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spielbericht

Kauczinski knackt den Köllner-Rekord: Löwen siegen 1:0 bei Viktoria Köln.

Die Löwen feierten beim FC Viktoria Köln beim 1:0-Erfolg den fünften Sieg in Folge. Damit konnte Trainer Markus Kauczinski den Drittliga-Rekord von Michael Köllner knacken. Vorübergehend schlossen die Sechzger nach Punkten zum Tabellendritten MSV Duisburg auf. Das „Tor des Abends“ erzielte Kevin Volland in der 38. Minute nach einem Abwehrfehler der Gastgeber.
Kevin Volland sicherte mit seinem 4. Saisontreffer in der 38. Minute den Löwen den Auswärtssieg.

Kevin Volland sicherte mit seinem 4. Saisontreffer in der 38. Minute den Löwen den Auswärtssieg.

Personal: Im Auswärtsspiel bei Viktoria Köln musste Löwen-Trainer Markus Kauczinski verletzungsbedingt auf Max Christiansen, Kilian Jakob, Samuel Althaus, Sean Dulic, Manuel Pfeifer und Tunay Deniz verzichten. Kurzfristig fiel aufgrund muskulärer Probleme auch Raphael Schifferl aus, wodurch Lasse Faßmann zu seinem Startelf-Debüt kam. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torhüter Miran Qela, Noah Klose, Finn Fuchs und Loris Husic. Das Quartett spielt am Samstag mit der U21 in der Bayernliga Süd beim SV Schalding-Heining.

Spielverlauf: Die Löwen machten von Beginn an Dampf, hatten die ersten Offensivaktionen des Spiels, ohne aber richtig gefährlich zu werden. Ein Pass von David Philipp im Strafraum, den Sigurd Haugen mit dem Rücken zum Tor auf Tim Danhof zurückpasste, schoss der Rechtsverteidiger aus elf Metern knapp am linken Pfosten vorbei (11.). Aus dem Nichts heraus tauchte auf der anderen Seite Leonhard Münst vor Thomas Dähne auf, der 1860-Keeper machte sich groß, wehrte den Abschluss aus sechs Metern zur Ecke ab (16.). Nach einem zweifelhaften Freistoß für Köln, den Münst von der linken Strafraumseite nach innen zog, kam Dähne nicht an die Hereingabe, Ex-Löwe Tim Kloss war mit dem Kopf dran, brachte den Ball aber auch nicht aufs Tor, danach wurde es unübersichtlich, bis der Sechzger-Keeper die Kugel zu fassen bekam (24.). Mit einem Kopfball von Kloss nach Münst-Ecke von rechts hatte Dähne dagegen keine Probleme (31.). Eiskalt nutzten die Löwen in der 38. Minute den ersten Fehler des Gegners. Torhüter Arne Schulz hatte einen Aufbaupass in die Füße von Thore Jacobsen gespielt, der passte sofort auf Kevin Volland. Der Ex-Nationalspieler drehte sich an der Strafraumkante um seinen Gegenspieler nach innen, zog dann aus 15 Metern mit links ab und traf ins rechte untere Eck zum 1:0. Kurz vor der Pause zog Robin Velasco von der rechten Strafraumkante nach innen, schloss mit links ab, Simen Voet fälschte den Ball noch ab, der knapp am linken Pfosten vorbeiging (45.+1). Somit blieb es bei der knappen Löwen-Führung zur Pause.

Eine Flanke von links durch Simon Handle fälschte Lasse Fassmann noch gefährlich ab, der Ball landete am Außennetz des kurzen Pfostens (54.). Nach der anschließenden Ecke nahm Handle die Faustabwehr von Dähne aus dem Rückraum aus 18 Metern direkt, der stramme Schuss rauschte knapp links am 1860-Tor vorbei (55.). Kurz danach sah Jacobsen seine 5. Gelbe Karte, wird den Löwen im Heimspiel gegen Wehen-Wiesbaden fehlen (56.). Viktoria machte Druck, drängte die Sechzger nach hinten. Doch die standen kompakt, machten die Räume eng. In der 69. Minute brachte Löwen-Trainer Markus Kauczinski mit Justin Steinkötter für den eher blasen Sigurd Haugen einen frischen Stürmer. Es entwickelte sich ein zähes Kampfspiel mit vielen Fouls. Nach einem Eckball von links durch Tobias Eisenhuth stieg Lars Dietz am ersten Pfosten am höchsten, köpfte die Kugel aber aus sechs Metern am langen Eck vorbei (86.). Fünf Minuten gab’s obendrauf. Doch mit viel Leidenschaft verteidigten die Löwen alles weg, feierten den fünften Sieg in Folge. Damit stellte Trainer Kauczinski den Drittliga-Rekord von Michael Köllner eingestellt. Zumindest für eine Nacht schließen die Sechzger nach Punkten zum Tabellendritten MSV Duisburg auf. 

TRAINERSTIMMEN

Trotz des fünften Siegs in Folge sah Löwen-Coach Markus Kauczinski einige Mängel im Spiel seiner Mannschaft. „Ich bleibe dabei, wir müssen am Ball besser werden. Wir haben wieder viel zu oft und viel zu schnell den Ball verloren“, monierte er. „Dadurch müssen wir viel verteidigen. Das haben wir aber gut gemacht. Die Mannschaft setzt viel ein.“ Spielerisch sei sein Team Anfang des Jahres besser gewesen, hätte aber die Spiele nicht gewonnen. „Im Moment haben wir einfach diesen Instinkt, im entscheidenden Moment da zu sein. Wir sind noch mal enger zusammengerückt.“ Dass er den Drittliga-Rekord von Michael Köllner mit fünf Siegen am Stück bei den Löwen eingestellt hat, kommentierte der 56-jährige mit den Worten: „Das ist jetzt wirklich völlig uninteressant. Ich bin froh, dass wir hier bei der Viktoria so schadlos rausgekommen sind und den Anschluss geschafft haben. Jetzt heißt es erst einmal, uns zu erholen und dann haben wir noch ganz viele schwierige Aufgaben vor uns. Für die rund 2.000 Löwen-Fans, die am Freitagabend die weite Reise nach Köln auf sich genommen hatten, hatte Kauczinski nur lobend Worte parat. „Der Support ist mega, auch schon beim letzten Heimspiel. Das war eine unheimliche Lautstärke und ich glaube die Leute spüren, dass nicht alles perfekt ist, aber dass die Mannschaft kämpft und mit viel Herz und Leidenschaft spielt.“

Viktoria-Coach Marian Wilhelm zeigte sich enttäuscht. „Wir haben uns drei Punkte gewünscht, aber wenn es am Ende 0:1 steht, dann haben wir es nicht verdient. So ist leider Fußball!“ Am Ende gehe es immer um Tore. „Wir haben heute schon mehr Gefahr ausgestrahlt als gegen Osnabrück. Leider geht der Ball nicht rein.“ Wilhelm bemängelte, dass sein Team in der Schlussphase, als man vorne mit zwei Stürmer spielte, „die wirklich auch Tor- und Kopfballgefahr haben“, die Statik nicht verändert habe. „Wir hätten einfach mehr Bälle in der Box gebraucht und mehr Dynamik.“ Seinem Torwart wollte der Viktoria-Trainer beim Gegentor keine Vorhaltung machen. „Das gehört zu unserem Spiel irgendwo dazu, aber du wünscht dir natürlich trotzdem, dass wir in solchen Situationen klarer und konsequenter sind.“ 

STENOGRAMM, 28. Spieltag, 06.03.2026, 18.60 Uhr

FC Viktoria Köln – TSV 1860 München 0:1 (0:1)

VIK: 27 Schulz (Tor) – 22 Boboy, 2 Dietz, 18 Kloss – 19 Sponsel, 6 Eisenhuth, 21 Wolf, 7 Handle – 11 Velasco, 5 Münst – 10 Otto.
Ersatz: 26 Richter (Tor) – 3 Agyekum, 8 Engelhardt, 23 Zank, 29 Popp, 30 Tonye, 34 Ronstadt, 38 Carella, 40 Sachse.

1860: 21 Dähne (Tor) – 33 Faßmann, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 26 Maier, 5 Jacobsen, 29 Rittmüller – 31 Volland, 8 Philipp – 22 Haugen.
Ersatz: 40 Bachmann (Tor) – 4 Verlaat, 7 Niederlechner, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 23 Dordan, 30 Wolfram, 34 Hobsch, 41 Lippmann.

Wechsel: Zank für Otto (61.), Tonye für Handle (61.), Sachse für Velasco (78.), Popp für Münst (78.), Ronstadt für Boboy (82.) – Steinkötter für Haugen (68.), Wolfram für Philipp (82.), Hobsch für Volland (90.), Schröter für Danhof (90.).

Tor: 0:1 Volland (38.).
Gelbe Karten: Velasco, Münst, Boboy, Sachse, Tonye – Haugen, Volland, Jacobsen, Reinthaler.
Zuschauer: 5.876 im Sportpark Höhenberg.
Schiedsrichter: Justin Hasmann (Neunkirchen); Assistenten: Lukas Jungfleisch (Saarbrücken), Niklas Diehm (Straubenhardt/Enzkreiszheim); Vierter Offizieller: Mario Hildenbrand (Wertheim-Nassig).

Bildergalerie

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