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Löwen-Coach Kauczinski freut sich auf ein „geiles Spiel“ gegen Rostock.

Die Löwen empfangen nach dem ersten Sieg im Kalenderjahr 2026 den F.C. Hansa Rostock. Das Verfolgerduell wird am Sonntag, 22. Februar 2026, um 13.30 Uhr im Grünwalder Stadion angepfiffen. Die Partie ist live bei MagentaSport zu sehen.
Löwen-Trainer Markus Kauczinski verspricht, sein ganzes Karma gegen Rostock in die Waagschale zu werfen.

Löwen-Trainer Markus Kauczinski verspricht, sein ganzes Karma gegen Rostock in die Waagschale zu werfen.

Trotz der starken Schneefälle der letzten Tage scheint die Drittliga-Partie am Sonntag nicht gefährdet. „Wir sind mit der Stadt im Austausch und gehen davon aus, dass das Spiel stattfindet“, sagt Felix Hiller zu Beginn der Löwenrunde in Vertretung von Pressesprecher Rainer Kmeth. Anschließend gratulierte er Cheftrainer Markus Kauczinski zu seinem 56. Geburtstag. 

Der Jubilar fuhr gleich mit der Personalsituation fort. Zunächst zählte er die beiden langzeitverletzten Max Christiansen und Tunay Deniz auf, anschließend Samuel Althaus, Sean Dulic und Manuel Pfeifer. „Sie stehen immer mal wieder auf dem Platz, machen leichte Ballarbeit“, so Kauczinski über das Trio. „Anders sieht es bei Jesper Verlaat aus. Er hat die Woche durchtrainiert und dabei einen guten Eindruck hinterlassen“, erzählt er. Trotzdem würde ihm noch etwas Pause guttun, „deswegen lassen wir offen, ob er am Sonntag schon im Kader ist“.

Der Trainer musste aber erneut eine Hiobsbotschaft verkraften. Kilian Jakob wird die nächsten Wochen wegen einer Verletzung im Beckenbereich ausfallen. Dagegen siegt es bei David Philipp gut aus. „Er ist umgeknickt, es ist aber nicht so schlimm wie befürchtet. David hat am Freitag voll mittrainiert, wird zur Verfügung stehen.“ Das gilt auch für Thore Jakob und Raphael Schifferl, die ebenfalls zu Wochenbeginn pausierten. „Thore hatte schon vor dem letzten Spiel Probleme am Knöchel. Rapha hat in Havelse ein Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Wir wollten bei beiden kein Risiko eingehen, in dem wir sie zu früh belasten“, lieferte Kauczinski die Erklärung.

Die zuletzt Gelbgesperrten Kevin Voland und Florian Niederlechner kehren zurück. Damit verfügt Kauczinski wieder über mehr Alternativen in der Offensive. Ob Philipp seinen Starplatz verliert, ist noch nicht sicher. „Er hat ein gutes Spiel in Havelse gemacht“, attestiert ihm der Coach. „Auch Maximilian Wolfram hat eine starke Woche hingelegt.“ Das gelte auch für Justin Steinkötter. „Er hat gezeigt, dass er aufgeschlossen hat und dass er sich in der 3. Liga durchsetzen kann.“ Der Kampf um die Startplätze sei im Sturm enger geworden. So könne es sein, dass man sich für eine andere Ausrichtung entscheide. „Wir haben die Idee, mehr Tempo zu bringen“, verrät Kauczinski die Gedankenspiele im Trainerteam. Eine abschließende Entscheidung sei aber nicht gefallen.

Mit einem Sieg über Rostock könnten die Löwen bis auf einen Zähler an die Hanseaten heranrücken. Doch von solchen Rechenexempeln, die vor allem von den Fans und den Medien angestellt werden, hält der Löwen-Trainer nichts, bezeichnet sie als „Meister des Konjunktivs!“ Der Fokus müsse auf der eigenen Leistung liegen und nicht auf dem, was sein könnte. In Havelse hätte sein Team einen guten Auftritt auf schwerem Geläuf hingelegt. „Aber wir wissen auch, dass mit Hansa ein anderes Kaliber auf uns wartet. Es ist eine körperlich robust besetzte Mannschaft mit einer anderen individuellen Qualität als Havelse – ein Top-Gegner.“

Für seine Mannschaft gehe es darum, in die richtige Verfassung zu kommen. „Den Pick vom Dezember müssen wir wieder erreichen. Darum kämpfen wir. Die Jungs haben in Havelse gezeigt, dass sie dort hinwollen.“ Daran arbeite man intensiv. „Wir versuchen, inhaltlich die Dinge, die nicht gut waren, besser zu machen.“ Das könne man selbst beeinflussen, „nicht was in vier oder sechs Wochen ist. Jede Mannschaft hat mal Dellen, keiner in der Liga ist konstant. Wir müssen schauen, dass wir unsere Leistung bringen, dann werden wir auch die Punkte machen“, hofft Kauczinski auf Kontinuität bei seinem Team. 

Die Löwen haben keine gute Bilanz gegen Hansa Rostock. Der letzte Sieg liegt 16 Jahre zurück. Hoffnungsvoller stimmt die persönliche Statistik des Löwen-Trainers, der mit einem Schnitt von 1,83 Punkte gegen das Team aus Mecklenburg-Vorpommern aufwarten kann. In Heimspielen ist er sogar ungeschlagen. „Die Quote ist relativ gut“, sagt er mit einem verschmitzten Lächeln. „Ich werde mein ganzes Karma reinwerfen“, verspricht er. 

Ohnehin hält Kauczinski wenig von solchen Quervergleichen. Er verweist darauf, dass die Ergebnisse in der Vergangenheit von anderen Mannschaften und unter anderen Trainern erspielt worden seien. „Wir sind in der Lage. Jedem wehzutun, haben Mannschaften wie Duisburg und Cottbus zu Hause geschlagen. Für uns gilt, auf dem Punkt da zu sein und unsere Leistung abzurufen. Wir freuen uns auf diesen Kracher. Das wird ein geiles Spiel!“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN 

1860: 21 Dähne (Tor) – 37 Schifferl, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 26 Maier, 5 Jacobsen, 41 Lippmann – 31 Volland – 34 Hobsch, 22 Haugen.
Ersatz: 12 Qela, 40 Bachmann (beide Tor) – 7 Niederlechner, 8 Philipp, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 23 Dordan, 29 Rittmüller, 30 Wolfram, 33 Faßmann, 42 Klose, 43 Fuchs, 44 Husic.
Es fehlen: 4 Verlaat, 13 Christiansen, 18 Jakob, 20 Althaus, 25 Dulic, 27 Pfeifer, 36 Deniz.

FCH: 1 Uphoff (Tor) – 19 Mejdr, 15 Gürleyen, 17 Carstens, 33 Bergh – 5 Schuster – 4 Fatkic, 13 Kunze – 9 Voglsammer, 35 Krauß – 11 Holten.
Ersatz: 25 Klewin, 30 Hagemoser (beide Tor) – 6 Dirkner, 7 Neidhart, 8 Harenbrock, 14 Lebeau, 16 Wallner, 21 Hummel, 22 Reichardt, 23 Pfanne, 27 Kinsombi, 36 Bock, 42 Dietze.
Es fehlen: 10 Stock, 37 Brzozowski.

Schiedsrichter: Luca Jürgensen (Hamburg); Assistenten: Fabian Porsch (Barsbüttel), Gerhard Alexander Ludolph (Hamburg); Vierter Offizieller: Manuel Bergmann (Laupheim).