Kauczinski will ins Toto-Pokal-Finale und es besser machen als in der Liga.

Löwen-Trainer Markus Kauczinski würde sich über einen engen Terminplan zum Saisonende freuen.
Die Begegnung wird wie immer nicht nur im analogen TV übertragen, sondern parallel im Internet unter www.ardmediathek.de/br/live/ gestreamt. Kommentator ist Marcel Seufert, durch die Sendung führt Moderator Markus Othmer.
1860-Trainer Markus Kauczinski wurde auf der Löwenrunde vorm Pokal-Halbfinale zunächst auf ein Sport1-Interview angesprochen. Dort hatte der 56-Jährige gesagt, dass er sich bei Aufstieg ein Löwen-Tattoo stechen lassen würde. „Ich habe das gesagt, weil ich immer noch glaube, dass was geht. Wir haben, seit ich hier bin, schon zwei Serien gestartet.“ Eine dritte halte er für möglich, weil die Mannschaft an sich glaubt und sehr kritische mit der Niederlage in Duisburg umgegangen sei. „Es war erwartbar, dass wir irgendwann wieder verlieren. Die Frage ist nur, wie wir da rauskommen.“ Er sei optimistisch, dass das Team die passende Reaktion zeigen werde.
Der Pokal sei eine willkommene Abwechslung. „Ich mag die Alles-oder-Nichts-Spiele, das juckt“, erklärt Kauczinski. Er finde den Wettbewerb gut, weil er in der Qualifikation für den DFB-Pokal münde. „Wir wollen den Titel holen, werden alles geben, um ins Finale zu kommen.“ Daneben habe das Spiel in Regensburg noch einen weiteren Aspekt. In der Liga haben die Löwen mit 0:4 im Jahnstadion verloren. „Wir wollen unbedingt zeigen, dass wir es besser können“, so die Maßgabe.
Gefühlt sei das Spiel noch nicht lange her, findet der 1860-Chefcoach. „Regensburg ist eine kompakte Mannschaft, die uns vom Tempo her fordert und als Team homogen und geschlossen auftritt. Unser Anspruch ist zu zeigen, dass wir es besser können als im Ligaspiel. Es war die schlechteste Saisonleistung, die wir geboten haben.“ Und der Auftritt hätte zum Umdenken angeregt. „Danach haben wir uns durchgeschüttelt und gemerkt, dass es nicht der richtige Weg ist.“
Personell wird es keine großen Änderungen im Vergleich zum letzten Drittligaspiel geben. Neben den langzeitverletzten Max Christiansen, Kilian Jakob, Sean Dulic, Manuel Pfeifer und Tunay Deniz fällt erneut Damjan Dordan aus. „Er steht nicht zur Verfügung“, sagt Kauczinski, „die Knieverletzung ist zwar besser geworden, aber das Risiko ist uns zu groß, dass er sich wieder verletzt.“ Auch Loris Husic wird in der Oberpfalz fehlen. Wesentlich ärgerlicher ist die Verletzung von Jesper Verlaat, die er sich am Donnerstag im Training zugezogen hat. „Er hat einen Schlag abbekommen“, erklärt Kauczinski. Über Nacht wäre das Ganze eingeblutet. „Kurzfristig ist ein Einsatz nicht möglich. Damit ist eine Änderung hinfällig, die wir uns vorgenommen hatten.“ Der Kapitän sollte in der Oberpfalz seine Chance erhalten und in der Startelf stehen. Ob weitere Änderungen in der Anfangsformation vorgesehen sind, wollte der Trainer nicht verraten. „Auf jeden Fall werden wir nicht wechseln, um zu wechseln“, kündigt er an.
Der Endspielgegner steht bereits fest. Die Würzburger Kickers haben sich mit einem 2:1-Erfolg über Wacker Burghausen bereits qualifiziert, genießen als klassenniedrigerer Klub Heimrecht am 23. Mai 2026 im Toto-Pokal-Finale. Sollten die Löwen dies erreichen und in der 3. Liga noch Platz drei belegen, würde es terminlich eng werden. Denn am 22. und 26. Mai finden die Relegationsspiele zur 2. Bundesliga statt. „Es gibt schlechtere Konstellationen“, findet Kauczinski. „Ich würde mich darauf freuen, denn dann weiß ich, dass wir es gut gemacht haben!“ Er hätte dann aber ein Problem mit seiner Frau. „Sie fragt mich ständig: Wann ist Urlaub?“ Es wäre für alle Löwenfans wünschenswert, wenn die Antwort lange ausbleiben würde…
MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN
REG: 12 Wechsel (Tor) – 37 Wurm, 4 Strauss, 44 Karbstein – 25 Oliveira, 6 Saller, 29 Fein, 26 Bauer – 21 Hottmann, 30 Kühlwetter, 20 Posselt.
Ersatz: 32 Weidinger (Tor) – 5 Müller, 7 Schönfelder, 8 Geipl, 10 Beckhoff, 11 Eichinger, 13 Dietz, 14 Ziegele, 22 Stolze, 27 Hermes, 31 Mätzler, 33 Seidel.
Es fehlen: 1 Gebhardt, 23 Pollersbeck, 35 Hingerl, 40 Seibold.
1860: 21 Dähne (Tor) – 37 Schifferl, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 26 Maier, 5 Jacobsen, 41 Lippmann – 31 Volland – 8 Philipp, 22 Haugen.
Ersatz: 12 Qela, 40 Bachmann (beide Tor) – 7 Niederlechner, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 20 Althaus, 29 Rittmüller, 30 Wolfram, 33 Faßmann, 34 Hobsch, 42 Klose, 43 Fuchs, 44 Husic.
Es fehlen: 4 Verlaat, 13 Christiansen, 18 Jakob, 23 Dordan, 25 Dulic, 27 Pfeifer, 36 Deniz.
Schiedsrichter: Andreas Hummel (Betzigau); Maximilian Hafeneder (Holzkirchen), Raffael Dauner (München); Vierter Offizieller: Dennis Martin (Grafenwöhr).