Serie bleibt bestehen: Löwen spielen 1:1 beim 1. FC Schweinfurt.

Sigurd Haugen sorgte mit seinem 16. Saisontreffer für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in Schweinfurt.
Personal: Im Auswärtsspiel in Schweinfurt musste Löwen-Trainer Markus Kauczinski verletzungsbedingt auf Jesper Verlaat, Max Christiansen, Max Reinthaler, Kilian Jakob, Philipp Maier, Lasse Faßmann und Tunay Deniz verzichten. Loris Husic fehlte aus schulischen Gründen. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torhüter Miran Qela, Clemens Lippmann, Noah Klose und Finn Fuchs.
Spielverlauf: Erstmals kamen die Sechzger in der 7. Minute gefährlich vors Tor der Schweinfurter. Simen Voet hatte auf der linken Seite einen weiten Ball auf Sigurd Haugen gespielt. Der Norweger behauptete sich im Strafraum, passte von der linken Grundlinie am Fünfmeterraum in die Mitte, jedoch konnten die Gastgeber die gefährliche Hereingabe zur Ecke blocken. Zwei Minuten später eroberte Manuel Pfeifer gegen Leonhard Langhans fast an der linken Eckfahne die Kugel, seine flache Hereingabe Richtung Elfmeterpunkt konnte Nick Doktorczyk gerade noch vor Florian Niederlechner klären (9.). Kurz danach kam Niederlechner auf der rechten Strafraumseite zum Abschluss, sein 14-Meter-Schuss parierte Toni Stahl zur Ecke (10.). Pfeifer war es, der in der 21. Minute als letzter Mann Sebastian Müller nach einer Kontersituation per Grätsche an der Strafraumkante stoppte. Bei 24 Grad im Schatten verschaffte Schiedsrichter Timon Schulz den Teams in der Mitte der ersten Hälfte eine Trinkpause. Kurz danach gingen die Unterfranken in Führung. Sean Dulic konnte einen hohen Ball nicht entscheidend klären, Ex-Löwe Kristian Böhnlein kam an der linken Strafraumseite zum Flanken, Müller brachte am ersten Pfosten den Fuß vor Voet an die Hereingabe, Torhüter Thomas Dähne war zwar mit der Hand dran, konnte den Einschlag zur Führung der 05er nicht verhindern (27.). Beinahe hätte Haugen zwei Minuten später die Antwort gegeben. Eine Flanke von Niederlechner aus dem rechten Halbfeld nahm der eingelaufene Norweger mit der Brust mit, schloss mit dem zweiten Kontakt am Elfmeterpunkt ab, traf aber nur den linken Pfosten (29.). In der nächsten Szene machte es Haugen besser. Voet hatte an der linken Außenlinie geflankt, Nikolaos Vakouftsis stand etwas zu weit vor dem Löwen-Torjäger, der den Ball runterpflückte, mit dem Schienbein aus zehn Metern direkt abschloss und zum 1:1 in den Winkel traf (31.). Nach dieser Druckphase der Sechzger verflachte die Partie etwas. Kurz vor der Pause nahm sie nochmals Fahrt auf. In der 44. Minute konterten die Sechzger. Tim Danhof passte von rechts scharf in die Mitte auf Haugen, doch Luca Trslic ging dazwischen, bugsierte den Ball ins Tor-Aus (44.). In der 4. Minute der Nachspielzeit düpierte Nico Grimbs Voet links an der Fünfmeterkante, doch Dähne hatte aufgepasst, warf sich auf den Ball, verhinderte so den Abschluss des Schweinfurters. Kurz danach war Pause.
Die erste Viertelstunde nach der Pause versuchten die Schnüdel, Druck zu erzeugen, doch die 1860-Defensive stand gut, ließ keine Möglichkeiten zu. In der 59. Minute tauchte Böhnlein rechts im Strafraum auf, kam aus sieben Metern zum Abschluss, Dähne parierte und anschließend bereinigte Danhof die Situation. Kurz nach seiner Einwechslung schloss Marvin Rittmüller aus 22 Meter mit seinem ersten Ballkontakt ab, sein Schuss senkte sich aufs Tor-Dach der Gastgeber (63.). Kurios die nächste Szene: Ein Rückpass rutschte Schweinfurts Stahl durch die Beine, auf der Linie erwischte der Torhüter gerade noch den Ball, verhinderte das 2:1 für die Löwen (71.). Im Anschluss an einen Eckball kam Haugen am Elfmeterpunkt zum Abschluss, sein Drehschuss mit links war aber zu zentral, so dass Stahl damit keine Mühe hatte (73.). Einen weiten Ball aus der eigenen Hälfte nahm der eingewechselte Patrick Hobsch gekonnt mit, kam im Strafraum zum Abschluss, zielte aber frei vor dem 05-Keeper aus 14 Metern am langen Eck vorbei (75.). Kurz danach feierte Xaver Kiefersauer, der Kapitän der U21, sein Profidebüt (76.). Glück hatten die Löwen in der 82. Minute, als im Anschluss an eine Ecke von rechts, die Johannes Geis an den ersten Pfosten geflankt hatte, Lucas Zeller zum Kopfball hochstieg, aber die Kugel aus sechs Metern knapp neben den rechten Pfosten köpfte. Somit blieb es bei dem „Sommer-Kick“ bei der Punkteteilung, wodurch die Löwen seit vier Spielen ungeschlagen sind.
TRAINERSTIMMEN
„Das 1:1 geht in Ordnung. Wir haben nur phasenweise gut nach vorne gespielt“, analysierte Löwen-Trainer Markus Kauczinski. „Das ist auch ein Spiegelbild der Saison, dass wir manche Sachen gut machen, manche nicht. Am Ende müssen wir mit dem Punkt leben.“ Positiv fand der 56-Jährige die ersten 20 Minuten. „Wir haben gut angefangen, uns drei, vier, fünf gute Möglichkeiten herausgespielt. Danach haben wir ein bisschen den Faden verloren, immer wieder leichte Ballverluste gehabt oder einen zweiten Ball nicht geholt – eigentlich das, was wir die ganze Zeit zeigen.“ Sein Team habe sich in der 2. Halbzeit zu wenig Torchancen erspielt. Dabei klammerte er Sigurd Haugen aus. „Er hat wieder geliefert, ist aber momentan der Einzige. Auch andere hatten Möglichkeiten. Ich hoffe, dass irgendwann mal wieder ein anderer trifft.“ Positiv bewertete der 1860-Cheftrainer das Debüt von Xaver Kiefersauer. „Das hat er gut gemacht. Er ist jetzt schon länger bei uns im Training und wir wollten ihn jetzt einfach mal sehen. Xaver hat gut nach vorne gespielt, war mutig. Das hat mir gefallen!“
Schweinfurts Coach Jermaine Jones war mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die zum vierten Mal in Folge Unentschieden gespielt hat, zufrieden. „Wir waren gut im Spiel und hatten unsere Möglichkeiten. Wenn wir die eine oder andere Sache vielleicht noch ein bisschen besser ausspielen, dann kriegen wir vielleicht noch weitere Chancen. Nichtsdestotrotz bin ich sehr zufrieden mit dem Auftreten der Mannschaft seit Wochen. Wir haben uns gut präsentiert, zeigen Woche für Woche, dass wir diese Liga mit erhobenem Haupt verlassen wollen. Die Jungs geben im Training weiter Gas arbeiten weiter und sind hungrig und wollen sich im Endeffekt mit einer guten Leistung in den Spielen belohnen“, streicht er die Mentalität seines Teams heraus.
STENOGRAMM, 36. Spieltag, 02.05.2026, 14 Uhr
1. FC Schweinfurt 05 – TSV 1860 München 1:1 (1:1)
S05: 1 Stahl (Tor) – 18 Trslic, 31 Vakouftsis, 2 Doktorczyk – 7 Langhans, 3 Angleberger, 24 Latteier, 6 Zeller, 5 Grimbs, 13 Böhnlein – 37 Müller.
Ersatz: 36 Zorn (Tor) – 10 Dellinger, 15 Fery, 17 Forkel, 20 Özden, 23 Krätschmer, 25 Wintzheimer, 30 Geis, 33 Endres.
1860: 21 Dähne (Tor) – 25 Dulic, 37 Schifferl, 3 Voet – 2 Danhof, 5 Jacobsen, 23 Dordan, 27 Pfeifer –31 Volland – 7 Niederlechner, 22 Haugen.
Ersatz: 40 Bachmann (Tor) – 8 Philipp, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 20 Althaus, 29 Rittmüller, 30 Wolfram, 34 Hobsch, 35 Kiefersauer.
Wechsel: Endres für Böhnlein (62.), Geis für Grimbs (62.), Dellinger für Langhans (80.) – Rittmüller für Dulic (62.), Hobsch für Niederlechner (62.), Kiefersauer für Dordan (76.), Philipp für Volland (76.), Steinkötter für Haugen (90.).
Tore: 1:0 Müller (27.), 1:1 Haugen (31.),
Gelbe Karten: Vakouftsis, Grimbs, Trslic – Niederlechner, Jacobsen.
Zuschauer: 9.036 im Sachs-Stadion.
Schiedsrichter: Timon Schulz (Arpke); Assistenten: Hannes Ventzke (Kritzmow), Luca Sambill (Lübeck); Vierter Offizieller: Maximilian Lotz (Bauerbach).
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