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spielbericht

Vierter Sieg in Folge: Löwen mit glücklichem 2:1 gegen Erzgebirge Aue.

Die Löwen zitterten sich gegen den FC Erzgebirge Aue zu einem 2:1-Erfolg, feierten damit den vierten Sieg in Folge. Maximilian Wolfram brachte die Sechzger in Führung (7.), Marcel Bär glich fünf Minuten später aus (12.). Den entscheidenden Treffer erzielte im Nebel von Giesing kurz nach der Pause Sigurd Haugen (50.). Kurz danach war das Spiel wegen schlechter Sicht mehr als eine Viertelstunde unterbrochen.
Maximilian Wolfram brachte mit seinem ersten Saisontreffer die Löwen in der 7. Minute gegen Aue in Führung.

Maximilian Wolfram brachte mit seinem ersten Saisontreffer die Löwen in der 7. Minute gegen Aue in Führung.

Personal: Im Heimspiel gegen Rostock musste Löwen-Trainer Markus Kauczinski auf Max Christiansen, Kilian Jakob, Samuel Althaus, Sean Dulic und Tunay Deniz verletzungsbedingt verzichten. Wegen der 5. Gelben Karte fehlten David Philipp und Philipp Maier. Nicht im 20-Mann-Kader standen der dritte Torhüter Miran Qela, Noach Klose und Finn Fuchs.

Spielverlauf: Aue zeigte trotz Abstiegsplatz, dass sie sich keineswegs in München verstecken wollten. Ex-Löwe Julian Guttau setzte sich in der 1. Minute auf der rechten Strafraumseite durch, seine Hereingabe konnte zur Ecke geklärt werden. Gleich drei Eckbälle hatten die Sachsen in den ersten drei Minuten, am gefährlichsten war ein Kopfball von Luan Simnica, der deutlich am linken Pfosten vorbeiging (3.). Guttau prüfte halbrechts aus 20 Metern Tomas Dähne. Im Nachfassen brachte der Löwen-Keeper den Ball unter Kontrolle (5.). Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen! Das Tor machten aber die Löwen in der 7. Minute. Nach einem Einwurf von rechts passte Thore Jacobson zu Kevin Volland, der halbrechts mit links aus 14 Metern aufs lange Eck zielte, Sigurd Haugen duckte sich ab, wodurch Martin Männel den Schuss zu spät sah, ihn nur nach vorne abklatschen konnte, Maximilian Wolfram war zur Stelle, schob zum 1:0 aus kurzer Distanz ein. Fünf Minuten später der Ausgleich. Guttau hatte in die Mitte gepasst, Max Reinthaler wollte den Ball wegschlagen, schoss aber Ex-Löwe Marcel Bär an, der blitzschnell reagierte, aus zehn Metern abschloss und ins linke untere Eck zum 1:1 traf (12.). Auf der Gegenseite setzte sich Volland links im Strafraum durch, sein etwas zu hohes Zuspiel konnte Simen Voet noch drücken, traf aus sieben Metern aber nur die Latte. Aues Marvin Stefaniak hatte  in dieser Szene die ausgestreckte Hand beim Abschluss des Belgiers am Ball, doch Schiedsrichter Tom Bauer sah es nicht, sonst hätte er Elfmeter für Sechzig geben müssen (14.). In der 21. Minute glänzte Bär als Vorbereiter. Seine Hereingabe von der rechten Grundlinie auf Julian Günther-Schmid traf der Auer nicht richtig, schoss am Fünfmeterraum rechts am Tor vorbei. Ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Tim Danhof auf die lange Ecke verlängerte Reinthaler per Kopf, Voet am zweiten Pfosten kam ans Spielgerät, schob es aber knapp rechts vorbei (26.). Danach verflachte die Partie. Die Gäste überließen den Sechzger den Ball, die aber keine Lücke in der kompakten Defensive der Veilchen fand. Kurz vor der Pause rettete Dähne das Unentschieden in die Halbzeit. Im Anschluss an eine Ecke hatte Pascal Fallmann aus 17 Metern abgezogen, Bär fälschte den Schuss noch ab, doch der 1860-Keeper tauchte ab, parierte den Ball (44.). So blieb es beim 1:1.

Die Löwen starteten druckvoll in den zweiten Durchgang. Durch einen kuriosen Treffer gingen die Sechzger erneut in Führung. Nach einer Flanke von rechts kam Reinthaler zum Kopfball, Rayan Malone wollte klären, schlug eine Kerze, Männel und Eric Ulman waren sich nicht einig, wer klärt, von Voets Schulter sprang der Ball eher zufällig in die Mitte, wo Haugen am schnellsten schaltete, per Flugkopfball die Kugel zum 2:1 einschob (50.). In der 55. Minute unterbrach der Unparteiische Bauer wegen dichtem Nebel die Partie, schickte die Teams in die Kabine. Nicht nachvollziehen, dass die Westkurve diese Pause nutzte, um Pyro zu zünden, was den Nebel noch verstärkte – mehr als kontraproduktiv! Stadionsprecher Sebastian Schäch verkündete nach zehn Minuten, dass Schri Bauer um 20.30 Uhr die Partie wieder anpfeifen möchte. Die Mannschaften kamen zurück wärmten sich nochmals auf. Bei 53:35 Minuten ging’s nach einer Viertelstunde Unterbrechung weiter. Im Anschluss an eine Ecke von rechts legte Volland auf Voet ab, der hatte aber bei seinem Abschluss aus zehn Metern zu viel Rücklage, zielte deutlich übers Tor (57.). Auf der anderen Seite schoss Voet beim Klärungsversuch Dähne im Fünfmeterraum an, der Keeper reagierte aber schnell, bekam die Kugel vor dem lauernden Bär zu fassen (58.). Zwei Minuten später klärte Damjan Dordan im letzten Moment gegen Jannic Ehlers zur Ecke (60.). Ein Distanzschuss aus gut 25 Metern von Stefaniak ging abgefälscht übers 1860-Tor (72.). Nach einem Zuspiel von Marvin Rittmüller wollte Justin Steinkötter den Ball nach hinten auf Danhof ablegen, doch das Zuspiel misslang völlig (75.). Im Anschluss an eine Ecke von rechts kam Vincent Ocansey am Fünfmeterraum zum Abschluss, sein Schuss wurde geblockt, Bär setzte zum Fallrückzieher an, schoss aber aus kurzer Distanz übers 1860-Tor (86.). Aue warf in der Schlussphase alles nach vorne und hatte in der 89. Minute die Riesenchance zum 2:2. Nach einem Pass in die Schnittstelle kam Bär vor Dähne zum Abschluss, zielte aber aus zehn Metern übers leere Tor. Kurz danach kamen die Gäste dreimal im Strafraum zum Abschluss, doch jedes Mal wurde der Schuss geblockt (90.). Das Zittern ging weiter. Ein Schuss von Fallmann aus 20 Meter wurde zur Ecke abgefälscht (90.+2). Flanke auf Flanke segelte in den 1860-Strafraum. Auch ein Schuss von Malone aus acht Metern wurde geblockt (90.+3). Eine Faustabwehr von Dähne fiel Erik Weinhauer vor die Füße, aber auch sein Schuss aus neun Metern wie auch der Nachschuss konnten die Löwen klären (90.+4). Kurz danach war Schluss und die Sechzger hatten ihren vierten Sieg in Folge unter Dach und Fach. 

TRAINERSTIMMEN

Es war alles andere als ein entspannter Abend für Löwen-Trainer Markus Kauczinski. „Wir sind in der Coachingzone hin und her getigert. In unserem Fall muss man sagen: Wie ein Löwe, aber nicht auf die gute Art, sondern wir haben viele heikle Situationen zu überstehen gehabt“, kommentierte der 56- Jährige die Schlussphase. „Ich weiß nicht, wie viele Ecken es am Ende noch gegen uns gab und da kann immer einer reinrutschen!“ Sein Team sei perfekt in die Partie gekommen gegen eine verunsicherte Mannschaft. „Wir haben gut kombiniert aufgrund der Kontrolle.“ Er musste aber zugeben, dass schon in der Anfangsphase Aue zu leicht nach vorne gekommen sei. Beim 1:1 wollte er Max Reinthaler keinen Vorwurf machen. „Der rutscht ihm ab, aber wir haben seit sieben Spiele so ein Fehler nicht gehabt. Max ist ansonsten sehr konstant, sowas kann immer mal wieder passieren.“ Der Siegtreffer von Sigurd Haugen sei kein Glück gewesen, sondern Konsequenz in dieser Szene.  In letzter Linie habe sein Team immer wieder Problem gehabt. „Wir haben das mit viel Energie, viel Herz, viel Leidenschaft wettgemacht und sind zum richtigen Zeitpunkt da gewesen.“ Angesprochen auf einen möglichen Aufstieg meint Kauczinski. „Zu diesem Thema habe ich immer die gleiche Platte. Es gibt Mannschaften, die mehr Punkte haben. Heute war es ein ausgeglichenes Spiel und wir waren nicht überproportional gut, aber wir haben gewonnen. Wir wissen, dass wir solche Spiele auf unsere Seite ziehen können.“

„Das Ergebnis ist mega enttäuschend, vor allem nach der Leistung“, erklärte Aues Coach Christoph Dabrowski. „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Viele Dinge sind aufgegangen, die wir uns vorgenommen haben. Wir sind gut ins Spiel reingestartetet aber erneut in Rückstand geraten. Danach haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, einen Rückschlag wegzustecken und wiederzukommen.“ Er könne seiner Mannschaft nichts vorwerfen. „Wir haben bis zum Schluss versucht, das Spiel zu drehen, den Bann zu durchbrechen. Ein Punkt wäre nicht unverdient gewesen. Die Mannschaft ist lebendig und lebt. Ich werde den Jungs morgen wieder Mut zusprechen und sie an den positiven Dingen aufrichten.“

STENOGRAMM, 27. Spieltag, 03.03.2026, 18.60 Uhr

TSV 1860 München – FC Erzgebirge Aue 2:1 (1:1)

1860: 21 Dähne (Tor) – 37 Schifferl, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 23 Dordan, 5 Jacobsen, 29 Rittmüller – 31 Volland, 30 Wolfram – 22 Haugen.
Ersatz: 40 Bachmann (Tor) – 4 Verlaat, 7 Niederlechner, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 33 Faßmann, 34 Hobsch, 41 Lippmann, 44 Husic.

AUE: 1 Männel (Tor) – 17 Fallmann, 16 Malone, 11 Uhlmann, 29 Collins – 19 Guttau, 5 Simnica, 34 Stefaniak, 24 Ehlers – 10 Günther-Schmid, 15 Bär,
Ersatz: 36 Uhlig (Tor) – 7 Weinhauer, 8 Clausen, 9 Bornschein, 20 Fabisch, 27 Hetzsch, 30 Seiffert, 39 Schmid, 45 Ocansey.

Wechsel: Steinkötter für Wolfram (67.), Lippmann für Rittmüller (81.), Hobsch für Volland (82.), Niederlechner für Haugen (89.) – Ocansey für Günther-Schmid (64.), Clausen für Stefaniak (74.), Fabisch für Simnica (80.), Weinhauer für Guttau (80.).

Tore: 1:0 Wolfram (7.), 1:1 Bär (12.), 2:1 Haugen (50.).
Gelbe Karten: Reinthaler – Günther-Schmid, Collins, Malone, Fallmann.
Bes. Vorkommnis: Wegen Nebels war das Spiel 16:55 Minuten unterbrochen.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Tom Bauer (Mainz); Assistenten: Luca Schlosser (Montabaur), Timo Frenger (Kaiserslautern); Vierter Offizieller: Philipp Hofheinz (Niefern-Öschelbronn)1

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