U21 empfängt den FC Pipinsried vorm Profispiel auf dem Trainingsgelände.

U21-Coach Alper Kayabunar und sein Team bereiten sich entspannt auf das Heimspiel gegen den FC Pipinsried vor.
Die Löwen-U21 steht nach wie vor an der Spitze der Bayernliga Süd, wenngleich es am letzten Spieltag lange danach ausgesehen hatte, als ob Landsberg an den jungen Giesingern vorbeiziehen könnte. Doch wie die 1860-Reserve beim SV Schalding-Heining spielte das Team aus der Lechstadt bei Türkspor Augsburg ebenfalls nur 2:2. „Am Ende wäre das Unentschieden vermeidbar gewesen, wenn wir ein, zwei Fehler weniger gemacht hätten“, zog U21-Coach Alper Kayabunar Bilanz. Vor allem die vielen Standards gegen sein Team passten dem 40-Jährigen nicht. „Aber im Großen und Ganzen ist auch bekannt, dass es in Schalding immer schwer ist, und deswegen können wir mit dem Auswärtspunkt zufrieden sein, gerade bei diesen Platzbedingungen. Wir haben den Kampf angenommen und dagegengehalten.“
In Passau stand Loris Husic in der Startelf. Neben dem 18-Jährigen hatte auch der ein Jahr ältere Arian Ortivero Calderon von der U19 den Kader verstärkt, um ausreichend Optionen auf der Bank zu haben. Seit Mittwoch trainieren Lucio Saric, Sandro Porta und Ibi Moumou wieder voll mit. „Alle drei sind schmerzfrei. Wir werden im Abschlusstraining genau beobachten, wie weit sie sind und ob der eine oder andere am Samstag im Kader steht“, sagt Kayabunar, der damit einige Alternativen mehr hat, zumal auch Abwehrallrounder Justin Thönig wieder zur Verfügung steht. „Er stand schon in Schalding im Kader. Nach der kompletten Trainingswoche ist er auf jeden Fall eine Option für einen Einsatz“, so der Löwen-Coach.
Mit dem FC Pipinsried kommt ein alter Bekannter. „Da sind einige Spieler im Kader, die die auch bei mir schon gespielt haben“, erzählt Kayabunar. „Ich kenne die Mannschaft natürlich gut aus Freundschafts- und Ligaspielen in den vergangenen Jahren. Es ist bekannt, dass sie auf viele erfahrene Spieler setzen.“ Dazu sei der ehemalige Regionalligist aus dem Dachauer Hinterland immer sehr ambitioniert. „Sie sind auch dieses Jahr in die Saison mit dem Ziel gestartet, in die Regionalliga zurückzukehren“, weiß der U21-Coach.
Pipinsried liegt derzeit mit 31 Punkten nur auf Platz sieben, hat aber drei Spiele weniger absolviert als die 1860-Reserve und Landsberg, die mit 43 Zählern die Tabelle anführen. Schon vor Weihnachten hat die durchwachsene Bilanz Sepp Steinberger, früher Trainer der U19-Bundesliga-Mannschaft der Löwen, den Job gekostet. Er wurde von Roman Langer beerbt, der ebenfalls eine 1860-Vergangenheit im Nachwuchs hat.
Der Aufstieg scheint beim FCP trotz des veritablen Abstands zur Spitze noch nicht ad acta gelegt zu sein. „Von der Qualität her können sie jeden Gegner in der Liga schlagen. Ich glaube, dass sie bis zum Schluss das Ziel verfolgen werden, in die Regionalliga aufzusteigen. Das ist aufgrund vieler verschiedener Szenarien auf jeden Fall möglich“, findet Kayabunar dieses Ansinnen nicht unrealistisch. Die Löwen-U21 kann ohnehin nur nach oben, wenn die Profis in die Zweite Liga aufsteigen, bei Landsberg und dem drittplatzierten FC Deisenhofen ist es nicht sicher, ob sie überhaupt in die Regionalliga wollen oder können. „Dementsprechend kann es am Ende der Saison sein, dass der Viertplatzierte noch die Chance erhält.“ Ein ähnliches Szenario gab es vor zwei Jahren schon einmal.
Mit Nico Karger, Angelo Mayer, Maximilian Engl oder Valdrin Konjuhi stehen einige Spieler im Pipinsrieder Kader, die bei den Junglöwen ausgebildet wurden. Auch deshalb erwartet Kayabunar „eine sehr motivierte Mannschaft“. Von den Profis kommen Noah Klose und Samuel Althaus als Verstärkung. Dagegen wird Loris Husic, der in Schalding die zwischenzeitliche 2:1-Führung erzielt hatte, ebenso wie Lasse Faßmann im Kader der Profis stehen. Der 19-Jährige Innenverteidiger gab ein vielbeachtetes Startelf-Debüt beim 1:0-Auswärtssieg gegen Viktoria Köln in der Drittliga-Mannschaft. „Ich habe das nicht anders erwartet, dass er so souverän spielt“, sagt Kayabunar über den Innenverteidiger, der noch im letzten Heimspiel gegen Schwaig über 90 Minuten für die U21 auf dem Rasen gestanden hatte. „Von seiner Art und Weise bewahrt er immer einen kühlen Kopf. Es freut mich natürlich unheimlich für Lasse, dass er es in der Startelf bei den Profis ebenfalls so souverän runtergespielt hat. Das zeigt auch den anderen Spielern, was möglich ist, und dass wir als Trainerteam in der U21 keine schlechte Arbeit machen.“
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