SECHZIGMÜNCHEN.
 

Ois Guade! Bubi Bründl feiert 75. Geburtstag.

Im Derby am 30. März 1968, das die Löwen mit 3:2 gewannen, spielte Bubi Bründl (re.) seinen Freund Franz Beckenbauer (li.) schwindlig. 

Die Löwen gratulieren Ludwig „Bubi“ Bründl zu seinem 75. Geburtstag. Als Nachwuchskicker gehörte der Münchner in der Saison 1965/1966 zum Kader des TSV 1860, blieb aber im Meisterschaftsjahr ohne Bundesliga-Einsatz.

Geboren wurde Bubi Bründl am 23. November 1946 in der bayerischen Landeshauptstadt. Mit 13 Jahren kam er zu den Löwen, durchlief dort die Nachwuchsteams und wurde auch in die DFB-Auswahl berufen. „Während der Lehrgänge als Junioren-Nationalspieler habe ich immer mit Franz Beckenbauer auf einem Zimmer gelegen. Man muss sich vorstellen, damals waren der Franz und meine Person die einzigen bayrischen Spieler, die nominiert wurden“, erzählt der Ex-Stürmer schmunzelnd.

1965 rückte er in den Kader von Max Merkel auf, blieb aber in seinem ersten Jahr ohne Einsatz in der Bundesliga. In der Saison 1966/1967 trug er mit sechs Toren in 18 Spielen seinen Teil zum Gewinn der Vize-Meisterschaft bei. Bis 1968 spielte der Mittelstürmer für die Sechzger, absolvierte insgesamt 42 Bundesligaspiele, erzielte dabei 13 Tore.

Seine beste Leistung im Löwen-Trikot lieferte er am 30. März 1968 ab. Beim Derby wiesen die Sechzger den FC Bayern weitaus deutlicher in die Schranken, als es das Ergebnis von 3:2 aussagt. Allen voran Bubi Bründl, der selbst einen Franz Beckenbauer schwindlig spielte und als Krönung auch den Treffer zum 3:0 in der 57. Minute erzielte. Vorher hatten Fredi Heiß und Zjelko Perusic getroffen. Dabei waren die Bayern als klarer Favorit in dieses Derby gegangen. Sie lagen auf Platz zwei, die Löwen lediglich auf Rang 13.

Im Herzen blieb Bubi Bründl immer Löwe, auch wenn er ab 1968 für andere Klubs spielte. Nach einer Saison beim 1. FC Köln mit nur 13 Einsätzen und einem Tor wechselte er 1969 zu den Stuttgarter Kickers in die damalige Regionalliga, wurde dort in der Spielzeit 1970/1971 mit 21 Treffern Torschützenkönig der Südstaffel.

Braunschweigs Trainer Otto Knefler holte ihn im Sommer 1971 in die Erste Liga zurück. Insgesamt kam der in Eichenau wohnende pensionierte Verlagskaufmann auf 150 Bundesliga-Einsätze und erzielte dabei 42 Tore. 1972 wurde Bründl im Trikot von Eintracht Braunschweig mit zehn Treffern Torschützenkönig des damaligen UEFA-Pokal-Wettbewerbes – in nur drei Runden! Gegen die nordirische Mannschaft von Glentoran Belfast erzielte er beim 6:1-Sieg allein fünf Treffer. Schon im Hinspiel war Bründl das Tor zum 1:0-Triumph geglückt. Auch gegen Athletic Bilbao und Ferencvaros Budapest traf er. Gegen die Ungarn reichte es aber nicht zum Weiterkommen. Seine Profikarriere ließ Bründl in der Schweiz bei Vevey Sports ausklingen.

Obwohl er zu den besten Angreifern seiner Zeit gehörte wurde er nie für die Nationalmannschaft nominiert. Er selbst hat eine Erklärung parat: „Zum einen hatte ich mit Uwe Seeler, Gerd Müller und Jupp Heynckes brutale Konkurrenz.“ Erschwerend kam hinzu, dass zu seiner Zeit in Braunschweig die niedersächsischen Löwen nicht so im Fokus standen wie andere Klubs. „Das Problem war zusätzlich, dass die Eintracht nie Livespiele bekam und mit wenigen Sendeminuten in der Sportschau abgespeist wurde“, so Bründl.

Nach seiner aktiven Laufbahn schnürte Bründl die Fußballschuhe bei der 1860-Traditionself und bei verschiedenen Benefizspielen. Zusammen mit dem verstorbenen Manni Wagner, der mit Bründl über ein paar Ecken verwandt war, organisierte er viele Jahre die Traditionsmannschaft. 

Die Löwen wünschen Bubi alles Gute zum Geburtstag und vor allem Gesundheit sowie ein langes Leben.

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