U19 setzt Serie fort, kommt aber nur zu einem 1:1 gegen Regensburg.

In dieser Szene in der 40. Minute verhinderte Mauricio Dunker mit einer Parade noch den Rückstand.
Die erste Möglichkeit des Spiels hatten die Gäste. Nach einem Angriff über die rechte Seite schossen sich die 1860-Verteidiger gegenseitig an, Nutznießer war Oliver Wolfski, der Richtung Tor marschierte, aber am rechten Fünfmetereck gerade noch von Arian Ortivero Calderon abgegrätscht wurde (12.). Die Junglöwen waren zwar spielbestimmend, klare Chancen konnten sie jedoch nicht kreieren. In der 21. Minute prallten Jamie Jenni und Raphael Steudtner beim Kopfballduell im Halbfeld mit den Köpfen aneinander, für beide ging es aber nach kurzer Behandlungspause weiter. Ein 18-Meter-Schuss von Emre Erdogan aus halblinker Position ging knapp am kurzen Eck vorbei (27.). Wenig später war es Lance Fiedler, der halbrechts aus elf Metern zum Abschluss gekommen war, sein Schuss wurde jedoch geblockt, der Abpraller landete als Bogenlampe bei Erdogan, dessen Kopfball aus sieben Metern aber der Druck fehlte, so dass Keeper Bejamin Lottes damit keine Probleme hatte (28.). Ansonsten war es ein Spiel mit überschaubarem Niveau und vielen Ungenauigkeiten, vor allem auf Seiten der Giesinger. In der 39. Minute gab’s nach einer Grätsche von Ludwig Estermann, bei der er Ball und Gegner getroffen hatte, halbrechts Freistoß für Regensburg. Christian Koch chipte den Ball aus 19 Metern aufs lange Eck, Mauricio Dunker streckte sich, lenkte den platzierten Schuss um den Pfosten (40.). Kurz danach war es passiert. Die Oberpfälzer eroberten die Kugel im Spielaufbau, liefen zu Zweit auf Dunker zu, David Grübler vollendete zur Gästeführung (41.). Von diesem Schock erholten sich die Sechzger bis zur Pause nicht.
Trainer Jonas Schittenhelm reagierte, brachte mit Luk Hohmann und Bienvenue Kawele für die 2. Halbzeit zwei neue Kräfte. Nach einem weiten Einwurf köpfte Ortivero Calderon seinen Gegenspieler an, kam dann aber an den Abpraller, sein Schuss halblinks aus acht Metern wurde gerade noch geblockt (48.). Ebenfalls wenig später war ein Regensburger Bein dazwischen, als halbrechts Kawele aus elf Metern abgezogen hatte (50.). Die Junglöwen waren jetzt wesentlich zwingender und gradliniger in ihren Aktionen. In der 54. Minute schalteten die Sechzger über die linke Seite schnell um, Erdogan passte nach halbrechts zu Kawele, der ließ den Ball für Ben Wohlketzetter abtropfen, der die Kugel aus 18 Metern direkt nahm, aber knapp über den Querbalken zielte. Der Ausgleich lag in dieser Phase in der Luft. Nach einem Konter kam Erdogan links bis zur Grundlinie, legte den Ball von der Fünfmeterraumseite in die Mitte, wo aber kein Mitspieler in Position gelaufen war, so dass die Möglichkeit verpuffte (63.). Einen Abpraller nach einem Einwurf von Fiedler setzte Mustafa Tekin vom rechten Strafraumeck knapp am linken Kreuzeck vorbei (69.). Einen weiten Einwurf von links durch Fiedler verlängerte Ortivero Calderon per Kopf, Tekin kam halbrechts im Strafraum zum Schuss, aber ein Verteidigerbein der Regensburger nahm dem Abschluss den Druck, so dass Lottes parieren konnte (71.). In der 80. Minute verwehrte Schiedsrichter Pirmin Phil Fronmüller den Junglöwen einen klaren Handelfmeter. Zwei Minuten später war die Szene nicht ganz so klar, aber erneut war im Strafraum eine Oberpfälzer Hand dazwischen (82.). Kurz danach lag der Ball im Tor. Ein Freistoß von der linken Seite hatte Fiedler in die Mitte geflankt, Estermann köpfte Ortivero Calderon an, den Abpraller brachte Valentin Bannert aus kurzer Distanz im Tor unter (84.). Die Junglöwen wollten mehr, kamen aber nicht mehr zu klaren Möglichkeiten. In der 3. Minute der Nachspielzeit bekamen die Regensburger nochmals einen Freistoß in zentraler Lage 20 Meter vorm 1860-To zugesprochen. Joel Lehmeier führte ihn aus, zielte aber deutlich über den Kasten. Danach war Schluss. Die Junglöwen sind damit seit vier Spielen ungeschlagen.
Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm hatte eine ausgeglichene 1. Halbzeit gesehen. „Aber es war ein eher schlechtes Spiel von uns. Wir waren nicht wirklich zufrieden., haben zu viel zugelassen und zu wenig Chancen kreiert.“ Anders mit dem zweiten Durchgang. „Da waren wir sehr dominant, hatten den Daumen drauf und waren am Drücker. Wir waren dran, das Spiel zu drehen, von daher bin ich mit der 2. Halbzeit zufrieden. Aufgrund des Spielverlaufs hätten wir den Sieg gegen Regensburg gerne mitgenommen.“ Zufrieden war der 40Jährige mit seinen Wechseln. „Die Jungs von der Bank haben wieder gezündet, wie schon in Karlsruhe ist auf sie Verlass. Traumhaft, dass Valentin Bannert den Ausgleich macht.“
STENOGRAMM
U19-DFB-Nachwuchsliga, Hauptrunde Liga B, Gruppe D
7. Spieltag, 28.03.2026, 12 Uhr
TSV 1860 München – SSV Jahn Regensburg 1:1 (0:1)
1860: Dunker (Tor) – Efe (46., Hohmann), Ortiviero Calderon, Estermann, Schurz – Fiedler, Jenni, Tekin – Erdogan (66., Plöttner), Wohlketzetter (71., Bannert), Karakoc (46., Kawele).
Tore: 0:1 Grübler (41.), 1:1 Bennert (84.).
Gelbe Karten: Efe – Dizdarevic, Lottes, Bartoschik.
Zuschauer: 100 1860-Trainingsgelände Grünwalder Str. 114.
Schiedsrichter: Pirmin Phil Fronmüller (Gussenstadt); Assistenten: Marc-Kevin Seidl (Breuningsweiler), Luke Walz (Pfedelbach).
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