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Toto-Pokal-Finale: Für Kauczinski stehen die Chancen in Würzburg 50:50.

Die Löwen bestreiten am Samstag, 23. Mai 2026 das Toto-Pokal-Finale beim FC Würzburger Kickers. Anpfiff in der Akon Arena ist um 16.30 Uhr. Die Partie ist in Ausschnitten im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ im Analog-TV in der ARD Sportschau zu sehen. In voller Länge kann das Spiel im Internet live gestreamt werden – auf BR24Sport, in der Sportschau App sowie in der ARD Mediathek.
Für Löwen-Trainer Markus Kauczinski geht es in Würzburg zwar nicht mehr um die Qualifikation für den DFB-Pokal, dafür aber um Prestige und einen Titel.

Für Löwen-Trainer Markus Kauczinski geht es in Würzburg zwar nicht mehr um die Qualifikation für den DFB-Pokal, dafür aber um Prestige und einen Titel.

Wie immer war die Personal-Situation zu Beginn der Löwenrunde ein brennendes Thema. Trainer Markus Kauczinski wollte positiv beginnen. „Thore Jakobsen ist zurück und einsatzfähig.“ Samuel Althaus und Sean Dulic seien zwischendurch einen Tag aus dem Training rausgewesen, stünden aber beide zur Verfügung. Neben Jesper Verlaat, Florian Niederlechner, David Philipp, Max Reinthaler, Damjan Dordan, Philipp Maier, Kevin Volland und Tunay Deniz fallen auch Raphael Schifferl und Simen Voet fürs Pokalfinale aus. „Raphael hat Probleme mit dem Knie, fühlt sich nicht einsatzfähig, bei Simen ist es ähnlich.“ Damit hat der Trainer vor allem Schwierigkeiten in der Besetzung der Innenverteidigung. „Wir werden zusätzlich Ludwig Estermann aus der U19 mit in den Kader nehmen“, kündigt Kauczinski an.

Für den Löwen-Coach ist das Landespokal-Endspiel alles andere als eine Partie um die Goldene Ananas. Denn beide Teams sind bereits für die DFB-Pokal-Hauptrunde in der kommenden Saison qualifiziert. „Ich möchte das Gewinnen“, macht der 56-Jährige unmissverständlich klar. „Es ist ein Prestige, diesen Titel zu holen, auch für unseren Anhang. Wir kommen aus einer schwierigen Phase, haben die letzten Spiele verloren. Für uns geht es einfach darum, die Saison vernünftig abzuschließen. Und es ist ein Endspiel. Es gibt einen Titel. Da will ich natürlich, dass wir ein gutes Spiel machen.“ Die Aufgabe sei aber keineswegs leicht. „Würzburg kommt aus einem Lauf, hat die letzten Spiele alle gewonnen“, warnt er vor dem Regionalligisten und beziffert die Chancen auf den Pokalgewinn lediglich mit 50:50.  

„Für uns wird es wichtig sein, dass wir als Mannschaft uns gegenseitig unterstützen, dass wir die Aufgabe konzentriert und fokussiert angehen, dass die Älteren den Jüngeren, die im Zentrum viel Verantwortung übernehmen müssen, helfen.“ Genau das sei zuletzt in Verl nicht der Fall gewesen. Da seien Spieler wie Sean Dulic, Lasse Faßmann, Xaver Kiefersauer oder Samuel Althaus, die zudem aufgrund von Verletzungen nicht in ihrem Rhythmus waren, alleingelassen worden. „Deswegen muss ich die Jungen in Schutz nehmen“, so Kauczinski, „das gilt auch für Kilian Jakob, der lange raus war.“

Kauczinski erwartet, dass Würzburg in Bestbesetzung antreten wird. „Bis zum ersten Relegationsspiel sind fünf Tage dazwischen. Sie werden im Rhythmus bleiben und sich für die Relegation einspielen wollen“, so seine Begründung. „Von daher rechne ich mit der stärksten Mannschaft.“ Besonders die Offensive der Unterfranken sei gefährlich. „Sie haben individuell gute Jungs, wie Tarsis Bonga, der hier bekannt ist und gerade einen Lauf hat, oder Jermain Nischalke. Das sind Leute, die mit ihrer Klasse ein Spiel entscheiden können.“ Zudem sei Würzburg eingespielt, „einfach ein gutes Team, das über die Saison zusammengewachsen ist – gerade mit den Erfolgen in der letzten Zeit und mit vielen verschiedenen Torschützen.“ Eben ein funktionierendes Kollektiv mit einer guten Qualität.

Mindestens 4.000 Löwen-Fans werden die Mannschaft nach Würzburg begleiten. Allein das sei schon Verpflichtung, um ein gutes Spiel abzuliefern. „Ich habe das den Jungs schon nach dem Spiel in Verl im Kreis gesagt, dass wir gegenüber unserem Anhang eine Verantwortung haben.“ Wie ernst Kauczinski das nimmt, zeigt die Tatsache, dass alle Kaderspieler die Reise nach Unterfranken antreten werden. Dafür wurde auf eine offizielle Saisonabschlussfeier verzichtet. „Aus meiner Erfahrung wollen alle nach dem letzten Spiel ohnehin weg, sitzen auf gepackten Koffern. Deswegen werden wir uns im Kreis nach dem Spiel verabschieden.“ Optimalerweise als Toto-Pokal-Sieger 2026!

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN 

FWK: 1 Hipper (Tor) – 21 Hemmerich, 28 Farahnak, 17 Omore, 16 Kurzweg, - 31 Kraus, 8 Schmidt, - 30 Bonga, 13 Ochs, 29 Berisha – 9 Nischalke.
Ersatz: 12 Guttenberger (Tor) – 10 Zejnullahu, 11 Cisse, 14 Thomann, 19 Uhl, 20 Deppner, 22 Hägele, 23 Knaus, 25 Meisel, 36 Gögce, 37 Muteba.

1860: 21 Dähne (Tor) – 33 Faßmann, 35 Kiefersauer, 25 Dulic,– 2 Danhof, 20 Althaus, 5 Jacobsen, 18 Jakob – 9 Steinkötter, 34 Hobsch – 22 Haugen. 
Ersatz: 12 Qela, 40 Bachmann (beide Tor) – 13 Christiansen, 17 Schröter, 27 Pfeifer, 29 Rittmüller, 30 Wolfram, 41 Lippmann, 43 Fuchs, 44 Husic, 46 Estermann.
Es fehlen: 3 Voet, 4 Verlaat, 7 Niederlechner, 8 Philipp, 16 Reinthaler, 23 Dordan, 26 Maier, 31 Volland, 36 Deniz, 37 Schifferl, 42 Klose.

Schiedsrichter: Christopher Knauer (Isling); Assistenten: Sebastian Stadlmayr (Donaumünster-Erlingshofen), Elias Küffner (Pegnitz); Vierter Offizieller: Marco Göbet (Rimpar).