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Akutelles Saison 2009/2010
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09.08.2009 | 18:00 Uhr

Lauth: „Müssen Begeisterung genießen und aufsaugen“

Löwen-Trainer Ewald Lienen war zufrieden, vor allem, „weil wir besser Fußball gespielt haben als letzte Woche". Der 55-Jährige sah es als großen Vorteil, dass sein Team im Pokal bereits gegen einen Zweitligisten gespielt hatte. „Paderborn hat uns in der 2. Halbzeit hinten reingedrückt, deshalb waren wir heute gegen Koblenz konzentrierter, haben den Ball laufen lassen."

Lienen bemängelte nur die Chancenverwertung. „Sandro Kaiser hätte das 2:0 machen können, vielleicht sogar machen müssen. Und dann hatte Geißler kurz vorm Halbzeitpfiff die Riesenchance zum 1:1." Deshalb sei das 2:0 auch so wichtig gewesen. „Danach haben wir es versäumt, das ein oder andere Tor nachzulegen." Besonders die vergebene Chance von Manuel Schäffler in der 77. Minute bedauerte der Coach. „Es war eine Superaktion, aber dann macht er das verdiente Tor nicht", quittierte Lienen die Szene mit Kopfschütteln. Über seinen neuen Torjäger Kenny Cooper wollte der Trainer nicht allzu viele Worte verlieren. „Er hat es ordentlich gemacht", so sein Resümee. Die schelle Integration des US-Amerikaners begründet Lienen damit, dass er kein Spieler sei, „der von anderen abhängig ist. Er ist einer, der immer den Ball fordert".

TuS-Trainer Uwe Rapolder sprach von einem verdienten Sieg für 1860. „Nach guter Vorbereitung hatten wir diesmal Probleme mit den Flanken - vor allem über unsere linke Abwehrseite, Dann musste auch noch Martin Hudec mit Verdacht auf Knöchelbruch runter." Zur 2. Halbzeit stellte Rapolder von seinem 3-5-2- auf ein 4-4-2-System um. „Es lief zunächst gut bis zum 0:2. Am Ende hatten wir Glück, dass das Spiel nicht höher ausgegangen ist. Einigen meiner Spieler fehlt noch die Zweitliga-Erfahrung. Jetzt wissen sie, dass dort auch ordentlich Fußball gespielt wird. Sechzig wünsche ich viel Glück auf dem Weg nach oben."

„Das Ergebnis war in Ordnung", sagte Löwen-Torhüter Gabor Kiraly, „aber noch wichtiger war, wie wir aufgetreten sind. Wir haben sehr mutig gespielt, manchmal nur mit einem Ballkontakt. Heute haben wir auch die zweiten Bälle gewonnen", so der 33-Jährige. Sein Team sei gut gestanden und habe sich viele Chancen erarbeitet. Dass dabei auch ein sehr gutes Spiel der Löwen zu sehen war, wollte der Routinier nicht überbewerten. „Wir haben auf drei Punkte gespielt. Manchmal gibt es dabei ein schönes Spiel, das andere Mal nicht. Das müssen die Fans akzeptieren." Besonders wichtig fand Kiraly die Zweikampfstärke seiner Vorderleute im Mittelfeld. „Dadurch hatte Koblenz nicht die Möglichkeit, bis zu unserer Abwehrkette durchzukommen. Ich musste heute wenige Anweisungen geben, weil die Kommunikation innerhalb der Mannschaft gestimmt hat. Das 2:0 ist ein gutes Ergebnis, aber wir müssen noch viel arbeiten, stehen erst am Anfang."

Kapitän Benny Lauth fand den Spielverlauf optimal. „Dass wir das erste Tor erzielt haben, hat vieles leichter gemacht." Besonders freute es ihn, dass Neuzugang Kenny Cooper das Tor gelang. „Nicht nur wegen dem Tor, auch wie er gearbeitet hat, das war alles beeindruckend." Es würde viel im Kopf entschieden, meinte der 28-Jährige, „das Selbstvertrauen wurde von Minute zu Minute größer. Wir waren genau auf den Punkt da." Den zweiten Treffer, den er selbst erzielte, bezeichnete Lauth als „weiteren Befreiungsschlag. Danach haben wir gut kombiniert, hätten noch höher gewinnen können, wenn wir nicht ein paar Chancen ausgelassen hätten. Bis auf die Standardsituationen waren wir gut gestanden", so sein Resümee. Besonders in der Breite sei das Team besser aufgestellt. „Pappas und Schäffler haben nach ihrer Einwechslung neuen Schwung gebracht. Das war letzte Saison noch anders." Lauth erkannte seit Trainingsstart eine Riesenbegeisterung im Löwen-Umfeld. „Das müssen wir genießen und aufsaugen", sagte er, „dadurch ist der Ansporn, das Gefühl ein ganz anderes."

Torschütze Kenny Cooper bezeichnete seinen ersten Auftritt als „großartig. Die Fans hier sind ein Wahnsinn. Für mich war es ein besonderer Moment, als die Fans meine Namen gerufen haben." Lob gab es auch für Sturmkollegen Benny Lauth. „Er ist ein fantastischer Spieler, sehr schnell, mit vielen Qualitäten. Das Zusammenspiel funktioniert sehr gut."
 
Toller Auftakt: Neuzugang Cooper und Lauth treffen Stenogramm des 1. Spieltags
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