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Kauczinski fordert gegen Aue: „Bock haben, den Kampf anzunehmen!“

Die Löwen empfangen im mittleren Spiel der Englischen Woche nach drei Siegen in Folge den FC Erzgebirge Aue. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist am Dienstag, 3. März 2026 um 18.60 Uhr. Die Partie ist live bei MagentaSport zu sehen. Außerdem überträgt das Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ das Spiel.
Löwen-Trainer Markus Kauczinski fordert von seinem Team auch gegen Aue, die Basics auf den Platz zu bringen.

Löwen-Trainer Markus Kauczinski fordert von seinem Team auch gegen Aue, die Basics auf den Platz zu bringen.

Zunächst wurde Löwen-Trainer Markus Kauczinski über die personelle Situation befragt. „Alle haben das Spiel gegen Hoffenheim II gut verkraftet, kleinere Blessuren gibt’s immer“, erklärte er. Fehlen werden gegen Aue weiterhin die langzweitverletzten Max Christiansen, Kilian Jakob und Tunay Deniz sowie die im Aufbau befindlichen Sean Dulic und Samuel Althaus. Hinzu kommen wegen Gelb-Sperre Philipp Maier und David Philipp. Damit muss der 45-jährige Chefcoach auf sieben Spieler verzichten. „Je weniger es sind, umso weniger Entscheidungen muss ich treffen“, so seine pragmatische Einschätzung der Lage. Gerade die Gelb-Sperren gehörten im Laufe der Saison zum „Business“, wie Kauczinski es ausdrückt. „Es ist nicht schön, aber es war ohnehin die Idee da, in der Englischen Woche zu wechseln. Jetzt können andere zeigen, was sie draufhaben!“

Ein Fingerzeig könnten die Einwechslungen in Hoffenheim sein. Für Philipp kam Justin Steinkötter in die Partie, für Maier Damjan Dordan. „Wenn wir gegen Aue mit zwei Sechsern spielen, wird Damjan reinkommen“, macht der Löwen-Trainer dem 23-Jährigen Hoffnungen auf seinen zweiten Startelf-Einsatz. „Er hat nach seiner Einwechslung mutig nach vorne gespielt, seine Momente gehabt. Ich bin mit ihm zufrieden.“ Steinkötter, den Kauczinski schon in der vorhergehenden Löwenrunde lobte, wäre mit seiner Schnelligkeit eine Alternative zu Philipp. Eher unwahrscheinlich dagegen, dass Florian Niederlechner oder Patrick Hobsch den Platz einnehmen. „Es ist eine Konstellation entstanden, die wir im Moment präferieren. Das kann sich aber auch wieder verdrehen“, sagt der Trainer dazu.

Ebenfalls in Wartestellung befindet sich Jesper Verlaat. „Die Jungs, die spielen, machen einen super Job“, zeigt sich Kauczinski mit seiner Dreierkette zufrieden. „Jesper hat eine längere Pause gehabt, jede Einheit tut ihm gut. Er kann sicher noch zulegen“, lautet seine Einschätzung. Dagegen hat sich Kevin Volland zuletzt als Führungsspieler unentbehrlich gemacht. „Er hat das Gefühl für den Mitspieler, kann seine Nebenleute einsetzen und harmoniert mit den anderen. Dazu ist er selbst torgefährlich, hat einen guten Lauf“, schwärmt Kauczinski vom Ex-Nationalspieler. Trotzdem müsse man schauen, wie es kräftemäßig beim 33-Jährigen aussehe bei drei Spielen innerhalb von sieben Tagen.

Zwar haben die Löwen drei Siege in Folge gefeiert, doch gerade bei der Kraichgauer-Reserve war nach der frühen Führung nicht alles Gold, was glänzt. „Wir haben dem Gegner zu viele Räume gegeben, sind nicht mehr aggressiv angelaufen und haben zu viele Bälle verloren.“ Das sei beim Video-Studium am Tag vor dem Spiel nochmals thematisiert worden. „Verteidigen ist ein Job von allen. Jeder einzelne muss seine Aufgaben erfüllen“, mahnt Kauczinski an. 

Mit dem Erzgebirge Aue kommt ein Team nach München, das mit dem Rücken zur Wand steht. Das Bild vom angeschlagenen Boxer findet Kauczinski trotzdem nicht passend. „Sie sind genauso gefährlich wie jedes andere Team in der 3. Liga“, findet er. „Jede Aufgabe ist was Besonderes, darauf müssen wir uns einstellen. Auch wenn Aue auf einem Abstiegsplatz steht, können sie gut Fußball spielen und haben individuell starke Spieler“, warnt Kauczinski. „Sie werden um jeden Punkt kämpfen.“

Zwei Spieler stechen aus Löwen-Sicht besonders heraus: Marcel Bär, im Sechzger-Trikot Drittliga-Torschützenkönig, und Julian Guttau, bis vergangenen Sommer im Kader der Giesinger. Obwohl beide aufgrund von Verletzungen nicht übermäßig viel gespielt haben, ist Bär der beste Torschütze der Westsachsen und Guttau der erfolgreichste Vorlagengeber. „Wir werden alles dafür tun, dass sie gegen uns nicht treffen“, kündigt Kauczinski an. „Dafür müssen wir unseren Job erledigen. Dazu gehört, dass wir solche Spieler rausnehmen.“

Auf die leichte Schulter werden die Löwen den FC Erzgebirge, der einen Tag nach dem Auftritt in München sein 60-jähriges Vereinsjubiläum feiert, nicht nehmen. „Eine Mannschaft, die glaubt, überheblich zu sein, gehört nicht nach vorne“, stellt Kauczinski klar. „Wir müssen immer unsere Basics auf den Platz bringen, um erfolgreich zu sein, einfach Bock haben, den Kampf anzunehmen!“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN 

1860: 21 Dähne (Tor) – 37 Schifferl, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 23 Dordan, 5 Jacobsen, 41 Lippmann – 31 Volland – 34 Hobsch, 22 Haugen.
Ersatz: 12 Qela, 40 Bachmann (beide Tor) – 4 Verlaat, 7 Niederlechner, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 29 Rittmüller, 30 Wolfram, 33 Faßmann, 42 Klose, 43 Fuchs, 44 Husic.
Es fehlen: 8 Philipp, 13 Christiansen, 18 Jakob, 20 Althaus, 25 Dulic, 26 Maier, 27 Pfeifer, 36 Deniz.

AUE: 1 Männel (Tor) – 17 Fallmann, 16 Malone, 23 Barylla, 29 Collins – 19 Guttau, 10 Günther-Schmidt – 8 Clausen, 34 Stefaniak – 15 Bär, 24 Ehlers.
Ersatz: 22 Lord, 36 Uhlig (beide Tor) – 5 Simnica, 7 Weinhauer, 9 Bornschein, 11 Uhlmann, 13 Majetschak, 14 Tashchy, 20 Fabisch, 30 Seiffert, 39 Schmid, 45 Ocansey.
Es fehlen: 6 Özkan, 25 Zobel.

Schiedsrichter: Tom Bauer (Mainz); Assistenten: Luca Schlosser (Montabaur), Timo Frenger (Kaiserslautern); Vierter Offizieller: Philipp Hofheinz (Niefern-Öschelbronn).