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spielbericht

Dritter Sieg in Folge: Löwen besiegen Hoffenheim II mit 2:1.

Die Löwen setzten auch bei der TSG Hoffenheim II ihren Aufwärtstrend fort, feierten beim 2:1-Erfolg den dritten Sieg in Folge. Nach der frühen Führung durch David Philipp (2.) glich Florian Micheler für die Gastgeber aus (25.). In Überzahl – Luca Ehrlein hatte die Rote Karte gesehen (50.) – erzielte Sigurd Haugen in numerischer Überzahl das Siegtor (63.).
Kevin Volland bereitete mit einem „Zuckerpass“ auf Tim Danhof die frühe Führung vor. Und auch beim 2:1 war er der Vorlagengeber.

Kevin Volland bereitete mit einem „Zuckerpass“ auf Tim Danhof die frühe Führung vor. Und auch beim 2:1 war er der Vorlagengeber.

Personal: Im Auswärtsspiel in Sinsheim gegen die U23 der TSG Hoffenheim musste Löwen-Trainer Markus Kauczinski verletzungsbedingt auf Max Christiansen, Kilian Jakob, Samuel Althaus, Sean Dulic, Manuel Pfeifer und Tunay Deniz verzichten. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torhüter Miran Qela, Maximilian Wolfram, Noah Klose, Finn Fuchs und Loris Husic.

Spielverlauf: Es waren keine 90 Sekunden gespielt, da lag der Ball bereits im Hoffenheimer Tor. Kevin Volland hatte die Kugel aus dem Zentrum tief auf die rechte Seite in den Lauf von Tim Danhof durchgesteckt, der legte ihn im Strafraum quer auf den eingelaufenen David Philipp, der aus sechs Metern nur noch zur 1:0-Führung einschieben musste (2.). Ein Auftakt nach Maß! Nach einem Eckball von links durch Danhof kam Max Reinthaler am zweiten Pfosten zum Kopfball, ein Spieler der Kraichgauer konnte jedoch, ebenfalls per Kopf, klären (7.). Beinahe wäre aus dem Nichts heraus der Ausgleich gefallen. Yannik Lührs spielte aus dem Mittelfeld das Spielgerät flach nach vorne, Deniz Zeitler verlängerte es mit der Hacke nach vorne, wodurch Ben Labes frei vor Thomas Dähne auftauchte. Der Löwen-Keeper machte sich groß, wehrte den Schuss ab und konnte den Ball im Nachfassen unter Kontrolle bringen (13.). Auch bei einem 20-Meter-Schuss von Luca Erlein aufs untere linke Eck musste sich Dähne strecken, um die Kugel abzuwehren (21.). Vier Minuten später war der Löwen-Keeper jedoch machtlos. Erlein hatte von halbrechts in die Mitte auf Florian Micheler durchgesteckt, Raphael Schifferl stand zu weit von seinem Gegenspieler weg. Der Hoffenheimer schloss aus neun Metern mit dem zweiten Kontakt ab, traf flach ins rechte Eck (25.). Die Sechzger wurden in dieser Phase für ihre Passivität bestraft, hatten nach der frühen Führung den jungen Gastgebern immer mehr die Initiative überlassen. Nach einer Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld durch Micheler konnte Schifferl an der Fünfmeterkante gerade noch Lührs beim Kopfball entscheidend stören (36.). Zur Abwechslung hatten in der 42. Minute mal wieder die Sechzger eine Möglichkeit. Philipp zog von der Mitte nach links raus, schloss dann aus spitzem Winkel selbst ab, traf aber nur das Außennetz. Vielleicht wäre eine Flanke die bessere Alternative gewesen. So ging es mit 1:1 in die Pause.

Unverändert starteten die Löwen in die 2. Halbzeit. Beinahe wäre den Sechzger wieder ein schnelles Tor gelungen. Volland nahm am Mittelkreis ein Zuspiel mit der Brust an, spielte den Ball blind in die Tiefe, Sigurd Haugen lief seinem Gegenspieler davon, wurde aber leicht nach rechts abgedrängt, scheiterte mit seinem Abschluss vom Fünfmetereck zunächst an Lukas Blöndal Petersson, auch mit dem Nachschuss konnte er den TSG-Keeper nicht überwinden. Doch die Szene war noch nicht vorbei. Die Kugel kam in die Mitte, wo Clemens Lippmann aus fünf Metern die Kugel ebenfalls nicht im Tor unterbrachte (47.). Auf der anderen Seite konnte Schifferl einen Abschluss von Labes aus sieben Metern nach Zuspiel von Micheler gerade noch entscheidend abfälschen, so dass die Kugel nur den linken Pfosten touchierte (48.). Im Anschluss an die abgewehrte Ecke sah Erlein von Schiedsrichter Jonah Besong glatt Rot, nachdem er Philipp Maier umgestoßen hatte. Der Unparteiische wertete das Vergehen des Hoffenheimers als Tätlichkeit (50.). Das bescherte den Sechzgern über 40 Minuten Überzahl. In der 62. Minute sah Philipp seine 5. Gelbe Karte, wird den Löwen am Dienstag im Heimspiel gegen Aue fehlen. Kurz nach dieser Szene traf Haugen zum 2:1. Wieder war es Volland, der den Norweger mit einem Pass in die Tiefe aus der eigenen Hälfte auf die Reise schickte. Diesmal blieb er im Eins-gegen-Eins Sieger gegen Blöndal Petersson, schob die Kugel ins rechte untere Eck (63.). Auch Maier kassierte seine fünfte Gelbe Karte (71.). Kurz danach erzielte der eingewechselte Justin Steinkötter das 3:1, doch der 26-Jährige stand beim Zuspiel knapp im Abseits (75.). In der 86. Minute hätte Volland seine Leistung endgültig krönen können, traf aber im Strafraum den Ball nach Pass von Haugen in aussichtsreiche Position nicht richtig. TSG-Torhüter Blöndal Petersson ging bereits bei einer Ecke in der 1. Minute der Nachspielzeit mit nach vorne. Die Kugel landete jedoch auf dem Kopf von Arian Llugiqi und von dort in den Armen von Dähne (90.+2). Valentin Lässig versuchte es noch aus der Distanz, verfehlte aber deutlich das 1860-Tor (90.+4). Kurz danach war der dritte Sieg für die Löwen in Folge perfekt.

TRAINERSTIMMEN

„Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, mit der Spielweise über weite Strecken nicht“, analysierte Löwen-Coach Markus Kauczinski die Begegnung. „Das frühe Tor hat uns insgesamt nicht gutgetan. Wir waren sehr langsam, haben in der 1. Halbzeit überhaupt nicht mehr ins Spiel gefunden und zurecht das Gegentor kassiert.“ Die Reaktion nach der Pause stimmte den 56-Jährigen zuversichtlich. „Wir haben gleich gut angefangen, direkt eine dicke Chance gehabt und mit der Roten Karte und dem Tor ist das Spiel auf unserer Seite gekippt.“ Trotz der Überzahl sei sein Team „nicht so selbstbewusst“ gewesen. „Wir haben ein bisschen gewackelt, haben Schiss gekriegt, anstatt das Spiel durchzuziehen und souveräner zu sein. Hoffenheim war immer gefährlich. Das hat uns ein bisschen gehemmt.“ Über Aufstieg will Kauczinski immer noch nicht reden. „Wir rennen immer noch der Zeit und den Punkten hinterher. Für uns war heute wichtig dranzubleiben, um dann in den direkten Duellen gegen Duisburg oder Cottbus, die noch kommen, unsere Chance zu haben. Deswegen ist es wichtig, solche Spiele zu gewinnen. Wir haben wirklich nicht toll gespielt und trotzdem hat die Mannschaft gut gekämpft und am Ende den Sieg auf ihre Seite gebracht.“

Stefan Kleinheismann, Trainer der Hoffenheimer U23, sprach von einem guten Auftritt seiner Mannschaft. „Mit der Leistung bin ich zufrieden. Wir sind nach dem frühen Rückstand zurückgekommen, hatten danach das Spiel unter Kontrolle, waren dominant. Direkt nach der Pause hatte Sechzig eine Dreierchance, danach haben wir den Pfosten getroffen und dann entscheidet die Rote Karte, in welche Richtung das Spiel geht.“  In Unterzahl hätte sein Team „sehr viel Gas gegeben, aber wir gehen heute wieder als Verlierer vom Platz.“, ärgerte sich der Coach, das nach siebten Spiel 2026 die sechste Niederlage stand. Den Platzverweis gegen seinen Spieler empfand Kleinheismann als zu hart. „Da müssen wir einfach erwachsener und professioneller sein“, beschrieb er diese Szene.

STENOGRAMM, 26. Spieltag, 27.02.2026, 18.60 Uhr

TSG 1899 Hoffenheim II – TSV 1860 München 1:2 (1:1)

TSG II: 1 Blöndal Petersson (Tor) – 24 Erlein, 49 Lührs, 6 Lässig, 16 Hör – 13 Abraha, 14 Micheler, 17 Engelns, 11 Hennrich, 38 Zeitler – 45 Labes.
Ersatz: 34 Onohiol (Tor) – 8 Dagdeviren, 19 Hencke, 22 Llugiqi, 23 Honajzer, 29 Makanda, 30 El-Jindaoui, 39 Bähr, 40 Donkor.

1860: 21 Dähne (Tor) – 37 Schifferl, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 26 Maier, 5 Jacobsen, 41 Lippmann – 31 Volland – 8 Philipp, 22 Haugen.
Ersatz: 40 Bachmann (Tor) – 4 Verlaat, 7 Niederlechner, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 23 Dordan, 29 Rittmüller, 33 Faßmann, 34 Hobsch.

Wechsel: Bähr für Abraha (68.), Dagdeviren für Micheler (68.), Hencke für Labes (68.), Llugiqi für Zeitler (77.), El-Jindaoui für Hennrich (82.) – Steinkötter für Philipp (65.), Schröter für Danhof (65.), Dordan für Maier (75.), Hobsch für Volland (87.).

Tore: 0:1 Philipp (2.), 1:1 Micheler (25.), 1:2 Haugen (63.).
Gelbe Karten: Micheler, Zeitler, Lührs, Engelns – Philipp, Maier, Steinkötter.
Rote Karte: Erlein (50.) –
Zuschauer: 3.917 Dietmar-Hopp-Stadion Sinsheim.
Schiedsrichter: Jonah Besong (Duisburg); Assistenten: Maximilian Lotz (Marburg); Jan Peter Weßels (Scherpenberg); Vierter Offizieller: Asmir Osmanagic (Stuttgart).

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