. März 2009, in der Geschäftsstelle des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114. Dabei kamen sie zu folgenden Ergebnissen:

„Die unselige Tradition des Köpferollens ist beendet"
Als „rückhaltlos offen und zugleich sehr sachlich" bezeichnete Manfred Stoffers, Sprecher der Geschäftsführung des TSV 1860 München das Diskussionsklima in der gemeinsamen Sitzung von Präsidium und Aufsichtsrat, die am Dienstagabend in der Löwen-Geschäftsstelle stattfand. Thema waren die Ereignisse der letzten Wochen im Zusammenhang mit dem geplanten Einstieg eines Finanzinvestors. Aufseiten des Präsidiums, des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung wurden Fehler im Vorgehen, in der Kommunikation untereinander als auch gegenüber der Öffentlichkeit eingeräumt. Beide Gremien waren sich jedoch darüber einig, dass eine „Fehlerflucht" für sie nicht in Betracht komme und dass man „der unseligen Tradition des Köpferollens" nicht weiter folgen wolle. Denn zu oft wurde in der Vergangenheit ein „Köpfeaustausch" als Neuanfang verkündet. Vielmehr wolle man sich der Verantwortung für die Fehler der jüngeren Vergangenheit stellen und Vorkehrungen treffen, damit sich derartige Fehlentwicklungen in der Zukunft nicht wiederholen.

Entschuldigung
Präsidium und Aufsichtsrat bitten sowohl Fans als auch die Geschäftspartner des Klubs für die Turbulenzen der vergangenen Wochen um Entschuldigung. Dies sei, so Manfred Stoffers, nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern das „sehr ernste Bedürfnis" aller Mitglieder der beiden Gremien.

Strikte Trennung der Reviere
Als wesentliche Ursachen für die Probleme der letzten Wochen identifizierten die Gremiumsmitglieder Kompetenzüberschneidungen und mangelnde Kooperation. In Zukunft solle es ausgeschlossen werden, dass es „Super-Funktionäre" gebe, die in begeistertem Engagement für den Verein in allen Zuständigkeitsbereichen mitarbeiten und dadurch ungewollt für Unstimmigkeiten sorgen. Deswegen verpflichteten sich die Gremien auf eine „strikte Trennung der Reviere". Dabei wolle jeder, so Manfred Stoffers, dem idealen Ziel des Vereins dienen - und zwar in seinem speziellen Verantwortungsbereich. „Das Präsidium präsidiert, die Geschäftsführer kümmern sich um die Geschäfte, und der Aufsichtsrat führt die Aufsicht."

Entflechtung der Aufsichtsräte
Die Aufsichtsräte des Vereins und des Fußballklubs in Form der KGaA sollen nach einstimmigem Votum der Gremien entflochten werden. Im Aufsichtsrat des Vereins soll sich der sportliche Sachverstand und im Aufsichtsrat der KGaA zusätzlich neben dem sportlichen auch die wirtschaftliche Kompetenz versammeln. Ein erster Schritt in diese Richtung soll die Besetzung von vier vakanten Aufsichtsratspositionen mit Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben sein.

Eindeutiges Votum für die sportliche Neuausrichtung
Präsidium und Aufsichtsrat sehen im letzten kämpferisch erfolgreichen Heimspiel ein erstes unübersehbares Indiz dafür, dass die längst überfällig gewesene Trendwende in der sportlichen Ausrichtung richtig war. Die Gremienmitglieder betonten ausdrücklich, so Stoffers, dass „die Entscheidung für Miki Stevic zu spät, aber absolut richtig war".

„Die Zeit der Selbstzerfleischung ist vorbei"
Die Turbulenzen der vergangenen Wochen haben nach dem übereinstimmenden Eindruck der Mitglieder von Präsidium und Aufsichtsrat „gravierende Schwachstellen" in den Arbeitsabläufen offen gelegt. Jetzt gehe es darum, die beschlossenen Kurskorrekturen mit Leben zu füllen. Rainer Beeck, Präsident des TSV, setzte zusammenfassend den Schlusspunkt unter die Diskussion: „Die Zeit der Selbstzerfleischung ist vorbei. Jetzt wird konzentriert gearbeitet - und zwar am sportlichen Erfolg."
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