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Aktuelles Saison 2009/2010
Stimmen zum Spiel bei Arminia Bielefeld
 
20.11.2009 | 23:30 Uhr

Lienen: „Ich hoffe, das war der Wendepunkt!“

Löwen-Trainer Ewald Lienen kann nach dem Sieg in Bielefeld wieder optimistischer in die zukunft schauen.
Löwen-Trainer Ewald Lienen machte einen entspannten Eindruck nach dem Sieg an alter Wirkungsstätte unweit seines Geburtsortes Liemke in Ostwestfalen. „Ich hoffe, dass das heute ein Wendepunkt war. In den vergangenen Wochen haben wir keine positiven Ergebnisse erzielt, auch wenn wir läuferisch und kämpferisch Fortschritte zeigten", analysierte der 55-Jährige. „Es war sicher nicht unverdient, dass wir hier gewonnen haben."

Lienen lobte vor allem, dass sein Team die taktischen Vorgaben auf dem Spielfeld umgesetzt hatte. „Wir haben uns gut auf die Spielweise des Gegners eingestellt, es geschafft, im Mittelfeld eine ähnliche Grundordnung wie die Arminia herzustellen, wodurch wir sie in Schach halten konnten." Das gefährliche Flügelspiel des Tabellenführers fand dadurch überhaupt nicht statt. Auch nach dem Platzverweis von Stefan Aigner hielt sein Team die Ordnung. Auf den 22-Jährigen, der bereits zum zweiten Mal in dieser Saison vorzeitig zum duschen musste, war er diesmal nicht sauer, sondern auf Schiedsrichter Robert Kempter. „Wenn ein Spieler zwei Fouls im gesamten Spiel macht, dann kann ich ihn nicht vom Platz stellen", echauffierte sich der Löwen-Coach, der die Aktion als „normales Foulspiel" bewertete.

Dass ausgerechnet Lienens Joker Charilaos Pappas stach, erfüllte den Trainer, der den Stürmer aus seiner Zeit in Griechenland kannte und ihn nach München lotste, mit Stolz. „Das Tor hätte ich mir schon früher erhofft", sagte er. „Aber wir haben ihm bisher nicht viele Chancen dazu gegeben, weil er sich erst auf die Härte der Zweiten Liga einstellen musste. Das Tor hat er aber superklasse gemacht."

Bielefelds Coach Thomas Gerstner war nach der ersten Niederlage nach neun ungeschlagenen Spielen verständlicherweise unzufrieden mit seinem Team. „Der einzige, der überzeugt hat, war Arne Feick. Alle anderen haben mich enttäuscht", sagte er ohne die Leistung der Löwen zu schmälern. „Natürlich lag es auch an Sechzig, die uns außen gepackt hatten." Für die Pfiffe des Bielefelder Anhangs zeigte er Verständnis. „Ich als Fan hätte nach der 1. Halbzeit auch gepfiffen. Aber nach der Pause haben sie uns toll unterstützt." Die Länderspielpause wollte der Arminen-Trainer nicht für die Heimniederlage verantwortlich machen. Die Mannschaft hätte im Training sehr spritzig gewirkt. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir nicht konsequent durch die Mitte in die Tiefe gespielt haben, nachdem außen alles zu war." Auch Gerstner konnte der Leistung des Schiedsrichter-Gespanns nichts Positives abgewinnen. „Die waren schon vor dem Spiel bei der Auswahl der Trikots überfordert", so sein Kommentar zum Umstand, dass der Zeugwart die Auswärtstrikot vom Trainingsgelände holen musste, weil sich die Heimtrikots nach Aussage der Unparteiischen nicht genug von den Trikots der Löwen abhoben. „Außerdem war der Treffer in der 76. Minute aus meiner Sicht ein reguläres Tor."
 
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