Die Löwen feierten den zweiten Auswärtserfolg beim 1:0-Sieg in Oberhausen hintereinander und sind damit seit drei Spielen ungeschlagen. Das Tor fiel in der 63. Minute nach einem Freistoß von Alexander Ludwig. Marinko Miletic beförderte dabei den Ball ins eigene Netz. Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Ewald Lienen in Oberhausen auf Daniel Bierofka (Reha nach Bandscheiben-OP), Florin Lovin (Kreuzbandriss), Sandro Kaiser (Knieprobleme), Kushtrim Lushtaku (Bänderriss) und Kenny Cooper (Innenbandanriss) verzichten. Florian Jungwirth, Benjamin Schwarz, Manuel Schäffler und Mathias Wittek spielten tags zuvor in der U23. Michael Hofmann (3. Torwart), Mathieu Beda und Antonio Di Salvo fanden keine Berücksichtigung. Nach seiner Gelb-Rot-Sperre kehrte Stefan Aigner ins Team zurück. Dafür wurde Mate Ghvinianidze nach dem Aufwärmen aus „disziplinarischen Gründen" kurzfristig von Trainer Lienen aus der Startelf gestrichen, weil er seine Fußballschuhe in München vergessen hatte. Für ihn rückte Torben Hoffmann in die Startelf.
Spielverlauf: Die Löwen dominierten über weite Strecken die ersten 45 Minuten und besaßen auch die besseren Chancen. In der der 17. Minute tauchte Sascha Rösler nach einem Steilpass alleine vorm RWO-Tor auf, Keeper Sören Pirson lief ihm entgegen, hechtete kurz vor der nach dem Ball, traf dabei im eigenen Strafraum den 1860-Angreifer am Fuß, aber Schiedsrichter Christian Fischer verweigerte den Sechzigern den berechtigten Elfmeter. Nach einem Konter und gelungenem Zuspiel von Alexander Ludwig tauchte plötzlich Charilaos Pappas auf halblinker Position vor Keeper Pirson auf, der konnte zunächst seinen 14-Meter-Schuss abwehren. Das Leder kam zu Stefan Aigner, der halbrechts aus zwölf Metern knapp am linken Pfosten vorbeizielte (25.). Die Gastgeber hatten ihre erste Chance nach einer halben Stunde. Mike Terranova setzte sich auf dem linken Flügel gegen zwei Löwen durch, flankte auf den ersten Pfosten, Ronny König gewann das Sprintduell gegen Torben Hoffmann, setzte das Leder aber mit dem Kopf aus fünf Metern knapp über das linke Kreuzeck (31.). Kurz vor dem Pausenpfiff besaß Pappas erneut die Chance zur Führung. Mit einem Außenrist-Pass hatte Stefan Aigner den flinken Griechen auf die Reise geschickt, der lief Marinko Miletic davon, schoss aber aus 15 Metern genau auf Pirson, der den Ball mit den Beinen abwehren konnte (44.).
Nach der Pause versuchten die Rot-Weißen die Löwen unter Druck zu setzen, was ihnen auch teilweise gelang. Markus Kaya spielte Moritz Stoppelkamp auf der rechten Seite an, der flankte in die Mitte, wo Terranova in die Hereingabe sprintete, den Ball abfälschte, aber knapp das lange Eck verfehlte (57.). Drei Minuten später die nächste Möglichkeit für die Oberhausener. Heinrich Schmidtgal hatte von der linken Außenlinie aus dem Halbfeld den Ball hoch auf die rechte Strafraumseite geflankt, Moritz Stoppelkamp setzte nach, erreichte das Leder knapp vor der Grundlinie, flankte von rechts nach innen, wo Terranova aus sieben Meter den Ball mit dem Kopf nur streifte und anschließend Ronny König am Torraum das Leder aus sechs Metern verpasste (60.). Besser machten es die Löwen auf der Gegenseite. Nach einem Foul von Schmidtgal bekamen sie auf der rechten Seite einen Freistoß, den Ludwig an den ersten Pfosten flankte. Aigner streifte das Leder mit dem Kopf, gab ihm eine leichte Richtungsänderung, Miletic besorgte im Kopfballduell mit Radhouène Felhi den Rest, bugsierte den Ball aus sechs Metern mit der Schulter ins eigene Tor zur 1:0-Führung für die Löwen (63.). Danach passierte fast 20 Minuten kaum etwas vor beiden Toren. Dafür hatte es dann die Schlussphase in sich. In der 86. Minute konnte Antonio Rukavina im letzten Augenblick einen 14-Meter-Schuss von Schmidtgal blocken. Dann verweigerte Schiedsrichter Fischer in der vierminütigen Nachspielzeit erneut den Sechzigern einen Elfmeter. Pappas lief alleine auf Pirson zu, wurde bei seinem Schussversuch vom Elfmeterpunkt durch Kaya von hinten am Trikot gezogen, wodurch er nicht mehr gezielt abschließen konnte. Auf der Gegenseite kam Miletic nach einer Ecke von rechts durch Kaya zum Kopfball, köpfte aber freistehend aus neun Metern genau auf Torwart Kiraly. Emmanuel Biancucchi setzte zehn Sekunden nach seiner Einwechslung auf halbrechts zu einem Solo an, ließ zwei RWO-Spieler stehen, traf aber mit seinem Linksschuss aus 25 Metern nur den rechten Außenpfosten. Und in der 3. Minute der Nachspielzeit rettete Daniel Embers für seinen geschlagenen Torwart auf der Linie. Rösler hatte sich auf der rechten Torraumseite durchgesetzt, seine gefühlvolle Flanke auf den zweiten Pfosten köpfte Rukavina aus sechs Metern aufs Tor, doch der RWO-Verteidiger konnte den schwachen Aufsetzer abwehren. Danach war Schluss. Unterm Strich feierten die aufopferungsvoll kämpfenden Löwen einen verdienten Sieg.
Stenogramm zum Spiel
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