Siegesserie gerissen: Löwen spielen 0:0 gegen Wehen Wiesbaden.

Löwen-Torjäger Sigurd Haugen mit Wehen Wiesbadens Keeper Noah Brdar.
Personal: Im Heimspiel gegen Rostock musste Löwen-Trainer Markus Kauczinski verletzungsbedingt auf Max Christiansen, Kilian Jakob, Sean Dulic und Tunay Deniz verzichten. Wegen der 5. Gelben Karte fehlte Thore Jacobsen. Nicht im 20-Mann-Kader standen der dritte Torhüter Miran Qela, Florian Niederlechner, Samuel Althaus, Manuel Pfeifer, Noah Klose und Finn Fuchs.
Spielverlauf: Erster Aufreger in der 8. Minute, als Sigurd Haugen sich einen Pass in die Tiefe erlaufen wollte, jedoch von Jordy Gillekens festgehalten wurde, sodass Torhüter Noah Brdar außerhalb seines Strafraums klären konnte. Schiedsrichter Sebastian Hilsberg ließ, sehr zum Unmut der Löwen-Fans, in dieser Szene weiterlaufen. Auf Zuspiel von Ex-Löwe Fabian Greilinger kam Tarik Gözüsirin rund 23 Meter vor dem Tor zum Abschluss, sein strammer Schuss ging nur knapp am rechten Pfosten vorbei (14.). Nach einem feinen Solo über die linke Seite drang Haugen in den Strafraum der Gäste ein, kam aus 14 Metern mit rechts zum Abschluss, sein Schuss aufs lange Eck wurde aber sichere Beute von Brdar (18.). Nach einem Eckball von links durch Gözüsirin herrschte Unordnung im Sechzger-Strafraum. Mehrmals wurde der Ball Richtung Tor geköpft, am Ende war es Tim Neubert, der aus acht Metern das Spielgerät übers Löwen-Tor bugsierte (30.). Der fleißige Kevin Volland eroberte in der 39. Minute in der gegnerischen Hälfte den Ball, passte in die Tiefe auf den gestarteten Haugen, der kam an der Strafraumkante zum Abschluss, sein Schuss war aber zu zentral, um Keeper Brdar vor ernsthafte Probleme zu stellen. Maximilian Wolfram setzte sich vier Minuten später auf der linken Seite durch, legte dann von der Grundlinie die Kugel in den Rückraum, doch Haugen war durchgelaufen, wodurch der Ball im Niemandsland landete (43.). Nach einem Konter kam Fatih Kaya an der Strafraumkante zum Schuss, doch Simen Voet ging per Grätsche dazwischen, blockte den Abschluss, sodass Thomas Dähne die Kugel fangen konnte (45.). Kurz danach war Pause.
Die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang hatten die Gäste. Philipp Maier spielte am eigenen Strafraum die Kugel in die Füße von Moritz Flotho, doch dessen Abschluss von der Strafraumkante stellte Dähne vor keine großen Probleme (47.). Einen Eckball von rechts durch Gözüsirin köpfte der eingelaufene Gillekens aus sieben Metern rechts am Tor vorbei (53.). Was für eine Chance für die Löwen: Nach einem Solo von Tim Danhof über die rechte Seite zog er nach innen, wurde nicht attackiert, also schloss er aus 13 Metern mit links selbst ab, sein Schuss ging aber knapp am langen Eck vorbei (57.). Im Anschluss an einen weiten Einwurf köpfte Maier den Ball nochmals ins Zentrum, Voet verlängerte ihn mit dem Hinterkopf aufs Tor, doch Brdar hatte aufgepasst, fing die Kugel ab (64.). Ein 18-Meter-Schuss von Ryan Johannsson landete genau in den Armen von Dähne (66.). Glück hatten die Löwen in der 68. Minute, als Gözüsirin sich mit dem Rücken zum Tor blitzschnell nach außen drehte, dann sofort aus elf Metern mit links abzog, jedoch nur die Latte des 1860-Tores traf. Da wäre Dähne machtlos gewesen! Erneut brannte es nach einem Gözüsirin-Eckball von rechts im Löwen-Strafraum, doch die Gäste brachten ihre Kopfballmöglichkeiten nicht aufs 1860-Tor (79.). Das Spiel wogte hin und her, beide Teams wollten den Lucky Punch. Neubert brachte in der 82. Minute im Strafraum Haugen klar zu Fall, trotz heftiger Proteste der Löwen zeigte Hilsberg nicht auf den Punkt. Im Gegenzug kam der eingewechselte Nikolas Agrafiotis halbrechts im Strafraum zum Abschluss, sein Schuss ging nur um Zentimeter am langen Eck vorbei (83.). nach einem feinen Hackentrick vo Volland entwischte Danhof auf der rechten Seite, seine Hereingabe kam jedoch zu zentral aufs Tor, so dass Brdar den Ball unter sich begraben konnte (86.). Zweimal musste Dähne bei einer Linksflanke eingreifen, um den Abschluss zu verhindern (90.+2). Ein Schuss des eingewechselten Justin Steinkötter parierte Brdar zur Ecke (90.+5). Die anschließende Ecke, die nichts einbrachte, war die letzte Aktion. Torlos trennten sich beide Teams im Verfolgerduell. Die Löwen ließe nach fünf Siege in Folge erstmals wieder Punkte liegen.
TRAINERSTIMMEN
Löwen-Coach Markus Kauczinski hatte in der 1. Halbzeit ein von Taktik geprägtes Spiel gesehen. „Beide Mannschaften haben sich weitgehend neutralisiert. Vielleicht hatten wir die eine oder andere Halbchance mehr als der Gegner.“ Nach der Pause sei die Partie offener gewesen. „Mal hat die eine, dann die andere Mannschaft mehr vom Spiel gehabt. Unsere größte Chance hatte Tim Danhof, aber wir hätten genauso gut verlieren können. Beide Teams sind am Ende ins Risiko gegangen, es hat geknistert.“ Da keine Mannschaft ein Tor erzielen konnte, „müssen wir mit dem Unentschieden leben“. Der 56-Jährige wurde gefragt, wieso er Lasse Faßmann den Vorzug vor Raphael Schifferl gegeben hatte. „Lasse hat das gut gemacht, wir haben auf den Flow gesetzt. Er hat seine Leistung aus dem Köln-Spiel bestätigt, erneut ein fehlerfreies Spiel abgeliefert.“ Wermutstropfen bei den Löwen war die Verletzung von Damjan Dordan. „Er hat sich nach der Pause nochmals reingebissen. Alles sieht nach einer Innenbandverletzung aus“, so die Einschätzung von Kauczinski.
Wiesbadens Trainer Daniel Scherning hatte als Devise ausgegeben, „stabil zu verteidigen und gut ins Spiel zu kommen“. Das sei seiner Mannschaft gelungen. „Wir wollten den Gegner konsequent von unserem Tor weghalten, selbst hatten wir in der 1. Halbzeit keine großen Möglichkeiten.“ In der Pause gab es von seiner Seite nicht viel zu kritisieren. „Sechzig hatte dann nach 60 Minuten eine gute Chance, wir danach eine Kopfballmöglichkeit und den Lattenschuss. Für uns war es wichtig, zu Null zu spielen.“ Trotz leichtem Chancenplus hätte es sein Team nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. „Deswegen nehmen wir den Punkt gerne mit.“
STENOGRAMM, 29. Spieltag, 14.03.2026, 16.30 Uhr
TSV 1860 München – SV Wehen Wiesbaden 0:0
1860: 21 Dähne (Tor) – 33 Faßmann, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 23 Dordan, 26 Maier, 29 Rittmüller – 31 Volland, 30 Wolfram – 22 Haugen.
Ersatz: 40 Bachmann (Tor) – 4 Verlaat, 8 Philipp, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 34 Hobsch, 37 Schifferl, 41 Lippmann, 44 Husic.
WIE: 31 Brdar (Tor) – 27 Gillekens, 24 Neubert, 15 Janitzek – 4 Mockenhaupt, 11 Gözüsirin, 6 Fechner, 18 Greilinger – 29 Kaya, 20 Johansson – 28 Flotho.
Ersatz: 30 Broll (Tor) –10 Kalem, 17 Nink, 22 Nejad, 25 Agrafiotis, 26 Lewald, 36 El Ouarti, 37 Schleimer, 47 Suarez.
Wechsel: Philipp für Wolfram(74.), Husic für Dordan (74.), Steinkötter für Haugen (89.) – Kalem für Johannsson (68.), Agrafiotis für Flotho (80.), Suarez für Neubert (88.), Schleimer für Kaya (88.)
Tore: –.
Gelbe Karten: Philipp – Greilinger.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Sebastian Hilsberg (Mainz); Assistenten: Timo Frenger (Kaiserslautern), Jason Lieser (Hetzerath/Eifel); Vierter Offizieller: Johannes Wagner (Ingolstadt).
Bildergalerie



