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spielbericht

Löwen geben passende Antwort: 5:0-Kantersieg gegen den TSV Havelse.

Die Löwen schossen sich beim 5:0 in Hannover gegen Havelse den Frust von der Seele und feierten den ersten Sieg 2026. Sigurd Haugen sorgte im ersten Durchgang für die Führung (29.), Patrick Hobsch (53.), Clemens Lippmann (60.), Justin Steinkötter (83.) und Philipp Maier (88.) sorgten im zweiten Durchgang für den höchsten Saisonsieg der Sechzger.
Sigurd Haugen legte die Kugel in der 29. Minute an Torhüter Tom Opitz und Ex-Löwe Semi Belkahia vorbei, traf aus spitzem Winkel zum 1:0.

Sigurd Haugen legte die Kugel in der 29. Minute an Torhüter Tom Opitz und Ex-Löwe Semi Belkahia vorbei, traf aus spitzem Winkel zum 1:0.

Personal: Im Auswärtsspiel in Hannover gegen Havelse musste Löwen-Trainer Markus Kauczinski verletzungsbedingt auf Jesper Verlaat, Max Christiansen, Samuel Althaus, Sean Dulic, Manuel Pfeifer und Tunay Deniz verzichten. Florian Niederlechner und Kevin Volland fehlten wegen Gelbsperre sowie Loris Husic wegen eines U19-Lehrgangs mit der österreichischen Nationalmannschaft.

Spielverlauf: Die erste gute Möglichkeit hatten die Löwen nach einem Konter. Thore Jacobsen spielte auf der rechten Seite Tim Danhof tief an, dessen Hereingabe von der Strafraumseite kam aber zu unplatziert, so dass die Havelse-Abwehr zunächst klären konnte. Die Kugel kam wieder zurück zu Danhof, der hoch an den ersten Pfosten auf Sigurd Haugen flankte, der aber nicht an die Hereingabe herankam (5.). An eine Ecke von rechts durch Jacobsen war Simen Voet vor Keeper Tom Opitz im Fünfmeterraum am Ball, köpfte ihn aber aufs Tordach (11.). Kurz danach passte David Philipp von der rechten Grundlinie nach innen, Dennis Duah klärte gerade noch vor Haugen zur Ecke (12.). Diese brachte Danhof von rechts an den kurzen Pfosten, Haugen war zur Stelle, sein Abschluss wurde jedoch geblockt (13.). Die erste Viertelstunde ging klar an die Sechzger, aber wie schon vor Wochenfrist gegen die VfB-Reserve gelang kein Treffer trotz guter Möglichkeiten. In der 21. Minute hatten die Löwen-Fans mehrmals den Torschrei auf den Lippen. Jacobsen hatte Haugen im Strafraum angespielt, der Norweger verpasste knapp den Ball, Patrick Hobsch setzte nach, legte die Kugel von der rechten Grundlinie zurück auf Haugen, in dessen Abschluss aus neun Metern warf sich Johann Berger. Der Nachschuss von Jacobsen wurde ebenso von der Havelse-Defensive geblockt wie der von und Phillip (21.). Wenig später lag der Ball im Tor der Niedersachsen, doch Hobsch stand zuvor beim Zuspiel im Abseits (22.). Erstmals eingreifen musste Thomas Dähne in der 28. Minute. Nach einer flachen Hereingabe von rechts rutschte der Ball auf Lorenzo Paldino durch, der nahm den Ball aus der Drehung aus 13 Metern, jedoch war der 1860-Keeper unten, holte den Schuss aus dem langen Eck. Im Gegenzug die Führung für die Löwen. Philipp Maier bediente Haugen mit einem Außenrist-Pass, der setzte dem Zuspiel mit Tempo nach, legte die Kugel am herausstürzenden Opitz vorbei und schob sie vom linken Fünfmetereck ins leere Tor zur 1:0-Führung (29.). In der Folge agierten die Sechzger etwas passiv, ließen die Niedersachsen ins Spiel kommen. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Berger kam Duah völlig frei zum Kopfball, brachte aber das Spielgerät aus zehn Metern nicht aufs 1860-Tor (32.). Zum Glück war Havelse in dieser Phase im letzten Drittel zu unpräzise. Auch der immer tiefer werdende Platz wurde zunehmend zum Problem für beide Teams. Arlind Rexhepi bediente in der 42. Minute im Strafraum Julius Düker, der aus halblinker Position direkt abschloss, doch Max Reinthaler warf sich in den Schuss, bereinigte die Situation (42.). So nahmen die Löwen die knappe Führung mit in die Pause.

Was für eine Chance für Haugen nach Wiederanpfiff. Maier hatte auf der rechten Seite Philipp angespielt, der passte in die Mitte auf Haugen, der lief auf Opitz zu, drehte sich vor ihm nochmals nach innen, schloss dann aus neun Metern aus der Drehung ab, zielte aber um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (52.). Im Anschluss an den nächsten Angriff machten es die Löwen besser. Haugen hatte einen hohen Ball mit dem Hinterkopf auf den gestarteten Philipp verlängert, der legte an der linken Strafraumseite die Kugel quer, Hobsch am langen Pfosten hämmerte das Zuspiel aus humorlos zum 2:0 unter die Latte (53.). In der 60. Minute das 3:0. Clemens Lippmann hatte nach Doppelpass mit Philipp von der Strafraumkante aufs linke Eck abgezogen, der Schuss rutschte über Opitz‘ Hände hinweg ins Netz. Es war der erste Drittliga-Treffer des 1860-Eigengewächses! Nach einer Ecke von Besfort Kolgeci von rechts verschätzte sich Dähne, doch Düker am langen Eck kam nicht an den Ball (69.). In der 70. Minute lief Haugen alleine auf Opitz zu, doch der Ball sprang ihm im Sechzehner zu weit vom Fuß, so dass der Keeper zupacken konnte. Düker bediente fünf Minuten später Paldino, der schloss frei im Strafraum vor Dähne ab, setzte die Kugel aber aus zehn Metern am linken Eck vorbei (75.). Der eingewechselte Justin Steinkötter sorgte furs 4:0. An der Mitellinie hatte er auf Haugen halblinks gepasst, der legte die Kugel zurück in die Mitte, Steinkötter zog an Opitz vorbei, traf anschließend aus spitzem Winkel ins leere Tor (83.). Der ebenfalls eingewechselte Maximilian Wolfram scheiterte mit einem Schuss am Havelse-Keeper, anschließend flankte er auf Haugen, der aus fünf Meter genau in die Arme von Opitz köpfte (85.). Kurz vor Schluss kam Noah Klose noch zu seinem Drittliga-Debüt. Der Sohn des WM-Rekordtorschützen Miroslav Klose wurde ebenso wie Lasse Faßmann eingewechselt (87.). Nach Flanke von links durch Danhof verlängerte Reinthaler am langen Pfosten den Ball in die Mitte, wo Maier aus fünf Meter ebenfalls per Kopf zum 5:0 vollendete (88.). Nach fünf Minuten Nachspielzeit war Schluss und der erste Sieg im Jahr 2026 unter Dach und Fach. 

TRAINERSTIMMEN

Löwen-Trainer Markus Kauczinski zeigte sich nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden, sondern auch mit der Art und Weise, wie sein Team in Hannover aufgetreten war. „Es war ein Kampfspiel, das war auf dem Boden nicht anders zu erwarten. Über den Kampf sind wir irgendwann auch ins Spiel gekommen.“ Seiner Meinung nach sei der Sieg „vielleicht einen Tick zu hoch“ ausgefallen, „aber wir haben das gut gemacht, mussten lange darauf warten. Für uns fängt das Jahr 2026 jetzt erst an!“ Für den 55-Jährigen war es eine Leistung des gesamten Teams, wenngleich Sigurd Haugen herausstach. „Heute haben sich viele Spieler in den Vordergrund gespielt und endlich konnten wir mal das Ergebnis einfahren.“ Der Fokus liege nun auf dem Heimspiel in einer Woche gegen Rostock. „Alles andere ist egal, das ist ein Hammer-Spiel zweier Mannschaften, die oben mitmischen wollen. Vielleicht können wir nochmals ein bisschen heranrücken. Wir freuen uns auf das Spiel, müssen aber besser werden. Erst dann können wir drüber reden, was noch zu erreichen ist. Dafür müssen wir uns jedoch steigern!“

Havelse-Coach Samir Ferchichi wollte die Niederlage nicht überbewerten. „Wir waren die ersten 15, 20 Minuten nicht im Spiel, waren nicht gut auf den zweiten Ball und gehen mit einem gerechten 0:1 in die Halbzeit, obwohl wir in der letzten Hälfte vor der Pause unsere Spielstruktur gefunden hatten.“ Die 2. Halbzeit hätte dann gezeigt, „was es heißt, effizient zu sein. Ich glaube, wir hatten schon die eine oder andere gute Chance, aber waren dann zu kompliziert und zu verkopft vorm Tor. Auf der anderen Seite hat uns der Gegner eiskalt bestraft. Das Ergebnis ist in der Höhe bitter, aber die effizientere Mannschaft hat am Ende klar gewonnen.“

STENOGRAMM, 24. Spieltag, 14.02.2026, 14 Uhr

TSV Havelse – TSV 1860 München 0:5 (0:1)

HAV: 1 Opitz (Tor) – 15 Duah, 6 Belkahia, 4 Kolgeci – 22 Sommer, 14 Ilic - 8 J. Berger – 19 Boujellab, 10 Düker – 33 Rexhepi, 9 Paldino.
Ersatz: 29 Quindt (Tor) – 5 Minz, 7 Aytun, 11 Jaeschke, 20 Schepp, 23 Müller, 31 Oltrogge, 39 Riedel, 43 Polster.

1860: 21 Dähne (Tor) – 37 Schifferl, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 26 Maier, 5 Jacobsen, 41 Lippmann – 8 Philipp – 34 Hobsch, 22 Haugen.
Ersatz: 40 Bachmann (Tor) – 9 Steinkötter, 17 Schröter, 18 Jakob, 23 Dordan, 29 Rittmüller, 30 Wolfram, 33 Faßmann, 42 Klose. 

Wechsel: Polster für Sommer (57.), Müller für Sommer (57.), Riedel für Duah (70.), Schepp für Paldino (83.) – Dordan für Jacobsen (69.), Wolfram für Philipp (80.), Steinkötter für Hobsch (80.), Klose für Haugen (87.), Faßmann für Schifferl (87.).

Tore: 0:1 Haugen (29.), 0:2 Hobsch (53.), 0:3 Lippmann (60.), 0:4 Steinkötter (83.), 0:5 Maier (88.).
Gelbe Karten: – Jacobsen.
Zuschauer: 1.912 Eilenriedestadion Hannover.
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Gau-Odernheim); Assistenten: Stefan Zielsdorf (Haselünne), Johannes Wagner (Ingolstadt); Vierter Offizieller: Tim Kohnert (Gerwisch).

Bildergalerie

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