U19 startet in die Hauptrunde: Mit Freiburg kommt ein alter Bekannter.

Bienvenue Kawele kehrt nach überstandener Verletzung gegen den SC Freiburg zurück in den Kader der Löwen-U19.
Mit der Vorbereitung zeigt sich Trainer Jonas Schittenhelm zufrieden. „Es war generell eine gute Wintervorbereitung mit Testspielen gegen Herrenmannschaften. Das ist für die Jungs super, wenn sie den direkten Vergleich haben.“ Dabei schlugen sich die A-Junioren der Sechzger wacker. Gegen Landesligist SV Aubing gab es einen 5:1-Erfolg, gegen Bayernligist FC Ismaning eine 1:3-Niederlage und zum Abschluss besiegten die Junglöwen den SV Kirchanschöring mit 5:1.
Besonders freute sich der 40-jährige Löwen-Coach über viele Rekonvaleszente. „Das war super, weil wir viele Spieler zur Verfügung hatten, mal wieder mit einer größeren Gruppe trainieren und spielen konnten. In der Vorrunde hatten wir immer viele Ausfälle. Die Vorbereitung war auch deshalb so gut, weil ich das Gefühl hatte, dass alle noch mal einen guten Schritt nach vorne gemacht haben.“
Bis auf Jonas Körber, der für den Rest der Saison ausfällt, sind alle Mann an Bord oder arbeiten an ihrer Rückkehr, wie Mustafa Tekin, Bienvenue Kawele, Noah Plöttner, Oliver Arnits oder Georgios Genidis. Am ehesten sind Kawele und Genidis Optionen für den Kader gegen Freiburg. „Aber sie sind noch nicht bei 100 Prozent, brauchen noch etwas“, schränkt Schittenhelm ein. Dagegen befindet sich Torhüter Leon Erkocaoglan noch im Aufbau. Emre Erdogan, eigentlich im Drittliga-Kader, hatte schon die letzten Partien der Vorrunde für die U19 bestritten und soll auch in der Hauptrunde Spielpraxis in der DFB-Nachwuchsliga sammeln, wird aber gegen die Südbadener aufgrund einer Zahn-OP fehlen.
Endlich kann Bruno Mühl sein Debüt in der U19 geben. Der Verteidiger hat nach Verletzung die komplette Wintervorbereitung mitgemacht und kam in allen Testspielen zum Einsatz. „Er ist wieder auf einem guten Weg“, sagt Schittenhelm. „Bruno braucht sicherlich noch ein bisschen Zeit, um wieder sein Leistungsmaximum zu erreichen. Nach der langen Ausfallzeit muss er erst wieder in den Rhythmus kommen und Spielpraxis sammeln.“
Die Vorfreude ist groß. „Ich bin gespannt auf den Ligastart. Wir haben eine tolle Gruppe mit starken Mannschaften. Das werden super Vergleiche“, findet Schittenhelm. Neben Freiburg heißen die Kontrahenten Eintracht Frankfurt, Karlsruher SC, SSV Jahn Regensburg, SGV Freiberg und SV Rot-Weiß Walldorf.
Kurios ist, dass die Junglöwen auch in die Vorrunde gegen den SC Freiburg gestartet sind. Im Breisgau gelang ein 4:2-Erfolg. Das Rückspiel im heimischen Giesing ging dagegen mit 0:2 verloren. „Eine super Mannschaft, sehr spielstark mit guter Athletik und starken Einzelspielern. Freiburg verfolgt einen klaren Plan“, charakterisiert der 1860-Trainer den Kontrahenten, der sehr unglücklich erst am letzten Vorrunden-Spieltag an der Qualifikation für die Liga A gescheitert sei.
Schittenhelm erwartet ein „sehr enges Spiel“, ähnlich wie die beiden zurückliegenden Begegnungen. „Wir freuen uns auf ein sehr intensives Spiel und werden versuchen, dass wir gut in die Hauptrunde reinstarten. Dafür werden wir alles tun.“
In der Liga B gehe es für die Junglöwen einfach darum, „die Jungs auf dem Level zu fördern und den vielen Spielern, die in der Vorrunde ausgefallen sind, Spielminuten zu geben. Alle sind heiß und auf uns warten sehr gute Vergleiche, wo wir sehen, in welchen Bereichen wir uns noch strecken müssen. Daneben werden wir immer wieder die U21 personell unterstützen.“ Schließlich sei das Hauptziel, die Jungs an den Herrenbereich heranzuführen. Schittenhelm erwartet von jedem Einzelnen, dass er auf dem Platz anschiebt und sich im Training und in den Spielen weiterentwickelt.
Wie schnell es gehen kann, dafür ist Loris Husic das beste Beispiel. Der 18-Jährige ist seit der Winterpause fester Bestandteil der Profis. „Aktuell ist er fix oben. Das freut uns natürlich.“ Ganz abgeschrieben hat Schittenhelm den U17-Vizeweltmeister für sein Team noch nicht. „Er braucht natürlich Spielpraxis. Deshalb muss man sehen, ob er punktuell in der U21 oder bei uns zum Einsatz kommt.“