Löwen-Trainer Kauczinski fordert in Schweinfurt Konstanz und Spielfreude.

Löwen-Trainer Markus Kauczinski hat im Training von seiner Mannschaft diese Woche einen Schritt nach vorne gesehen.
Mindestens 2.500 Fans werden die Löwen nach Schweinfurt begleiten. Die Unterfranken sind bereits abgestiegen, trotzdem erwartet 1860-Cheftrainer Markus Kauczinski ein enges Spiel. „Schweinfurt ist eine spielstarke Mannschaft, die man erst mal bekämpfen und bespielen muss. Schon im Hinspiel haben wir uns schwergetan. Ich erwarte Einsatz von meiner Mannschaft, mehr Konstanz als zuletzt gegen Ulm und hoffe, dass wir in Schweinfurt Spielfreude zeigen und ein gutes Spiel abliefern.“
Kauczinski ist optimistisch, dass das gelingt. „Ich habe diese Woche im Training einen Schritt nach vorne gesehen, was die Energie angeht, dass Dinge funktionieren und dass die Jungs Spaß haben“, nennt er als Begründung. Mit dem letzten Auftritt gegen Ulm war der Löwen-Coach nur teilwiese zufrieden. „Wir haben in der 1. Halbzeit nur phasenweise ins Spiel gefunden, zu viele Chancen zugelassen. Erst im Laufe des Spiels sind wir besser geworden, haben in einer wilden Schlussphase die Tore gemacht gegen einen Gegner, der gewinnen musste.“ Die zwei Gegentore waren nochmals am Donnerstag im Training Thema. „Es ging dabei generell ums Verteidigen. Wir waren im letzten Drittel nicht scharf genug, haben den Gegner zu leicht passen lassen“, monierte der 56-Jährige.
Nach wie vor wird Kauczinski nicht wild experimentieren. „Wir haben schon viele junge Spieler dabei. Ansonsten könnte ich auch mit den Amateuren antreten“, sagt er, kündigt aber an, dass erstmals Xaver Kiefersauer in Schweinfurt zum Kader gehören wird. Der Kapitän der U21 sei lange verletzt gewesen, weswegen ihm noch etwas der Rhythmus fehle. „Er ist ein Wettkampftyp, der Dinge initiiert, der das Spiel in die Hand nimmt“, charakterisiert der Löwen-Trainer den 20-Jährigen. „Als Sechser ist er ein Übergangsspieler, der auch torgefährlich werden kann. Er ist eine interessante Mischung, braucht aber noch Input.“
Ansonsten will Kauczinski die Saison mit dem angestammten Kader zu Ende bringen. „Wer Leistung bringt, wird spielen, egal ob er für nächste Saison noch Vertrag hat.“ Nicht mehr zum Einsatz in dieser Saison werden Tunay Deniz und Philipp Maier aufgrund ihrer Verletzung kommen. Jesper Verlaat wurde die Woche „angetestet“, wie es Kauczinski beschreibt, ist aber vorerst kein Thema. Max Reinthaler befindet sich wieder im Lauftraining. Weiter als er sind Lasse Faßmann und Kilian Jakob, beide sind aber noch nicht im Spieltagskader, jedoch eine Option für die nächste Partie, wie Kauczinski betont. Ebenfalls wieder im Training befindet sich Max Christiansen. Dagegen wird Loris Husic vorerst pausieren. „Er bastelt an seinem Abitur und bekommt seine Zeit, um den Abschluss zu machen“, lautet die Begründung des Trainers.
Bei den „Schnüdel“ könnte Sean Dulic in die Startelf zurückkehren. Der Innenverteidiger wurde nach längerer Verletzungspause bereits gegen Ulm eingewechselt. „Ich glaube, dass es nur für 60, 70 Minuten reicht, deshalb müssen wir schauen, ob er von Anfang an spielt oder erst später reinkommt“, hat sich Kausczinski noch nicht abschließend entschieden. Dagegen wird wohl wieder Tim Danhof von Beginn an auflaufen, dem er bescheinigt, zuletzt „viele positive Momente geschaffen“ zu haben. Der Schienenspieler hat noch keinen Vertrag für die kommende Saison, konnte aber zuletzt den Trainer überzeugen. „Am Anfang hat mir sein Defensivverhalten nicht gefallen“, erklärt er, wieso der 28-Jährige zunächst bei ihm keine Rolle gespielt hat. „Daran hat er gearbeitet und zuletzt viele Dinge umgesetzt. Nach vorne ist sein Potential unumstritten, zusammen mit Kevin Volland macht er über die linke Seite viel Druck. Tim hat sich positiv entwickelt, weswegen wir den Wunsch haben, dass er hierbleibt.“ Ähnlich sei zuletzt auch die Entwicklung bei Florian Niederlechner gewesen. „Flo hat in den letzten Wochen die Momente im Training genutzt, ist dadurch besser reingekommen. Er hat einen Schritt nach vorne gemacht“, bescheinigt Kauczinski dem Routinier.
Der Löwen-Trainer wusste nicht genau, ob er in der Vergangenheit schon einmal im Sachs-Stadion gespielt hat oder ob es seine Premiere ist. „Ich glaube, dass ich mit den KSC-Amateuren schon einmal dort war, weiß es aber nicht genau. Ich freue mich aber auf jedes Spiel, auf jeden neuen Moment. Wir nehmen das als Herausforderung, der wir uns stellen.“ Ohnehin ist die Partie eine von drei Generalproben für das in drei Wochen stattfindende Endspiel im Landespokal im nur 40 Kilometer entfernten Würzburg. „Auch deshalb wollen wir die Saison ordentlich zu Ende bringen“, erklärt Kauczinski.
MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN
S05: 1 Stahl (Tor) – 18 Trslic, 30 Geis, 31 Vakouftsis – 7 Langhans, 3 Angleberger, 24 Latteier, 6 Zeller, 5 Grimbs, 13 Böhnlein – 37 Müller.
Ersatz: 36 Zorn, 40 Weisbäcker (beide Tor) – 8 Meißner, 9 Shuranov, 10 Dellinger, 11 Celebi, 15 Fery, 16 Osawe, 17 Forkel, 20 Özden, 23 Krätschmer, 25 Wintzheimer, 28 Luque-Notaro, 33 Endres.
Es fehlen: 2 Doktorczyk, 19 Piwernetz, 21 Bausenwein, 38 Kalandia, 39 Ibisi.
1860: 21 Dähne (Tor) – 29 Rittmüller, 37 Schifferl, 3 Voet, 27 Pfeifer – 5 Jacobsen, 23 Dordan – 2 Danhof, 31 Volland, 30 Wolfram – 22 Haugen.
Ersatz: 12 Qela, 40 Bachmann (beide Tor) – 7 Niederlechner, 8 Philipp, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 20 Althaus, 25 Dulic, 34 Hobsch, 35 Kiefersauer, 41 Lippmann, 42 Klose, 43 Fuchs.
Es fehlen: 4 Verlaat, 13 Christiansen, 16 Reinthaler, 18 Jakob, 26 Maier, 33 Faßmann, 36 Deniz, 44 Husic.
Schiedsrichter: Timon Schulz (Arpke); Assistenten: Hannes Ventzke (Kritzmow), Luca Sambill (Lübeck); Vierter Offizieller: Maximilian Lotz (Bauerbach).