Löwen-Abschied: Servus, macht’s guad!

Die Löwen verabschiedeten vor dem Spiel gegen Ingolstadt acht Spieler, die gesamte Mannschaft stand vor der Westkurve Spalier.
Der TSV 1860 München bedankt sich recht herzlich bei:
Vor zwei Jahren kam Thore Jacobsen als Stammspieler von Zweitligist SV Elversberg zu den Löwen. Der 15 Kilometer nördlich von Hamburg geborene Mittelfeldspieler, der beim HSV und Werder Bremen ausgebildet wurde, führte zuletzt in Vertretung des verletzten Jesper Verlaat die Sechziger als Kapitän aufs Spielfeld. Er war unumstrittener Stammspieler, absolviert 68 Drittliga-Spiele für den TSV 1860, erzielte dabei zwölf Tore, meist per Elfmeter, und bereitete vier vor. Zudem kam er vier Mal im Toto-Pokal zum Einsatz (2Tore/1 Assist).
Clemens Lippmann war der Shooting-Star der aktuellen Spielzeit. Der gebürtige Münchner kam 2023 vom FC Deisenhofen in die U19 der Junglöwen, schaffte als variabler Schienenspieler – Trainer Markus Kauczinski setzte ihn sowohl auf der rechten als auf der linken Seite ein – den Sprung in die 3. Liga, wo er 24 Spiele (1/1) absolvierte. Drei Mal kam er zudem im Toto-Pokal zum Einsatz. Nachdem er sich dafür entschied, die Löwen nach dieser Saison zu verlassen, kam der 19-Jährige nicht mehr zum Einsatz. Übrigens: Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Xaver spielt in der U19 der Sechzger.
Der pfeilschnelle David Philipp wechselte zur Saison 2024/2025 von Viktoria Köln an die Isar. Bei Werder Bremen war der gebürtige Hamburger ausgebildet worden, spielte in der U18 und U19 für die DFB-Auswahl. Im Anschluss an seine Jugendzeit wurde er von Bremen zum niederländischen Eredivisie-Klub ADO Den Haag verliehen, schaffte anschließend nicht den Sprung ins Bundesliga-Team der Hanseaten und wechselte in die 3. Liga. Nach drei Jahren bei der Viktoria kam er mit großen Ambitionen zu den Sechzgern, konnte aber auch hier sein Talent nur phasenweise zeigen. In den 61 Spielen (6/6) in zwei Jahren wurde er meist ein- oder ausgewechselt.
Torhüter Miran Qela ist seit der U17 ein Löwe. Der gebürtige Fürstenfeldbrucker erlangte bundesweite Berühmtheit, als er im U19-Derby am 2. November 2024 beim FC Bayern in der Nachspielzeit das 2:2 köpfte. Während seiner Zeit bei den Sechzgern avancierte er zum U19-Nationalspieler des Kosovo. In der 3. Liga blieb Qela dagegen ohne Einsatz, fünf Mal kam er in der aktuellen Saison in der U21 in der Bayernliga Süd zum Einsatz, musste dabei sechs Gegentore hinnehmen.
Für Morris Schröter ist nach drei Jahren bei den Löwen Schluss. In der ersten Spielzeit war Schröter, der zuvor für Rostock und Dresden in der 2. Bundesliga gespielt hatte, unumschränkter Stammspieler, dann machten dem rechten Außenbahnspieler Verletzungen zu schaffen. Im zweiten Jahr halbierten sich seine Einsätze, in der aktuellen Spielzeit kam er bis zwei Partien vor dem Saisonende nur auf 45 Einsatz-Minuten. Insgesamt absolvierte der mittlerweile 30-Jährige 54 Spiele für die Löwen in der 3. Liga, erzielte dabei acht Tore und bereitete neun vor. Im Toto-Pokal kam er drei Mal zum Einsatz (2/4).
Der Österreicher Raphael Schifferl, der 2024 vom Wolfsberger AC gekommen war und davor schon bei der SpVgg Unterhaching Drittliga-Erfahrung gesammelt hatte, konnte sich erst nach dem Ausfall mehrerer Innenverteidiger einen Stammplatz erobern, zeigte dabei aber starke Leistungen. Unterm Strich kam der 26-Jährige, auch aufgrund von Verletzungen, in den zwei Jahren nur auf 35 Drittliga-Spiele, einen Einsatz in der Bayernliga Süd für die U21 und auf sechs Partien im Toto-Pokal (1/1).
Er war nicht nur der Kapitän, sondern in den letzten Jahren auch das Gesicht der Löwen: Jesper Verlaat. In dieser Saison kam der Niederländer nur auf sechs Einsätze. Mitte September 2025 hatte er eine schwere Verletzung. Nach einer monatelangen Pause erlitt er einen Rückschlag im Training, wieso er seitdem kein Spiel mehr absolvieren konnte. Menschlich wiegt der Verlust des Sympathieträgers schwer, viele Fans sind traurig, dass er den Klub verlassen muss. 2022 war der Innenverteidiger von Waldhof Mannheim zu den Löwen gekommen. Nach einer schwierigen Zeit im zweiten Jahr unter Ex-Trainer Michael Köllner avancierte Verlaat immer mehr zum Leader, wurde von der Mannschaft als Nachfolger von Stefan Lex, der seine aktive Karriere beendete, zum Kapitän gewählt. Im März 2024 verlängerte der extrovertierte und immer gutgelaunte Profi seinen auslaufenden Vertrag um weitere zwei Jahre. Der Sohn von Frank Verlaat, der unter anderem mit dem VfB Stuttgart den DFB-Pokal gewann, hat ein ungewöhnliches Ritual vor den Spielen. Er trinkt immer frischen Mate-Tee aus Kürbisbechern. In den vier Jahren absolvierte der 29-Jährige 108 Spiele in der 3. Liga für die Löwen, erzielte sieben Tore und bereitete eins vor. Zudem spielte er fünf Mal im Totopokal (1/0).
Der gebürtige Zwickauer Maximilian Wolfram kam 2024 vom SC Verl zu den Löwen. „Fitze“, wie ihn seine Kollegen nennen, zählte im ersten Jahr zum absoluten Stammpersonal, absolvierte 35 Partien in der 3. Liga. Mit acht Toren und vier Assists gehörte er zu den Topscorern im Team. Daran konnte er in dieser Spielzeit nicht mehr anknüpfen. In den 18 Einsätzen (1/0) kam der Offensivspieler größtenteils von der Bank. Neben den Drittliga-Einsätzen absolvierte Wolfram sieben Partien im Toto-Pokal (3/1).
Der TSV 1860 wünscht allen scheidenden Spielern für die Zukunft viel Glück und Gesundheit sowie viel Erfolg auf dem weiteren Karriere- und Lebensweg. Einmal Löwe, immer Löwe!
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