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U19: Herausforderung bei ungeschlagenem Spitzenreiter Rot-Weiss Walldorf.

Die Löwen-U19 gastiert nach ihrem ersten Sieg in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga bei Überraschungstabellenführer Rot-Weiß Walldorf. Anpfiff im B-Schmitt mobile STADION (An den Sportplätzen, 64546 Mörfelden-Walldorf) ist am Sonntag, 8. März 2026 um 11 Uhr.
Mustafa Tekin (Nummer 10), erzielte gegen die Eintracht das wichtige 4:2 und bringt neue Qualitäten ins Spiel der Junglöwen.

Mustafa Tekin (Nummer 10), erzielte gegen die Eintracht das wichtige 4:2 und bringt neue Qualitäten ins Spiel der Junglöwen.

Zuerst zur geographischen Einordnung, weil es oft Verwechslungen gibt. Walldorf ist Teil der Doppelstadt Mörfelden-Walldorf mit 32.000 Einwohnern und liegt in der Untermainebene im Rhein-Main-Gebiet, im Dreieck zwischen den südhessischen Großstädten Frankfurt am Main, Darmstadt und Wiesbaden und südlich des Frankfurter Flughafens und ist nicht zu verwechseln mit dem kurpfälzischen Walldorf nahe des Hockenheim-Rings.

Als Herbstmeister der A-Junioren Verbandsliga Süd Hessen hat sich das Team für die Hauptrunde qualifiziert und dort bisher alle bisherigen drei Partien gewonnen, 3:1 beim SC Freiburg, 4:2 gegen den Karlsruher SC und zuletzt 3:2 bei Jahn Regensburg. Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm zeigte sich von den Ergebnissen überrascht. „Das ist eine richtig gute Mannschaft“, sagt er, zusammen mit der SGV Freiberg seien zwei starke Aufsteiger in der Gruppe. „Das macht Spaß. Gerade Walldorf verfolgt einen sehr interessanten Spielansatz. Sie pressen konsequent mannorientiert, haben ein starkes Umschaltspiel und sehr schnelle Spitzen, die gut im Eins-gegen-Eins sind.“ Ihn hätten die Auftritte in den drei bisherigen Partien beeindruckt. „Das wird eine Herausforderung, auf die wir uns freuen. Wir müssen uns maximal steigern, wenn wir was mitnehmen wollen.“

Der 6:3-Sieg im letzten Heimspiel gegen den bisherigen Tabellenführer Eintracht Frankfurt kam nach zwei Niederlagen gerade recht, um den schweren Weg nach Hessen mit mehr Selbstbewusstsein anzutreten. „Klar, Siege tun immer gut und der war wichtig für den Kopf“, so die Einschätzung des 40-Jährigen. „Den haben wir gebraucht. Wenn wir gut drauf sind und volle Kapelle haben, dann müssen wir uns vor keinem Team verstecken.“

So ganz kann Schittenhelm in Walldorf aber nicht aus dem Vollen schöpfen. U17-Vizeweltmeister Loris Husic und Arian Ortivero Calderon werden die Auswärtsfahrt nach Mörfelden-Walldorf nicht antreten. Beide verstärken am Samstag die U21 beim Auswärtsspiel gegen den SV Schalding-Heining. „Wir werden ein bisschen umbauen, müssen“, sagt der Trainer, „trotzdem sind wir gut besetzt und heiß auf das Spiel.“ Ebenso wird wahrscheinlich Paul Sturm wegen einer Bänderverletzung ausfallen. Zurückkehren werden dagegen Jakob Schurz nach einer Prellung am Oberschenkel und Ludwig Estermann nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre. Auch mit Bienvenue Kawele ist wieder zu rechnen. „Er steht voll im Saft“, sagt der Coach über seinen Stürmer. 

Mustafa Tekin gab schon in Freiberg nach langer Verletzungspause sein Comeback, trug sich gegen Eintracht Frankfurt erstmals in die Torschützenliste ein und organisierte das Offensivspiel der Junglöwen. Zwar sei er noch nicht bei 100 Prozent, wie Schittenhelm betont, „aber er ist auf einem guten Weg. Ich glaube, dass bei ihm noch mehr drinsteckt. Er ist wichtig fürs Team von dem, was er mitbringt, dem Anschieben, der Organisation und von der Qualität nach vorne und nach hinten.“

Gegen Frankfurt zeigten sich die Junglöwen äußerst anfällig nach Flanken und Standards. „Das ist schon die ganze Saison ein Thema bei uns“, erzählt Schittenhelm. „Das haben wir schon die ganze Zeit auf dem Schirm, aber es ist einfach ein Entwicklungsprozess, der sich nicht von heute auf morgen einstellt.“