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21. Spieltag - 8. Februar 2010
1860 München 0 : 1 Rot Weiss Ahlen
 
08.02.2010 | 22:50 Uhr

Serie gerissen - Löwen unterliegen Ahlen 0:1

Beim Treffer von Benjamin Kern kommt Löwen-Verteidiger Mate Ghvinianidze einen Schritt zu spät.
Die Löwen verloren trotz vieler Chancen und großem kämpferischen Einsatz mit 0:1 gegen Rot Weiss Ahlen. Der TSV ließ damit wichtige Punkte auf dem Weg in die vorderen Tabellenregionen liegen und stagniert nun mit 26 Punkten auf dem 11. Rang.

Personal:
Verletzungsbedingt musste Trainer Ewald Lienen gegen Ahlen auf Torben Hoffmann (Rückenprobleme), Daniel Bierofka (Adduktorenprobleme) und Florin Lovin (Reha nach Kreuzbandriss) verzichten, José Holebas fehlte wegen einer Gelbsperre, Tarik Camdal und Peniel Mlapa spielten beim DFB-Turnier der U19, Sandro Kaiser und Michael Hofmann (3. Torwart) fanden keine Berücksichtigung und Kushtrim Lushtaku sowie Julian Leist weilten im Trainingslager der U23 in Belek/Türkei.

Spielverlauf: Wie von Trainer Ewald Lienen erwartet, stand Rot Weiss Ahlen von Beginn an sehr kompakt und defensiv gut organisiert. So hatten es die Löwen schwer, ein druckvolles Offensivspiel aufzubauen. Die erste Chance für den TSV ergab sich im Anschluss an einen Freistoß von Alexander Ludwig (8.), aber Benny Lauth, der mit dem Rücken zum Tor stand, scheiterte aus elf Metern an Torwart Sascha Kirschstein. Kurz darauf setzte Charilaos Pappas über links zu einem Flankenlauf an, ließ mit einem schönen Dribbling drei Rote stehen, aber Sebastian Pelzer klärte gerade noch am Torraumeck. Die Löwen versuchten auch in der nächsten Viertelstunde, aktiv nach vorne zu spielen, was sich gegen den tief stehenden Gegner als eine große Herausforderung herausstellte. In der 18. Minute flankte Ludwig einen Freistoß links vors Tor. Der Ball sprang von Stefan Aigners Rücken gefährlich ab, landete aber knapp neben dem linken Pfosten. Trotzdem entschied der Schiedsrichter auf Eckball für die Löwen. Ludwigs anschließende Flanke von links konnte Sascha Rösler zum Kopfball nutzen, doch Kirschstein faustete den Ball zunächst weg, jedoch genau vor die Füße von Mathieu Beda. Dessen Schuss aus neun Metern war aber zu unplatziert, stellte Ahlens Keeper vor keine allzu großen Probleme. In der 27. Minute gab es Einwurf für die Westfalen auf der linken Seite, obwohl ein Ahlener den Ball ins Seitenaus bugsiert hatte. Der Ball kam ans linke Strafraumeck, Tim Gorschlüter legte den Ball in die Mitte, wo Mate Ghvinianidze gegen Benjamin Kern einen Schritt zu spät kam. Der Ahlener Mittelfeldspieler zog aus 23 Metern ab, traf mit einem Sonntagsschuss ins linke obere Toreck zum 1:0. Kurz vor der Pause hatten die Löwen nochmals die Chance, auszugleichen. Nach einer Rechtsflanke von Aigner auf den zweiten Pfosten legte Lauth per Kopf auf Ludwig ab, doch Baldo di Gregorio konnte den Kopfball des 26-Jährigen gerade noch abblocken.

Die Löwen starteten aggressiv in die 2. Halbzeit. Nach einer Faustabwehr von Kirschstein, bei der er außerhalb des Torraums Rösler über den Haufen rannte, forderten die Löwen Elfmeter. Doch erneut blieb die Pfeife von Schiedsrichter Markus Wingenbach stumm (48.). Anschließend ging es auf dem Platz rund. Rudelbildung und heftige Löwen-Proteste waren die Folge - ohne Ergebnis. Erst in der 66. Minute kamen die Weiß-Blauen zur nächsten Großchance. Einen Freistoß von Ludwig konnte Beda zwar mit dem Kopf aufs Ahlener Tor lenken, doch Keeper Kirschstein rettete mit einer Hand auf der Linie. In der Schlussphase kam Djordje Rakic zu seinem ersten Einsatz für die Löwen, sorgte gleich für Belebung im Sturmzentrum. Nach einem strammen Schuss von Lauth aus etwa 16 Metern, ließ Kirschstein nach vorne abprallen, aber Rakic konnte daraus kein Kapital schlagen (69.). Nur eine Minute später scheiterte Pappas nach einem Solo am glänzend reagierenden Ahlener Schlussmann (70.). Die Gäste verteidigten mit viel Leidenschaft, Sechzig versuchte es immer wieder mit der Brechstange. Ohne Erfolg! Beda traf nach einem Strafraumgetümmel nur noch den Pfosten (80.). So verließ das Lienen-Team nach zuvor sieben Spielen ohne Niederlage ausgerechnet in der Allianz Arena erstmals wieder den Platz als Verlierer.
 
Stenogramm zum Spiel
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Bundesliga