U21 empfängt am Freitagabend im Spitzenspiel den FC Deisenhofen.

Linksverteidiger Finn Fuchs, der zuletzt krankheitsbedingt fehlte, wird im Spitzenspiel gegen Deisenhofen wieder dabei sein.
Es ist aber an diesem Wochenende nicht das einzige Spitzenspiel. Der mit der Löwen-U21 punktgleiche TSV Landsberg spielt am Samstag zu Hause gegen den SV Kirchanschöring, derzeit Tabellenvierter.
Das Spiel gegen Deisenhofen ist für U21-Coach Alper Kayabunar ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Mit Deisenhofens Trainer Andreas Pummer arbeitete er vier Jahre bei Türkgücü München zusammen. „Wir kennen uns natürlich sehr gut und sind auch Freunde“, erzählt er.
Das Team aus dem Ortsteil von Oberhaching ist nur schwer in die Saison gekommen. „Vor der Winterpause hatten sie eine sehr gute Serie, wo sie viele Punkte aufgeholt haben und wirklich nah an uns herangerutscht sind.“ In diesem Jahr läuft es noch nicht ganz so gut. In fünf Partien gab es zwei Siege, zwei Niederlagen und ein Remis, das zum Beispiel im Nachholspiel gegen Kirchanschöring. Es sei unglücklich zustande gekommen, meint Kayabunar, der klare Vorteile beim FCD gesehen hatte. „Deisenhofen hatte die letzten Wochen ein paar schwere Spiele, wo sie etwas an Boden verloren haben.“ Unter anderem gab es in Landsberg eine 2:4-Niederlage.
Trotzdem warnt Kayabunar sein Team. „Deisenhofen ist eine sehr spielstarke Mannschaft mit einigen jungen Leuten. Ehrlicherweise muss man sagen, dass Andy Pummer aus den Jungs viel macht, das Maximum rausholt.“ Für den 40-jährigen Löwen-Coach ist der FCD mittlerweile ein sehr guter Bayernligist. „Sie waren in den letzten Jahren immer oben mit dabei. Es ist eine Mannschaft, die versucht Fußball zu spielen.“
Die Löwen-U21 braucht sich jedoch vor keinem Team zu verstecken. Im Jahr 2026 ist sie noch ungeschlagen, holte in vier Spielen zehn Punkte. „Wir können schon davon reden, dass wir einen guten Start nach der Winterpause hingelegt haben“, findet Kayabunar, der mit der bisherigen Ausbeute zufrieden ist. Seiner Meinung nach stimmt auch die Art und Weise, wie seine Mannschaft zuletzt aufgetreten ist. Dabei sieht er den knappen 2:1-Erfolg bei Schlusslicht Türkgücü als positiven Entwicklungsschritt und vergleicht es mit dem Spiel im alten Jahr bei Sturm Hauzenberg, das mit 0:1 verloren wurde. „Das haben wir besser gemacht, nach dem Rückstand die Ruhe bewahrt. Auch deshalb können wir mit dem Auftakt zufrieden sein – mehr aber nicht. So ehrlich muss man sein!“
Kayabunar erwartet ein ganz anderes Spiel als zuletzt gegen Türkgücü. „Es geht gegen eine Spitzenmannschaft. Deisenhofen kann mit einem Sieg näher an uns heranrücken. Andersrum können wir natürlich den Abstand noch mal vergrößern.“ Vor allem sei ein Erfolg wichtig, weil sich im anderen Spitzenspiel Landsberg und Kirchanschöring gegenseitig die Punkte nehmen. „Es ist ein Spieltag, an dem wir uns von der Konkurrenz etwas absetzen könnten“, sagt Kayabunar.
Für sein Team gelte es, alles abzurufen. „Das wird ein anderes Spiel als letzte Woche gegen Türkgücü. Ich gehe davon aus, dass Deisenhofen versuchen wird, mitzuspielen und sich nicht hinten einigelt. Dementsprechend gilt es wieder, andere Stärken auf den Platz zu bringen“, so Kayabunar.
Rechnen kann der U21-Trainer wieder mit Finn Fuchs und Noah Klose, die ebenso wie Kapitän Xaver Kiefersauer zu Wochenbeginn bei den Profis mittrainiert hatten, aber am Donnerstag die abschließende Übungseinheit bei der U21 absolvierten. Fuchs (krank) und Klose (Gehirnerschütterung) hatten gegen Türkgücü gefehlt. Fraglich dagegen ist, ob Luis Pereira de Azambuja zur Verfügung steht. Der Stürmer hatte sich im Training verletzt. Ansonsten wird der Kader ähnlich wie zuletzt besetzt sein.

U21-Coach Alper Kayabunar ist mit der Ausbeute in den bisherigen Spielen 2026 zufrieden.