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5. Spieltag - 12. September 2009
1860 München 3 : 1 SpVgg Greuther Fürth
 
12.09.2009 | 15:30 Uhr

Holebas, Lauth und Ludwig treffen

Ein kurioses Tor, das Benny Lauth gegen Keeper Stefan Loboué zum 2:0 erzielte.
Den Löwen gelang beim 3:1 im Derby gegen Greuther Fürth ein wichtiger Sieg. José Holebas hatte die Löwen sechs Minuten nach der Pause in Führung gebracht (51.), Benny Lauth erhöhte in der 74. Minute mit einem kuriosen Treffer auf 2:0. Nach dem Anschlusstor von Leonhard Haas in der 89. Minute machte Alexander Ludwig in der Nachspielzeit per Foulelfmeter den zweiten Heimsieg perfekt.

Personal: Trainer Ewald Lienen musste gegen die SpVgg Greuther Fürth lediglich auf Daniel Bierofka (Leisten-OP) und auf Stefan Aigner (Erkältung) verzichten. Ansonsten standen ihm alle Spieler zur Verfügung.

Spielverlauf: Die Löwen begannen so, wie im Vorfeld angekündigt: aggressiv und zielstrebig. Doch bereits nach sechs Minuten war die Herrlichkeit vorbei. Florin Lovin hatte einen Schussversuch von Youssef Mokhtari geblockt, dabei verletzte sich der Rumäne so schwer, dass er mit Verdacht auf Kreuzbandriss im linken Knie vom Platz getragen werden musste. Für Lovin kam Mathieu Beda (7.). Danach verloren die Sechziger ihre Dominanz, Greuther Fürth kam immer besser ins Spiel. In der 10. Minute besaßen die Franken eine Riesenchance zur Führung. Mokhtari hatte einen Eckball von links in den Rückraum geflankt, Stephan Schröck verlängerte an der Strafraumgrenze Richtung zweiten Pfosten, wo Asen Karaslavov aus kurzer Distanz unbedrängt zum Kopfball kam, aber viel zu schwach köpfte, so dass Löwen-Keeper Gabor Kiraly parieren konnte. Die erste gefährliche Szene hatten die Weiß-Blauen in der 23. Minute nach einem Konter. Charilaos Pappas drang über links nach Beda-Zuspiel in den Strafraum ein, seine flache Hereingabe klärte Karaslavov am zweiten Pfosten zur Ecke. Kenny Cooper hatte hinter ihm auf einen hohen Ball seines Teamkollegen gelauert, doch leider kam dieser nicht! Nach etwas mehr als einer halben Stunde besaßen die Fürther innerhalb von 60 Sekunden zwei gute Chancen. Mokhtari hatte nach einer Kontersituation kurz vorm Löwen-Strafraum auf links abgelegt, Edgar Prib kam aus zwölf Metern zum Schuss, zielte flach aufs kurze Eck, doch Kiraly wehrte im Fallen mit dem rechten Knie das Leder zur Ecke ab (31.). Kurze Zeit später war Prib der Flankengeber von der linken Seite. Das Leder kam genau auf José Holebas zu, doch der köpfte unbedrängt den Ball Mokhtari genau vor die Füße, der Marokkaner zog aus 14 Metern sofort ab, zielte aber weit übers 1860-Tor (32.). Trotz der besseren Chancen für die Gäste wären die Löwen beinahe mit einer Führung in die Kabine gegangen. Holebas hatte 15 Meter vor dem Fürther Strafraum auf Beda gepasst, der legte sich den Ball mit rechts vor, zog mit links aus 25 Metern ab, verfehlte aber das lange Eck knapp (39.).

In der Pause nahm Löwen-Coach Lienen einige taktische Umstellungen vor, brachte den 18-jährigen Tarik Camdal für Kenny Cooper, der auf der Außenposition im Mittelfeld gespielt hatte. Und von Beginn an waren die Sechziger wieder dominanter. Bereits in der 51. Minute wurde die offensivere Spielweise belohnt. Ein Eckball von rechts, den Alexander Ludwig getreten hatte, landete genau auf dem Kopf von José Holebas. Der Linksverteidiger konnte aus sechs Metern unhaltbar für Keeper Stephan Loboué ins rechte Eck zum 1:0 einköpfen (51.). Im Anschluss besaßen die Löwen weitere gute Chancen, die Führung auszubauen. Zwei Minuten später war es Camdal, der von links an den ersten Pfosten flankte, Lauth sprintete in den Ball, brachte ihn aber aus drei Metern nicht mehr aufs Tor. Das Leder strich knapp am linken Pfosten vorbei (53.). Noch besser die Möglichkeit in der 55. Minute. Antonio Rukavina kam an der rechten Grundlinie zum Flanken, Benjamin Lauth stieg unbedrängt in der Mitte hoch, köpfte aus sechs Metern aber am rechten Pfosten vorbei. Letztlich war es eine Unbeherrschtheit von Mirko Hrgovic, die die Löwen endgültig auf die Siegerstraße brachte. Im Zweikampf schlug er Rukavina mit der Hand ins Gesicht. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zögerte keinen Augenblick, zeigte ihm sofort die Rote Karte (63.). Die endgültige Entscheidung fiel durch einen kuriosen Treffer in der 74. Minute. Rukavina hatte von der rechten Seite geflankt, Lauth setzte zum Seitfallzieher an, aber Marino Biliskov brachte die Fußspitze dazwischen. Der Löwen-Stürmer lief sofort dem Ball hinterher, kam vor Torhüter Loboué am linken Pfosten mit dem Rücken zum Tor an den Ball, spielte das Leder mit dem Außenrist aus drei Metern am verdutzten Keeper vorbei, traf zum 2:0 ins kurze Eck. Damit besitzt der Löwen-Torjäger gute Chancen auf das „Tor des Monats". Danach hätten die Weiß-Blauen etwas fürs Torverhältnis tun können. Doch beste Chancen blieben gegen die dezimierten Fürther ungenutzt. So traf Pappas zum Beispiel mit einem 19-Meter-Schuss aus halbrechter Position nur den linken Innenpfosten (86.). Plötzlich mussten die Löwen sogar nochmals zittern. Christopher Nöthe hatte sich rechts an der Grundlinie durchgesetzt, flankte in die Mitte, wo der eingewechselte Leonhard Haas zentral ans Leder kam und aus sechs Metern auf 1:2 verkürzte (89.). Doch eng wurde es nicht mehr. Im Gegenzug konnte Aleksandar Ignjoski im Fürther Strafraum nur durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ludwig sicher zum 3:1-Endstand (90.).
 
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