lebenslauf

Geburtsdatum: 06.02.1989
Nationalität: Deutsch
Größe: 186
Gewicht: 82
Vereine:

MSV Duisburg (ausgeliehen Saison 2010/2011), TSV 1860 München (2001 - 2010), TSV Moorenweis (bis 2001)

Position: Angriff

„Mit Ehrgeiz kannst du alles erreichen!“

(Februar 2009) In Mainz war es endlich so weit: In seinem 18. Zweitligaspiel erzielte Manuel Schäffler (20) sein erstes Profi-Tor für die Löwen. Ein wichtiges zudem, der Anschlusstreffer leitete die Wende zum Punktgewinn bei den 05ern ein. Cheftrainer Marco Kurz selbst war es, der Schäffler das Vertrauen schenkte, obwohl der Stürmer, der in 31 Regionalligaspielen bereits achtmal traf, in seinen ersten 17 Einsätzen in der Zweiten Liga ohne Tor blieb.

In Mainz stellte er Schäffler von Beginn an auf, ein großer Vertrauensbeweis für das Löwen-Talent, noch dazu in einem Spiel von solcher Bedeutung. Doch der Juniorennationalspieler hat - genau wie sein Trainer - immer an sich geglaubt. „Irgendwann musste der Knoten platzen", sagte Schäffler, „es gibt halt einfach Zeiten, da muss man einfach dran bleiben." Schon im Trainingslager bewies Schäffler seine Qualitäten, erzielte das Siegtor beim 1:0-Erfolg gegen CD Marino. Auch beim Testspiel beim VfR Aalen zeigte sich der Moorenweiser treffsicher, glich in der letzten Minute zum 2:2-Endstand aus. „Ich habe mir meinen Stammplatz erarbeitet und will ihn natürlich verteidigen", sagt Schäffler, dessen Einsatzwille auch durch die Kritik von außen nie gebrochen war. „Mit Ehrgeiz kannst du alles erreichen!" Ehrgeiz zeigte er vor allem in den Derbys gegen den Nachbarn von der Säbener Straße.

Unvergessen wird sein 3:2-Siegtreffer des Regionalligaderbys am 2. August 2007 bleiben. Sechs Minuten vor Spielende nahm er eine Kopfballverlängerung mit dem Rücken zum gegnerischen Tor an, drang mit einem Hackentrick in den Bayern-Strafraum ein, ließ zwei Gegner stehen und steuerte von der linken Seite Richtung Tor. Aus beinahe unmöglichem Winkel zog er am linken Torraumeck ab. Drei Bayern-Spieler plus Torwart wollten den Schuss abwehren, doch das Leder schlug genau neben dem kurzen Pfosten zum entscheidenden Treffer ein. Noch nie hat Schäffler mit den diversen Nachwuchsmannschaften der Löwen ein Derby gegen die „Roten" verloren, umso deutlicher wird sein klar formuliertes Ziel. „Ich will in der Bundesliga gegen Bayern ein Tor schießen", so sein Traum. Bis dahin ist freilich noch ein weiter Weg zu absolvieren, auch für den Stürmer, dessen Idol kein Geringerer als Wayne Rooney ist. „Er macht Tore aus unmöglichen Situationen, gibt keinen Ball auf", so Schäffler. „Und hat einen Mords-Schuss!" Wie auch der 20-jährige Löwen-Stürmer? Schäffler schmunzelt: „Nein, die Spielart ist schon ein wenig anders." Immerhin - zum Nationalspieler hat er es schon gebracht, wenn auch im Nachwuchsbereich. Am 3. September 2008 wurde er beim Freundschaftsspiel gegen die österreichische U20 in der Halbzeitpause beim Stand von 1:1 eingewechselt. Schäffler legte ein ordentliches Debüt hin, bereitete den letzten Treffer des Spiels zum 4:2 vor. Nun hofft er auf weitere Einsätze im Nationalteam. „Das war für mich ein tolles Gefühl, im deutschen Trikot aufzulaufen", sagt der Stürmer.

„Ich will natürlich wieder da hin." Bei der erfolgreichen U19-Europameisterschaft im Sommer stand Schäffler nicht im Kader, war jedoch auf Abruf nominiert. Enttäuschung spürt er deswegen nicht. „Die Mannschaft hat super Arbeit abgeliefert", sagt Schäffler. „Ich selbst hatte ja noch ein wenig Nachholbedarf nach meiner Verletzung." 2001 kam der Stürmer vom TSV Moorenweis bei Fürstenfeldbruck zu den Löwen. Schon bei seinem Heimatverein stand er im Mittelpunkt. „Meine Mitspieler und Gegner waren damals zwei Jahre älter als ich", erinnert sich der 20-Jährige. „Trotzdem habe ich auch bei meinem Heimatverein schon viele Tore geschossen." Aufgefallen ist er den Löwen-Verantwortlichen bei einem Auswahlspiel, als er für die Zugspitzgruppe eingesetzt wurde - auf Bezirksebene. „Ich habe zusammen mit Sandro Kaiser, der heute bei der U23 spielt, in der Zugspitzauswahl gespielt. Von den Löwen wurde ich dann zu einem Probetraining eingeladen." Und dann ging alles sehr schnell. „Die Umstellung war natürlich schon recht groß, vor allem spielerisch", erklärt der Offensivspezialist. „Aber ich habe auch bei den Löwen gegen zwei Jahre ältere Gegner gespielt ..." Im vergangenen Jahr schaffte er dann den Sprung, von dem jeder junge Fußballer träumt.

Schon in der Hinrunde zählte er zu den Stammkräften beim TSV 1860. Trainer Marco Kurz, der ihn beim 0:0 in Köln in der Saison 2007/2008 erstmals eingewechselt hatte, hält viel von dem Talent, sieht ihn aber noch am Anfang. „Manuel ist ein recht dynamischer Spieler, der einen guten Einsatzwillen zeigt", so Kurz. „Er ist ein Nachwuchsstürmer, den wir Stück für Stück nach vorne bringen wollen, damit er zu einer festen Größe werden kann." Unter Kurz kam Schäffler auch zu seinen ersten Einsätzen bei der U23. 2006/2007 wurde er beim 0:0 beim VfB Stuttgart II eingewechselt. Drei weitere Kurzeinsätze folgten in dieser Spielzeit. Bereits ein Jahr später war er Stammspieler und kam zum ersten Profi-Einsatz. Empfohlen für die Profi-Mannschaft wurde er von Uwe Wolf, dem heutigen Co-Trainer der Zweitliga-Mannschaft. Wolf, 2007/2008 Coach der U23, fiel der Stürmer schon in seiner Zeit als U19-Trainer der TSG 1899 Hoffenheim positiv in der Bundesliga auf. „Den Unterschied zwischen Hoffenheim und Sechzig hat nur der Sturm ausgemacht." Bei den Löwen spielten damals Timo Gebhart und Schäffler im Angriff. „Manu ist ein guter Junge", so Wolf.

Kurz hat mit Schäffler noch einiges vor, sieht den 20-Jährigen am Anfang einer großen Karriere. „Von der Grundeinstellung her ist Manuel sehr talentiert", sagt Kurz. „Aber der Herrenbereich ist natürlich ein großer Unterschied zur U19 oder zur U23. Er hat sich weiterentwickelt, ist in seiner Physis sehr stabil. Wir sind mit seiner Entwicklung sehr zufrieden, aber er ist erst am Anfang." Tore sind dabei die richtige Antwort auf aufkeimende Kritik, die allerdings hauptsächlich durch die Medien forciert wurde. „Tore sind immer wichtig für Stürmer", so Kurz. „Manuel war immer nah dran, hat auch in den Testspielen in der Winterpause getroffen und es jetzt endlich in einem Pflichtspiel geschafft. Jedes Tor ist wichtig. Das wird ihm Selbstvertrauen geben." Schäffler selbst spricht von einem „befreiendem Gefühl", betrachtet die Angelegenheit aber schon wie ein gestandener Profi: „Für einen Stürmer ist es normal, auch einmal eine Flaute zu haben." Trotzdem hat er nicht mit einem Einsatz in Mainz von Beginn an gerechnet. „Um ehrlich zu sein, war ich schon überrascht", gestand er freimütig. Jedenfalls hat er sich beim Trainer für das Vertrauen gebührend bedankt. Nun würde er am Liebsten gleich nachlegen und nicht wieder 17 Spiele warten, bis zu seinem nächsten Profitreffer ...

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Torschützenliste

Pl. Name Tore
1 Kevin Volland 14
2 Benjamin Lauth 11
3 Stefan Aigner 11
4 Daniel Bierofka 6
5 Djordje Rakic 5
6 Daniel Halfar 3
7 Guillermo Vallori 2
8 Sandro Kaiser 1
9 Stefan Buck 1
10 Necat Aygün 1
11 Manuel Schäffler 1
12 Kai Bülow 1
13 Dominik Stahl 1
14 Christopher Schindler 1
15 Jonatan Kotzke 0
16 Maximilian Nicu 0
17 Gabor Kiraly 0
18 Timo Ochs 0
19 Vitus Eicher 0
20 Dennis Malura 0
21 Collin Benjamin 0
22 Daniel Hofstetter 0
23 Bobby Wood 0
24 Markus Ziereis 0
25 Marcel Kappelmaier 0
26 Sebastian Maier 0
27 Phillipp Steinhart 0
28 Arne Feick 0
29 Antonio Rukavina 0
30 Benjamin Schwarz 0
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