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Aktuelles Saison 2009/2010
Stimmen zum Spiel beim MSV Duisburg
 
15.03.2010 | 23:00 Uhr

Lienen verpasst den Siegtreffer von Rakic

Trainer Ewald Lienen hat nach dem Erfolg in Duisburg gut Lachen.
Löwen-Trainer Ewald Lienen zeigte sich nicht nur mit den drei Punkten in Duisburg zufrieden. „Meine Mannschaft wollte gewinnen, das hat mir gefallen", sagte der 56-Jährige an alter Wirkungsstätte.

Dagegen bemängelte der Coach, dass sein Team im ersten Durchgang immer wieder Bälle im Aufbau leichtfertig verlor. „Dadurch und durch Standards wurde Duisburg immer gefährlich. Gerade vor den kopfballstarken Schlicke und Fahrenhorst habe ich meine Mannschaft gewarnt. Ansonsten waren wir gut gestanden."

Die Endphase der Szene, die letztlich zum Siegtreffer führte, hat der Trainer nicht mehr mitbekommen. Die muss er sich zu Hause im Fernsehen anschauen. „Ich hatte mich schon abgedreht, wollte die vergebene Torchance notieren", erklärte er. „Plötzlich haben alle gejubelt." Lienen sprach von einem Verdienten Erfolg. „In der letzten Viertelstunde, 20 Minuten, haben wir den Sieg einfach einen Tick mehr gewollt, waren zweikampfstärker als Duisburg. Deswegen geht der Sieg in Ordnung."

Duisburgs Trainer Milan Sasic war nach der Niederlage frustriert, wetterte gegen seine eigene Mannschaft. „Nach der Leistung in der 2. Halbzeit brauchen wir gar nicht an Aufstieg denken. Uns hat die Entschlossenheit gefehlt." Einen nahm er von seiner Kritik aus. Kevin Grund, den Youngster, der erstmals in der Startelf stand. „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen alle so wie er spielen. Kevin hatte die meisten Ballkontakte, wurde von den erfahrenen Spielern gesucht." Trotzdem möchte der MSV-Coach den Aufstieg in dieser Spielzeit nicht ganz abschreiben. „Aufgeben darf man nie. Die 1. Halbzeit war okay. Nach einer Viertelstunde haben wir das Spiel in den Griff bekommen. Dass, was wir nach der Pause gespielt haben, war aber viel zu wenig. Wir haben nur noch die Bälle hoch nach vorne geschlagen und niemand ist hinterhergekommen. Das ist kein adäquates Mittel. Außerdem haben die Spieler nicht ihre Position gehalten. Die logische Konsequenz war das Gegentor." So wie es fiel, habe es ins Bild gepasst. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", meinte Sasic.

„Das war heute eine kompakte Mannschaftsleistung von uns. Wir haben uns den Sieg gemeinsam verdient", sagte Löwen-Kapitän Benjamin Lauth. Der Blick des 28-Jährigen geht nun nach oben. „Jetzt ist das Kapitel nach hinten abgeschlossen. Wir nehmen bis zum Saisonende noch mit, was kommt."

Geknickt war dagegen Duisburgs Torhüter Tom Starke. „Wir wollten gegen Sechzig wie auswärts auftreten, auf unsere Konterchancen lauern. Eigentlich hatten wir das nicht schlecht gemacht, aber dann machen wir den entscheidenden Fehler." Der 29-Jährige, in dieser Saison einer der beständigsten Keeper der Liga, nahm die Schuld auf seine Kappe. „Ich hatte den Ball bereits, doch es war so rutschig und matschig, dass er mir wieder rausgerutscht ist. Aber im Endeffekt war es egal, ob ein Punkt oder keinen. Wir hätten einen Sieg gebraucht."
 
Rakic trifft, die Löwen siegen in Duisburg
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