U23 besiegt Bamberg 4:0 - Zweimal Schäffler und Fetsch
Trotz einer Vielzahl an Möglichkeiten war der klarte 4:0-Erfolg der Löwen-Reserve gegen Eintracht Bamberg zwischendurch in Gefahr. Nach der Führung durch Manuel Schäffler (20.) vergab Peter Heyer für die Gäste kurz vor der Pause einen Elfmeter (43.). Wiederum Schäffler (55.) und zweimal Mathias Fetsch (73. und 82.) machten den höchsten Saisonsieg perfekt.
Personal: U23-Trainer Dieter Märkle musste im vorletzten Heimspiel auf Kushtrim Lusthtaku (Bänderriss) und Tobias Strobl (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Von den Profis waren Tarik Camdal und Manuel Schäffler dabei.
Spielverlauf: Das Spiel war gerade angepfiffen, da hatte Manuel Schäffler bereits die Führung auf dem Fuß. Nach einem Pass von Mathias Fetsch lief der Stürmer seinem Gegenspieler davon, kam halblinks an der Strafraumgrenze frei zum Schuss, schoss aber einen Meter am langen Eck vorbei (2.). Die nächste Chance hatten die Löwen nach einem Eckball, den Roland Sternisko mit rechts von der linken Seite an den ersten Pfosten drehte, Julian Leist kam aus sieben Metern zum Kopfball, das Leder strich aber knapp am langen Eck vorbei (6.). Aber auch die Bamberger kamen in der Anfangsphase zu einer Möglichkeit. Peter Heyer erlief sich einen langen Ball auf der rechten Strafraumseite, sein Schuss aus spitzem Winkel wurde noch abgefälscht, landete am Außennetz (10.). Einer schönen Kombination der Weiß-Blauen fehlte in der 13. Minute nur der krönende Abschluss. Julian Ratei hatte von rechts die Abwehr überflankt, David Manga legte mit viel Übersicht auf Fetsch zurück, der aus acht Metern in halblinker Position den Ball nicht voll traf, so dass ein Bamberger im Torraum klären konnte. Eine Kopfballstafette nach einem Eckball von Sternisko brachte ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg. Fetsch am langen Pfosten hatte den Ball auf die andere Seite geköpft, Christopher Schindler wollte, ebenfalls per Kopf, auf Julian Leist im Zentrum verlängern, doch der kam aus fünf Metern nicht ganz an den Ball (17.). In der 20. Minute war es dann endlich soweit. Einen Freistoß hatte Manga aus halbrechter Position mit links vors Tor geschnitten, Schäffler lief in den halbhohen Ball hinein, köpfte ihn aus neun Metern ins kurze Eck zum 1:0. Eine Minute später hätte Schäffler das 2:0 vorbereiten können, nachdem er über rechts in den Strafraum lief, aber anstatt auf den mitgelaufenen Manga am zweiten Pfosten zu passen, schoss er selbst mit rechts am linken Eck vorbei (21.). In der 29. Minute stand plötzlich Fetsch nach einem feinen Pass von Nikola Trkulja frei vor Torwart Stephan Essig, aber er brauchte zu lange, bis er das Leder kontrollieren konnte, so dass sein Schuss Beute des Keepers wurde. Wenig später war es Schäffler nach Ratei-Pass, der im Torraum ans Leder kam, doch er brachte aus kurzer Distanz den Ball nicht an Torhüter Essig vorbei, der im Nachfassen das Spielgerät festhalten konnte (29.). Aus dem Nichts heraus hatte dann plötzlich Bamberg die Riesenchance zum Ausgleich. Nicolas Görtler kam aus 14 Metern halblinks frei zum Schuss, Torhüter Vitus Eicher wehrte per Hecht ab, der Ball war zunächst frei, doch mit vereinten Kräften konnte die Löwen-Defensive die Situation klären (41.). Eine Minute später war es der Schiedsrichter, der die Partie etwas spannender machen wollte. Einen Rempler am linken Torraumeck von Trkulja gegen Markus Fischer wertete Martin Petersen als Foulspiel (42.). Den fälligen Elfmeter setzte anschließend Heyer jedoch über die Querlatte (43.).
Kurz nach Wiederanpfiff die nächste Löwen-Möglichkeit nach einer Sternisko-Ecke. Doch Schäffler, der das Kopfballduell gegen Michael Krämer klar gewann, setzte das Leder aus sieben Metern neben den linken Pfosten (48.). Vier Minuten später die nächste gute Möglichkeit. Tarik Camdal hatte sich in den Strafraum durchgedribbelt, legt von halblinks zurück auf Fetsch, der aus zwölf Metern frei zum Schuss kam, aber René Finnemann anschoss (52.). In der 55. Minute das längst überfällige 2:0. Erneut hatte sich Camdal von links durchgespielt, legte quer auf Schäffler, der Torhüter Essig ausspielte und aus sechs Metern ins linke kurze Eck einschob. Zwei Minuten später erneut eine Riesenchance für die Löwen. Einen Schuss von Manga aus 16 Metern konnte Essig nur nach vorne abwehren, Fetsch war zur Stelle, schloss aber aus fünf Metern zu überhastete ab, so dass der am Boden liegende Torhüter erneut abwehren konnte. Bei einem Lupfer wäre er chancenlos gewesen (58.). Im Gegenzug kam Görtler aus zwölf Metern zum Schuss, doch erneut konnte Löwen-Keeper Eicher parieren (59.). Noch schöner die Parade des 19-Jährigen in der 66. Minute. Einen Freistoß für Bamberg halbrechtes zwei Meter vor der Strafraumlinie hatte Görtler mit viel Effet genau unter die Querlatte des kurzen Ecks gezirkelt, Eicher parierte den Schuss akrobatisch mit einer Hand. Alles klar für die Löwen machte Fetsch in der 73. Minute. Claus Bückle hatte sich auf der linken Seite schön durchgesetzt, ging bis zur Grundlinie, passte dann Millimetergenau in die Mitte auf den mitgelaufenen Fetsch, der aus drei Metern nur noch den Fuß zum 3:0 hinhalten musste (73.). Zwei Minuten später die Riesenchance zum 4:0. Drei Löwen stürmten alleine auf Torhüter Essig zu, Camdal in der Mitte versprang jedoch bei einem Kabinettstückchen der Ball, so dass der Bamberger Torwart den Ball am Elfmeterpunkt einfach aufnehmen konnte (75.). Dieses fiel dann in der 82. Minute. Dimitry Imbongo Boele hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, seine Flanke auf Manga konnte ein Bamberger Spieler zwar abwehren, doch Fetsch war zur Stelle, traf aus acht Metern zum 4:0.