U21: Heimauftakt gegen Schwaig – Kayabunar zufrieden mit der Vorbereitung.

Fehlte der Löwen-U21 seit seiner Verletzung Mitte September: Kapitän Xaver Kiefersauer.
Für die Löwen-Reserve geht eine lange Vorbereitungszeit zu Ende. Seit Anfang Januar trainiert das Team wieder. „Es hat sich gezogen“, fand auch Trainer Alper Kayabunar. „Vor allem mit der Pause zusammen.“ Das letzte Punktspiel absolvierten die U21 am 22. November 2025 gegen den SV Heimstetten (2:0). „Wir sind jetzt sehr, sehr froh, dass endlich wieder losgeht mit der Punktspielrunde“, so der 40-Jährige.
Acht Vorbereitungsspiele absolvierte der Tabellenführer der Bayernliga Süd. Bereits Mitte Januar begann die Testspielphase mit einem 6:0-Erfolg über Landesligist FV Rot-Weiß Weiler, es folgte gegen den Partnerverein TSV Schwabmünchen, ebenfalls Landesligist, ein 4:0. Mit dem gleichen Ergebnis besiegte die Sechzger-Reserve Regionalligist TSV Buchbach. Unter der Woche gewann die Löwen-U21 beim Kreisligisten SC Grüne Heide mit 8:2, Ligakonkurrent TuS Geretsried wurde mit 5:0 abgefertigt, beim Bezirksligisten SV Untermenzing, ebenfalls unter der Woche, feierten die Sechzger einen 5:1-Erfolg. Die einzige Niederlage der Vorbereitung setzte es gegen Wacker Burghausen. Diese fiel mit 0:4 relativ deutlich aus. Zum Abschluss gab es noch ein 1:1 gegen Ligakonkurrent SV Heimstetten.
„Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden“, bewertet Kayabunar die Testspiele. „Man muss dabei sehen, dass sich die Situation bei uns etwas verändert hat. Einige Spieler sind dem Profikader näher gerückt, die bei uns in der Hinrunde Leistungsträger waren, und uns teilweise bei den Spielen gefehlt haben – im Training sowieso!“ Die Übungseinheiten fanden deshalb oft in einer kleinen Gruppe statt. „Wir haben dann versucht, den ein oder anderen U19 Spieler, der in der Hinrunde nicht bei uns war, heranzuführen.“ Das war dem Team dann auch in den Tests anzumerken. „Die Abläufe haben nicht so funktioniert, vor allem, wenn dann auch noch Leistungsträger fehlen.“
Unter den Voraussetzungen sei nicht unbedingt zu erwarten, dass das Team nahtlos an die Leistungen der Vorrunde anknüpft. „Da waren wir über einen längeren Zeitraum eingespielt. Das müssen wir uns wieder erarbeiten. Dafür sind wir auch da“, sagt der U21-Coach mit einem Lächeln und verweist auf sich und sein Trainerteam. „Spieler wie Noah Klose oder Damjan Dordan, die in der Profimannschaft Fuß gefasst haben, sind nicht einfach zu ersetzen.“ Trotzdem ist Kayabunar optimistisch, weil „Spieler einen Schritt nach vorne gemacht haben, die bisher nicht so viel gespielt haben.“
Dazu haben sich Fabio Wagner, aufgrund von Verletzung noch ohne Saison-Einsatz, und Kapitän Xaver Kiefersauer zurückgemeldet. Gerade Kiefersauer hatte auf der Sechser-Position bis zu seiner Verletzung eine überragende Spielzeit abgeliefert, brach sich dann in Erlbach den Fuß. „Bei ihm gilt es, ihn wieder an die Topform heranzubringen. Das geht sicher nicht in kurzer Zeit“, erklärt Kayabunar. Dazu schloss sich im Winter mit Lucio Saric ein offensiver Außenbahnspieler an, der beim FC Deisenhofen ausgebildet worden war und ab der U17 dann sein Glück bei RB Leipzig versuchte. Dort spielte der mittlerweile 19-Jährige in der Nachwuchs-Bundesliga, kam sogar zu drei internationalen Einsätzen in der Youth League.
Die Ziele für die Restrunde sind trotz geänderter Bedingungen klar: Den 1. Platz wollen die Junglöwen unbedingt verteidigen. „Jeder, der mich kennt, weiß, wie ehrgeizig ich bin“, sagt Kayabunar. „Ich will jedes Spiel gewinnen, egal wie die Situation ist. Wir haben die Qualität dazu im Kader. Natürlich steht bei uns im Vordergrund, dass wir unsere Spieler ausbilden wollen, damit sie am Ende des Tages der Profimannschaft helfen können.“ Er habe diesbezüglich einen sehr guten Austausch mit Trainer Markus Kauczinski und seinem Team. „Ich glaube, Markus ist auch sehr froh über die Entwicklung der Spieler. Das ist auch im Trainingsbetrieb der Profis zu sehen.“ Seinerseits stellt der Chefcoach der Drittliga-Mannschaft immer wieder Spieler für die Zweite ab. So werden Klose, Lasse Faßmann und Finn Fuchs gegen Schwaig die U21 verstärken.
Das Hinspiel bei dem Aufsteiger vor 1.470 Zuschauer in Oberding Nahe des Münchner Flughafens gewann die Löwen-U21 mit 3:0 durch Treffer von Fuchs und zweimal Cristian Leone. „Es war ein Highlight-Spiel vor großer Kulisse“, erinnert sich Kayabunar gerne an die Partie zurück, „vor allem mit dem Traumtor von ‚Fuchsi‘, das ein bisschen der Dosenöffner für uns war.“ Der Coach stellt aber auch klar, dass das Ergebnis über den tatsächlichen Spielverlauf hinwegtäusche. „Das war lange recht eng. Wir haben uns richtig schwergetan. An dem Tag hatten wir eine bessere Chancenverwertung als der Gegner.“
Von den Möglichkeiten sei die Partie mindestens ausgeglichen gewesen. „Vielleicht hat Schwaig mit dem verschossenen Elfmeter noch die ein oder andere Chance mehr gehabt als wir!“ Doch das Spiel hätte die Qualität und Moral seiner Mannschaft gezeigt, es sei der Schlüssel zur erfolgreichen Hinrunde gewesen. „Das hat uns den Weg geebnet für den Erfolg. In dem Spiel hat man gesehen, wie die Mannschaft sich gegen Widerstände gestemmt hat.“
Kayabunar erwartet auch diesmal eine enge und schwere Partie für sein Team. „Schwaig hat ein paar erfahrene Spieler in seinen Reihen und eine sehr erfolgreiche Vorbereitung gespielt.“ Besonders den 1:0-Sieg bei der Generalprobe vergangenes Wochenende gegen Regionalligist TSV Buchbach hebt der U21-Coach hervor. „Schwaig ist eine sehr torgefährliche Mannschaft mit viel Qualität in der Offensive.“ So stellen sie mit Raffael Ascher den drittbesten Torjäger der Liga (13 Treffer). „Dementsprechend ist es wichtig, dass wir vor allem körperlich dagegenhalten und den Kampf annehmen.“
Gespielt wird auf Kunstrasen, was nicht unbedingt das beste Omen ist. Denn dort gab es gegen Kottern und Nördlingen die einzigen Punktverluste. Auf dem Fünfer-Platz dagegen hat die U21 eine absolut weiße Weste. Für Kayabunar ist das trotzdem kein Nachteil. „Wir trainieren im Winter ja ständig auf dem Kunstrasen. Deshalb ist es aus meiner Sicht weder ein Vor- noch ein Nachteil. Wir nehmen es einfach so an, wie es ist!“

U21-Chefcoach Alper Kayabunar ist sehr ehrgeizig, möchte jedes Spiel gewinnen.