lebenslauf

Geburtsdatum: 25.11.1982
Nationalität: Deutsch/Rumänisch
Größe: 185
Gewicht: 75
Vereine:

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Position: Mittelfeld
  • im Verein seit Januar 2012
  • Bisherige Vereine *
    | 1988 - 1994 TuS Prien
    | 1994 - 1997 TSV 1860 Rosenheim
    | 07/1997 - 01/2004 SpVgg Unterhaching
    | 02/2004 - 07/2004 Rot-Weiß Erfurt
    | 01/2005 - 06/2006 SV Wehen Wiesbaden
    | 07/2006 - 06/2007 Wacker Burghausen
    | 07/2007 - 06/2008 SV Wehen Wiesbaden
    | 07/2008 - 06/2010 Hertha BSC Berlin
    | 07/2010 - 01/2012 SC Freiburg

Max Nicu: „Ich brauche dieses Wohlfühl-Gefühl"

März 2012 - Am letzten Tag der Transferfrist wechselte Maximilian Nicu (29) vom SC Freiburg an die Grünwalder Straße. Für die Löwen ist er eine echte Verstärkung. Für den Neuzugang selbst ist es die Rückkehr in seine Heimat.

Aus dem Breisgau wollte Maximilian Nicu in der Winterpause unbedingt weg. Spricht man ihn auf die jüngste Vergangenheit an, wird schnell deutlich, dass die letzten Wochen nicht zu den schönsten Momenten in seiner Laufbahn zählen. „Ein für allemal abhaken" möchte er jenes Kapitel, das im Sommer 2010 eigentlich recht hoffnungsvoll begonnen hatte. Der Mittelfeldspieler wechselte von Hertha BSC Berlin nach Freiburg, weil man ihm dort das Gefühl gegeben hatte, „dass sie mich unbedingt haben wollten, dass sie mir eine gute sportliche Perspektive geben".

War die erste Saison mit 23 Einsätzen aus seiner Sicht „okay", lief es im zweiten Jahr überhaupt nicht mehr. Lediglich viermal durfte er in der aktuellen Spielzeit für die Breisgauer aufs Feld, davon nur einmal über die volle Distanz. Darüber hinaus kam er einmal im DFB-Pokal gegen die SpVgg Unterhaching zum Einsatz, aber auch hier war nach 67 Minuten Schluss. Unterm Strich definitiv zu wenig - sportlich sowieso, aber auch zwischenmenschlich war in der Beziehung zwischen dem in Prien am Chiemsee geborenen Bayer und dem Sportclub aus Freiburg Eiszeit ausgebrochen. Warum man nicht mehr mit ihm planen wollte? „Eine richtige Begründung, eine Erklärung habe ich nie bekommen." Alles in allem sei das Ganze „ein riesengroßes Missverständnis" gewesen, und sehr viel mehr Worte will er über seinen Ex-Verein auch nicht verlieren. Mit einigen Jungs habe er nach wie vor Kontakt. Dass er seinen ehemaligen Kollegen Glück wünscht und im Abstiegskampf die Daumen drückt, ist für ihn selbstverständlich.

Umso glücklicher ist der 29-Jährige deshalb auch, dass der Transfer zum TSV 1860 am 31. Januar 2012 geklappt hat. Der Kontakt zwischen Nicus Berater Maikel Stevens und den Löwen bestand schon etwas länger. Bereits vor Weihnachten hatte man die grundsätzliche Bereitschaft abgeklopft. Doch kurz vor Schluss geriet die Verpflichtung dann doch noch einmal ins Wanken.„Ich hatte schon einen Plan B. Aber alle Alternativen waren letztendlich nicht das, was für mich in Frage gekommen wäre." Und so verständigte man sich auf einen Vertrag, der zunächst bis zum Ende dieser Saison datiert ist, inklusive einer Option auf Verlängerung. Für Maximilian Nicu hatte diese nicht die höchste Priorität. Viel wichtiger war es für ihn, Freiburg zu verlassen und zu einem Verein zu kommen, wo er sich endlich wieder wohlfühlen darf. „Dieses Wohlfühl-Gefühl", wie er es ausdrückt, ist für die neue Nummer 8 der Löwen ein ganz wesentlicher Faktor. „Ich bin vielleicht der Typ, der Vertrauen braucht", beschreibt sich der sympathische Spieler selbst. Nicht immer sei dies bei seinen bisherigen Stationen selbstverständlich so gewesen.

"Berlin war bisher meine beste Zeit"

Und so kann der im offensiven Mittelfeld so vielseitig einsetzbare Neuzugang („Ich bin kein statischer Spieler") auf eine durchaus abwechslungsreiche Fußball-Vita blicken. Nach Unterhaching folgten Vereine wie Rot-Weiß Erfurt, TuS Koblenz, SV Wehen, Wacker Burghausen, Hertha BSC und eben zuletzt der SC Freiburg. „Berlin war bisher sicher meine beste Zeit", erzählt er rückblickend. Bei Hertha habe er sich sehr wohl gefühlt; den Sprung in die höchste Spielklasse und das „Neuland Bundesliga" hat Nicu gemeistert - nicht zuletzt, weil er um die Unterstützung durch Trainer Lucien Favre und Manager Dieter Hoeneß wusste. Das große Vertrauen war dafür ausschlaggebend, dass ich meine Leistung abrufen konnte und den Verantwortlichen damit etwas zurückgegeben habe." Ähnlich sei es in der Vorsaison 2007/2008 beim SV Wehen-Wiesbaden gewesen, auch da hat er den Rückhalt gespürt, auch da habe es „gut funktioniert".

Der Wechsel zu den Löwen ist für Maximilian Nicu gewissermaßen die Rückkehr in seine Heimat, Bayern und München. Der Sohn rumänischer Eltern wuchs in Prien auf. Dorthin waren seine Mutter und sein Vater gezogen, als sie 1977 von Bukarest nach Deutschland kamen. Maxi und sein knapp zwei Jahre älterer Bruder Christopher spielten beide Fußball. Zunächst beim Heimatverein TuS Prien, später dann beim TSV 1860 Rosenheim, wo er Löwen-Co Wolfgang Schellenberg kennenlernte, der dort als Trainer tätig gewesen war. Wie viele andere Rosenheimer Talente und Weggefährten wie Bastian Schweinsteiger, Florian Heller oder Leo Haas, die zu den großen Münchner Vereinen gegangen sind, bekamen auch die Brüder Nicu die Chance, bei der SpVgg Unterhaching den nächsten Schritt zu machen. „Dort war zum einen die fußballerische Ausbildung sehr gut, auf der anderen Seite konnte ich in Prien wohnen bleiben und die Schule fertig machen", erzählt der Abiturient. „Für meine Eltern und für uns war das damals der ideale Weg, um beides zu vereinbaren." Nach Abschluss des Gymnasiums entschloss sich die Familie dennoch, den Chiemsee zu verlassen und nach Unterhaching umzuziehen. Das war 2002, seitdem liegt der familiäre Mittelpunkt in dem Münchner Vorort.

"Herzenssache" Rumänien

Wie eng die emotionale Verbundenheit zu seinen Eltern ist, zeigt die Geschichte um seine Berufung in die rumänische Nationalmannschaft. In der Saison 2008/2009 spielte Maximilian Nicu mit Hertha BSC Berlin in der Bundesliga eine richtig gute Rolle. Kein Wunder, dass auch der Rumäniens Nationalcoach aufmerksam wurde. Allerdings besaß Maxi, der zweisprachig deutsch-rumänisch aufgewachsen war, zu diesem Zeitpunkt noch nicht die rumänische Staatsbürgerschaft. Eine Laufbahn beim Deutschen Fußball Bund war ebenfalls nicht völlig ausgeschlossen, wenngleich weitaus weniger konkret als die Anfrage aus Bukarest. Am Ende entschloss er sich für das Land seiner Familie und am 17. März 2009 erhielt er zusätzlich zur deutschen die rumänische Staatsbürgerschaft. „Die Entscheidung für Rumänien war für mich eine Herzenssache. Ich habe meinen Eltern alles zu verdanken, und sie waren unglaublich stolz." Auch wenn es am Ende bei drei Länderspieleinsätzen geblieben ist, missen möchte Nicu diese Erfahrung nicht. Vor allem die Begegnung gegen die Auswahl Frankreichs in Paris war „absolut gigantisch". Allerdings hat er in der Nationalmannschaft gewisse „Anpassungsschwierigkeiten" gespürt, die Mentalität in Rumänien sei doch eine ganz andere als in Deutschland. „Ich hatte da schon so meine Probleme." Pünktlichkeit ist nur ein Beispiel, das dort mitunter einen etwas anderen Stellenwert genießt.

Integrationsprobleme gab es bei den Löwen dagegen keine. Im Gegenteil. Seit drei Wochen ist Maximilian Nicu nun an der Grünwalder Straße zu Hause und fühlt sich schon richtig wohl. Mit Stefan Aigner traf er ohnehin einen alten Kumpel aus gemeinsamen Zeiten bei Wacker Burghausen, wo Nicu in der Saison 2006/2007 unter Vertrag stand. „Die Jungs haben es mir super leicht gemacht und die Mannschaft ist wirklich sehr pflegeleicht", schwärmt der Rechtsfuß, dessen Debüt im Trikot der Blauen im Heimspiel gegen Energie Cottbus absolut viel versprechend verlief. Der Neuzugang durfte in der 70. Minute auf der rechten Seite für Aigner aufs Feld - und sorgte sofort für Bewegung und Belebung. „Ich habe versucht, in den 20 Minuten, die ich spielen durfte, dem Team so gut es geht zu helfen." Enttäuscht, dass er nicht auf Anhieb in der Anfangsformation stand, war er überhaupt nicht. „Der Trainer hat vor dem Spiel kurz mit mir darüber gesprochen. Und es ist doch klar, dass die Jungs, die zum Ende der Vorrunde einen guten Job machten, es verdient haben, weiter zu spielen."

Erster Sieg in der Allianz Arena

Fast wäre ihm sogar ein Premierentreffer gelungen, als er nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung einen Kopfball aus kurzer Distanz an die Latte setzte. Auch am Tor zum 2:0-Endergebnis in der 90. Minute war der Ex-Freiburger indirekt beteiligt. Er hatte sich auf der linken Seite schön durchgesetzt und quer auf Djordje Rakic gelegt. Der Serbe scheiterte, doch der Ball kam im Rückraum auf Benny Lauth, der schließlich souverän einnetzte. Maxi ist also angekommen, und Cheftrainer Reiner Maurer ist mehr als zufrieden mit seinem Schützling: „Max hat sehr gut ins Spiel gefunden und hatte sofort Bindung zur Mannschaft. Ich bin überzeugt, dass er uns, auch dank seiner Erfahrung, weiterhelfen wird."

Im Augenblick ist Maximilian Nicu einfach nur zufrieden und glücklich. Angekommen und aufgenommen bei den Löwen. Mit seinem tollen Debüt hat er außerdem eine persönliche Serie beendet. „Ich habe zum ersten Mal in der Allianz Arena gewonnen. Und das war ein richtig gutes Gefühl." Wenn das kein guter Einstand ist. Einer erfolgreichen Zeit beim TSV 1860 steht also nichts im Wege.

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Torschützenliste

Pl. Name Tore
1 Kevin Volland 14
2 Stefan Aigner 11
3 Benjamin Lauth 11
4 Daniel Bierofka 6
5 Djordje Rakic 5
6 Daniel Halfar 3
7 Guillermo Vallori 2
8 Dominik Stahl 1
9 Kai Bülow 1
10 Necat Aygün 1
11 Stefan Buck 1
12 Christopher Schindler 1
13 Sandro Kaiser 1
14 Vitus Eicher 0
15 Antonio Rukavina 0
16 Benjamin Schwarz 0
17 Arne Feick 0
18 Marcel Kappelmaier 0
19 Daniel Hofstetter 0
20 Phillipp Steinhart 0
21 Sebastian Maier 0
22 Collin Benjamin 0
23 Jonatan Kotzke 0
24 Bobby Wood 0
25 Daniel Jais 0
26 Markus Ziereis 0
27 Maximilian Nicu 0
28 Gabor Kiraly 0
29 Timo Ochs 0
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