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spielbericht

Saison-Abschied zu Hause mit Niederlage: Löwen verlieren 1:2 gegen Schanzer.

Die Löwen haben ihr letztes Saison-Heimspiel gegen den FC Ingolstadt 04 mit 1:2 verloren. Vor der Pause hatte Samuel Althaus die Sechzger in Führung gebracht (42.). Nach Wiederanpfiff drehten Marcel Costly (57.) und Max Besuschkow die Partie (64.). Im Vorlauf der Partie waren acht Spieler beim TSV 1860 München verabschiedet worden.
Die Eigengewächse Xaver Kiefersauer (vorne) und Samuel Althaus (re.) waren am Führungstreffer der Löwen beteiligt.

Die Eigengewächse Xaver Kiefersauer (vorne) und Samuel Althaus (re.) waren am Führungstreffer der Löwen beteiligt.

Personal: Im letzten Saisonheimspiel gegen Ulm musste Löwen-Trainer Markus Kauczinski verletzungsbedingt auf Jesper Verlaat, Thore Jacobsen, Max Reinthaler, Damjan Dordan, Philipp Maier, Kevin Volland, Noah Klose und Tunay Denizverzichten. Nach dem Abschlusstraining fiel auch noch David Philipp aus. Nicht im 20-Mann-Kader standen der dritte Torhüter Miran Qela, Clemens Lippmann sowie Finn Fuchs, der mit der U21 in Nördlingen spielte. Eigengewächs Xaver Kiefersauer gab sein Startelf-Debüt.

Spielverlauf: Die Gäste hatten in der 6. Minute die Riesenchance zur Führung. Aus der eigenen Hälfte hatte Max Besuschkow den Ball in die Schnittstelle der Innenverteidigung gespielt, Marcel Costly lief allein Richtung Löwen-Tor, wollte dann halbrechts an der Strafraumkante Thomas Dähne überlupfen, was aber vollkommen misslang, so dass der 1860-Keeper zupacken konnte. Auf der anderen Seite konterten die Sechzger. Im Strafraum wollte Sigurd Haugen quer auf Justin Steinkötter legen, doch ein Ingolstädter brachte den Fuß dazwischen, konnte in höchster Not klären (12.). Fünf Minuten später die nächste gute Möglichkeit. Florian Niederlechner wollte für Haugen im Strafraum auflegen, ihm sprang jedoch der Ball etwas zu weit vom Fuß, so passte er auf Steinkötter, der von hinten angerauscht kam, halblinks an der Strafraumkante direkt abschloss, aber genau aufs kurze Eck zielte, das David Klein im Tor der Schanzer zugemacht hatte (17.). Nach einer Linksflanke von Costly kam Besuschkow am zweiten Pfosten zum Kopfball, setzte aber aus acht Metern die Kugel links am Tor vorbei. Der Ingolstädter monierte, dass er von hinten gestoßen worden war, doch Schiedsrichter Yannick Sager winkte ab (28.). Im direkten Gegenzug kam Niederlechner im FCI-Strafraum zum Abschluss, sein Schuss war aber zu zentral, um Klein vor Probleme zu stellen (28.). Kurz danach ein Angriff über die rechte Flanke. Nach Haugens Hereingabe wurde es unübersichtlich, Samuel Althaus kam bei seinem Abschlussversuch gegen Simon Lorenz am Fünfmeterraum zu Fall, die Sechzger forderten ebenfalls Elfmeter, aber auch hier blieb der Pfiff aus (29.). Ein Schrägschuss von Manuel Pfeifer aus halblinker Position im Strafraum konnte Klein gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken (38.). In der 42. Minute spielte Xaver Kiefersauer von der Mittellinie einen öffnenden Pass auf Haugen im Zentrum, der steckte halbrechts auf Samuel Althaus durch, Torhüter Klein zögerte einen Moment mit dem Herauslaufen, so dass Althaus vor dem Schanzer an der Kugel kam, sie rechts an ihm aus zehn Metern vorbei zum 1:0 ins kurze Eck lupfte. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten getauscht.

Kurz nach Wiederbeginn setzte sich Danhof auf der rechten Seite durch, seine Flanke landete beim eingelaufenen Steinkötter, der aber knapp links am Tor vorbeiköpfte (46.). Nachdem die Schanzer danach mehr Druck aufs Sechzger-Tor ausübten, gelang ihnen in der 57. Minute der nicht unverdiente Ausgleich. Yann Sturm hatte aus dem Zentrum nach rechts auf Mattis Hoppe gepasste, dessen scharfe Hereingabe fast von der Grundlinie nahm der eingelaufene Costly aus sechs Metern direkt, traf zum 1:1 ins rechte untere Eck. Sieben Minuten später sogar die Führung für die Gäste. Costly hatte fast von der rechten Eckfahne geflankt, Besuschkow kam per Seitfallzieher aus zehn Metern zum Abschluss, setzte die Kugel unhaltbar für Dähne in die Maschen (64.). Ein Kopfball von Steinkötter am ersten Pfosten nach Eckball von links durch Danhof ging nur knapp am langen Eck vorbei (69.). Die Sechzger wurden danach wieder aktiver. Der Unparteiische pfiff nach einer gefährlichen Rechtsflanke von Danhof Foul. Angeblich hatten sich der eingewechselte Hobsch und Haugen an der Fünfmeterkante mit unfairen Mitteln eingesetzt (76.). Nach einer Hereingabe von links verschätzte sich Kiefersauer, wodurch der hinter ihm lauernde Frederik Carlsen an die Kugel kam, sie aber aus sechs Metern nicht aufs Tor brachte (80.). Ein 20-Meter-Freistoß von Sturm ging knapp über den Querbalken (83.). In der 90. Minute bediente Danhof den eingewechselten Morris Schröter im Rückraum, der halbrechts aus 15 Meter abzog, aber die Kugel übers lange Eck setzte. In der 3. Minute der Nachspielzeit köpfte Haugen die Hereingabe von rechts durch Danhof aus sechs Metern an die Latte. Wenig später schoss Raphael Schifferl halbrechts aus 15 Metern übers Tor (90.+4). Es blieb bei der 1:2-Niederlage, die aber tabellarisch für die Löwen keine Folgen hat.

TRAINERSTIMMEN

„Wir haben zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden. Danach waren wir sehr dominant“, analysierte Löwen-Coach Markus Kauczinski die 1. Halbzeit. „Auch wenn wir verloren haben, bin ich zufrieden mit dem Spiel. Leider ist es so, dass wir erneut zu wenig Tore aus unseren Chancen gemacht haben. Nach der Pause haben wir dann das Spiel aus der Hand gegeben“, kritisierte der 56-Jährige. „Es war e*in Spiel, das wir nie verlieren dürfen.“ Er attestierte seinem Team Moral. „Bis zum Schluss sind wir angelaufen, hatten noch durch Sigurd Haugen einen Lattentreffer und ein paar Halbchancen. Mich stimmen trotzdem viele Dinge heute positiv. Xaver Kiefersauer hat es bei seinem Startelf-Debüt toll gemacht, hat Regie geführt, Samuel Althaus das Tor erzielt.“ Dazu kam noch die Qualifikation für den DFB-Pokal, weil Endspiel-Gegner Würzburger Kickers sich durch einen 4:0-Sieg über Unterhaching bereits über die Liga für den Wettbewerb qualifiziert hat. Die Freude darüber hielt sich bei Kauczinski in Grenzen. „Wir haben ein Endspiel, das wir gewinnen wollen, auch wenn wir schon für den DFB-Pokal qualifiziert sind“, machte er unmissverständlich klar. 

Ingolstadts Trainerin Sabrina Wittmann war mit dem Auftakt zufrieden. „Wir sind gut in die Partie gekommen, hatten die erste Großchance.“ Nach 20 Minuten hätte ihr Team etwas den Faden verloren. „In dieser Phase mussten wir viel aushalten. In der 2. Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. Ich denke, dass wir am Ende verdient gewonnen haben.“

STENOGRAMM, 37. Spieltag, 09.05.2026, 14 Uhr

TSV 1860 München – FC Ingolstadt 04 1:2 (1:0)

1860: 21 Dähne (Tor) –25 Dulic, 35 Kiefersauer, 3 Voet – 2 Danhof, 20 Althaus, 30 Wolfram, 27 Pfeifer – 7 Niederlechner, 9 Steinkötter – 22 Haugen. 
Ersatz: 40 Bachmann (Tor) – 13 Christiansen, 17 Schröter, 18 Jakob, 29 Rittmüller, 33 Faßmann, 34 Hobsch, 37 Schifferl, 44 Husic.

FCI: 47 Klein (Tor) – 2 Hoppe, 6 Antzoulas, 32 Lorenz, 15 Scholz, 14 Plath – 17 Besuschkow, 8 Carlsen – 5 Gül, 7 Sturm – 22 Costly.
Ersatz: 25 Eisele (Tor) – 23 Maljojoki, 29 Kügel, 30 Drakulic, 34 Fröde, 39 Öztürk, 44 Kehrer, 48 Lakatos, 49 Bagaric.

Wechsel: Schröter für Niederlechner (63.), Husic für Althaus (63.), Rittmüller für Wolfram (71.), Hobsch für Steinkötter (71.), Schifferl für Dulic (82.) – Kügel für Costly (90.+2).

Tore: 1:0 Althaus (42.), 1:1 Costly (57.), 1:2 Besuschkow (64.).
Gelbe Karten: Dulic, Voet –.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Yannick Sager (Dortmund); Assistenten: Timo Frenger (Kaiserslautern), Dominic Stock (Herzebrock-Clarholz); Vierter Offizieller: Manuel Bergmann (Laupheim).

Bildergalerie

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