Da die Sicherheitskonferenz in München (5. bis 7. Februar) abgehalten wird und deshalb in der Stadt parallel keine „Großveranstaltung" stattfinden kann, wurde das Heimspiel der Löwen gegen RW Ahlen (Montag, 8. Februar, 20.15 Uhr, Allianz Arena) von der DFL unfreiwillig zum „Topspiel" des 21. Spieltages auserkoren.
Tickets für das Spiel sind am Spieltag ab 10 Uhr an den Tageskassen erhältlich. 14.000 Karten wurden im Vorverkauf abgesetzt, aus Ahlen werden etwa 50 Fans erwartet. D:SF, Sky und Liga Total berichten live.
Trainer Ewald Lienen bezeichnet das Duell mit dem Zweitligaletzten als „Charaktertest" für seine Mannschaft. „Das ist ein Richtung weisendes Spiel für uns", so der 56-jährige Fußballlehrer. „Wir müssen über unsere Schmerzgrenze hinausgehen", fordert Lienen höchste Einsatzbereitschaft von seinen Spielern, „denn Ahlen wird in Sachen kämpferischer Einstellung keine Wünsche offen lassen." Der 1:0-Sieg von RWA gegen RW Oberhausen sei „Anschauungsunterricht" gewesen, wie in der Zweiten Liga gearbeitet werden müsse. „Das wurde von beiden Mannschaften überragend umgesetzt."
Nach der witterungsbedingten Absage in Karlsruhe am vergangenen Spieltag sind die Löwen nunmehr seit dem 22. Januar (3:0 gegen Rostock) ohne Wettkampfpraxis. Da der Spieltag erst am Montag in München komplettiert wird, hinkt Sechzig gegenüber der Konkurrenz nun sogar zwei Spiele hinterher. Der Abstand nach oben sei zwar größer geworden, weiß Kapitän Benny Lauth, aber die Konkurrenz ist zumindest noch in Sichtweite. „Die anderen haben auch Punkte liegen gelassen", sagt Lauth, „mit einem Sieg können wir was gutmachen." Womit die Zielsetzung auch klar definiert ist gegen die wiedererstarkten Westfalen (vier Punkte aus den beiden letzten Partien): drei Punkte müssen her! Allerdings wird das Spiel alles andere als ein Selbstläufer. „Die Ahlener Mannschaft hat keine Ähnlichkeit mit der aus der Vorrunde. Sie haben sehr schnelle Leute in der Offensive dazubekommen", warnt Lienen davor, den Kontrahenten zu unterschätzen. „Wir müssen hellwach sein und ihr Konterspiel unterbinden. Sie haben nicht umsonst 0:0 in Kaiserslautern gespielt. Da haben sie um ihr Leben gekämpft, und das werden sie gegen uns auch tun!" Ohnehin sei jedes noch verbleibende Match ein „Endspiel" für sein Team. „Wir stehen nach wie vor mit dem Rücken zur Wand und in einer Tabellenregion, wo wir nicht sein möchten."
Personal: Neu-Löwe Djordje Rakic (ausgeliehen bis Saisonende von Red Bull Salzburg) gehört am Montag erstmals zum 18er-Kader. Peniel Mlapa, Tarik Camdal und Björn Bussmann (Torhüter der U23) nehmen derzeit mit der deutschen U19-Nationalmannschaft an einem Turnier in La Manga (Spanien) teil und kehren erst am kommenden Mittwoch nach München zurück. Das erste Spiel wurde mit 1:2 gegen Norwegen verloren; heutiger Gegner ist Polen (16 Uhr), am Dienstag geht's gegen Portugal. Neben dem Gelb-gesperrten José Holebas muss Ewald Lienen weiterhin auf Torben Hoffmann (Rückenprobleme), Florin Lovin (Reha nach Kreuzbandriss) und Daniel Bierofka (Adduktorenprobleme) verzichten. Letztgenannter wird in den nächsten 14 Tagen individuell bei Ex-DFB-Physiotherapeut Oliver Schmidtlein arbeiten. „Wir geben ihm alle Zeit der Welt", sagt Lienen. „Es geht nicht darum, wie schnell Daniel wieder zurückkommt, sondern dass er seine Karriere fortsetzen kann. Nach seiner ‚Odyssee' ist im Moment die volle Belastbarkeit nicht gegeben!" Kushtrim Lushtaku und Julian Leist reisen heute Abend mit der Löwen-U23 ins einwöchige Trainingslager nach Belek (Türkei).
Voraussichtliche Aufstellungen:1860: 1 Kiraly - 2 Rukavina, 6 Beda, 5 Felhi, 19 Ghvinianidze - 8 Ignjovski, 18 Ludwig - 15 Aigner, 17 Pappas - 11 Lauth, 10 Rösler.
Ersatz: 12 Tschauner (Tor) - 3 M. Antonio, 9 Rakic, 21 Kaiser, 22 Uzoma, 27 Schäffler, 35 Biancucchi, 36 Stahl.
Nicht dabei: 4 Hoffmann (Rückenprobleme), 7 Bierofka (Adduktorenprobleme), 14 Holebas (Gelbsperre), 20 Camdal (DFB-Turnier mit der U19), 24 Lovin (Reha nach Kreuzbandriss), 25 Hofmann (3. Torwart), 26 Mlapa (DFB-Turnier mit der U19), 32 Lushtaku, 34 Leist (beide Trainingslager mit U23).
RWA: 1 Kirschstein - 2 Busch, 23 di Gregorio, 19 Döring, 17 Blondelle - 16 Gorschlüter, 3 Kern - 24 Jenner, 28 Ollé Ollé - 9 Bröker, 15 N'Diaye.
Ersatz: 33 Lenz (Tor) - 5 Kittner, 7 Lartey, 10 Book, 12 Köse, 13 Blacha, 18 Lofo Bongeli, 20 Wiemann, 22 Özkara, 25 Vrancic, 26 Tankulic, 27 Ntela, 29 Pelzer.
Nicht dabei: 4 Omodiagbe, 11 Toborg (beide nicht berücksichtigt), 6 Maul (Laufbahn beendet), 8 Thioune (Reha).
Schiedsrichter: Markus Wingenbach (Diez); Assistenten: Robert Kampka (Mainz), Markus Sinn (Filderstadt); 4. Offizieller: Wolfgang Walz (Pfedelbach).