
Toto-Pokal: Löwen erreichen durch 1:0 bei Jahn Regensburg das Finale.

Sigurd Haugen erzielte in der 54. Minute nach einer Kontersituation den Siegtreffer für die Löwen.
Personal: Trainer Markus Kauczinski musste verletzungsbedingt auf Jesper Verlaat, Kilian Jakob, Damjan Dordan, Sean Dulic, Manuel Pfeifer und Tunay Deniz verzichten. Loris Husic fehlte aus privaten Gründen. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torhüter Miran Qela sowie Noah Klose und Finn Fuchs, die abends zuvor in der U21 beim 5:0-Sieg über den FC Deisenhofen gespielt hatten.
Spielbericht: Zu Beginn machten die Sechzger Druck. Eine Flanke von Tim Danhof von rechts legte Patrick Hobsch per Kopf auf Sigurd Haugen ab, der kam aber mit dem Rücken zum Tor aus acht Metern nicht zum Abschluss (1.). Drei Minuten später passte Haugen im Vollsprint im Strafraum von links in die Mitte auf den eingelaufenen Hobsch, doch Felix Strauß ging dazwischen, grätschte die Hereingabe ins Tor-Aus (4.). Danach übernahmen langsam die Gastgeber die Initiative. Nach einem Überkopfheber nahm Eric Hottmann am rechten Fünfmetereck den Ball mit vollem Risiko direkt aus der Luft, setzte ihn nur knapp am langen Eck vorbei. Da hätte Thomas Dähne nichts mehr machen können (18.). Vier Minuten später musste Dähne bei einem Schuss von Benedikt Saller im Anschluss an einen an ihn von Hottmann weitergeleiteten Einwurf seine ganze Klasse zeigen, um den Rückstand zu verhindern. Den Dropkick halblinks aus 15 Metern fischte er aus dem kurzen Eck (22.). Nach einem abgewehrten Eckball kam Bauer an der Strafraumkante zum Abschluss, seine Direktabnahme ging knapp am linken Pfosten vorbei (27.). Zwei Minuten später passte Adrian Fein halbrechts n die Tiefe, Hottmann legte die Kugel per Hacke auf ihn zurück, sein Schuss aus elf Metern aufs kurze Eck lenkte Dähne um den Pfosten (29.). Die Löwen standen in dieser Phase mächtig unter Druck, konnten nur selten für Entlastung sorgen. Einen Freistoß vier Meter vorm linken Strafraumeck flankte Fein mit rechts in die Mitte, Malte Karbstein verlängerte mit dem Kopf, aber Dähne war erneut zur Stelle, brachte die Kugel unter Kontrolle (39.). Im Anschluss an eine Ecke von links, die Danhof mit rechts vors Tor flankte, lag die Kugel am Fünfmeterraum kurz frei, aber kein Löwe war zur Stelle (45.+2). So ging es torlos in die Kabine.
Kurz nach Wiederanpfiff stand erneut Dähne im Mittelpunkt. Der Ball flipperte nach Bauer-Flanke wie eine Billardkugel durch den Strafraum, Simen Voet schoss beim Klärungsversuch Mitspieler Max Reinthaler an, von dem der Ball Richtung Dähne sprang. Der 1860-Keeper parierte mit einem Reflex, Hottmann setzte nach, doch Voet brachte den Fuß dazwischen, klärte zur Ecke (47.). Das Tor fiel auf der anderen Seite. Thore Jacobsen hatte aus der eigenen Hälfte in die Tiefe gepasst, Haugen ging auf der rechten Seite seinem Gegenspieler Strauß auf und davon, schloss im Strafraum halbrechts aus elf Metern ab, traf zum 1:0 ins lange Eck (54.). Ein Schuss von Noel Eichinger nach Hottmann-Zuspiel rutschte dem Stürmer halbrechts im Strafraum beim Abschluss aus zwölf Metern über den Spann (60.). Regensburg drängte auf den Ausgleich, wodurch sich immer wieder Räume für die Sechzger zum Kontern ergaben. In der 72. Minute traf Danhof nur Aluminium. Haugen hatte auf den Rechtsverteidiger gepasste, der kam aus 14 Metern zum Abschluss, überlupfte mit rechts Torhüter Leon-Oumar Wechsel, die Kugel landete aber nur auf der Querlatte. Ein 20-Meter-Schuss von Clemens Lippmann stellte Wechsel vor keine Probleme (82.). Beide Teams spielten nun mit offenem Visier. Nach einer Rechtsflanke von Eichinger nahm der eingewechselte Lucas Hermes mit dem Rücken zum Tor den Ball an, schloss aus der Drehung aus neun Metern ab, zielte aber am langen Eck vorbei (86.). Fünf Minuten gab’s obendrauf. Regensburg versuchte es nun mit hohen Bällen in den Strafraum, doch die Löwen-Defensive stand. Dähne packte im Fünfmeterraum gegen Florian Dietz kompromisslos zu (90.+4). Der junge Nick Seidl provozierte wenig später den Löwen-Keeper, indem er ihn angegangen war. Dieser packte sich den Jungspund. Beide sahen in dieser Szene Gelb. Kurz danach war Schluss und die Löwen damit im Finale des Toto-Pokals.
TRAINERSTIMMEN
Löwen-Trainer Markus Kauczinski zeigte sich glücklich, „dass wir einen heißen Kampf durch das eine Tor auf unsere Seite gezogen haben.“ Mit den ersten 15 Minuten im ersten Durchgang war der 56-Jährige zufrieden. „Wir haben ordentlich kombiniert, Möglichkeiten gehabt und gute Angriffe gestartet. Dann reißt aber er Faden und der Rest der 1. Halbzeit geht komplett an Jahn Regensburg.“ Zu leicht habe sein Team die Bälle verloren, sei nicht mehr gefährlich geworden und hätte auch die zweiten Bälle nicht bekommen. „Wir hatten Glück, dass es zur Pause noch 0:0 steht.“ Für die zweite Hälfte habe man sich vorgenommen, einfacher zu spielen und zu kombinieren, schneller den Ball in die Spitze zu bringen. „Zunächst hatten wir eine brenzlige Situation zu überstehen, bevor wir das 1:0 machen durch einen schnellen Angriff, dann der zweite Ball auf Siggi, der durch eine tolle Einzelaktion die Führung erzielt. Danach war es ein offener Schlagabtausch.“ Regensburg sei immer wieder gefährlich gewesen, sein Team hätte Platz zum Kontern gehabt. „Es war ein sehenswertes Spiel für die Zuschauer, in dem es in beide Richtungen hätte gehen können. Wir sind natürlich glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben.“
Regensburgs Trainer Munier Raychouni sprach von einer „sehr guten Leistung“ seiner Mannschaft. „Wir haben eine sehr gute Mentalität auf den Platz gebracht, hohe Intensität gezeigt und viele Torchancen kreiert. Wir waren mutig und sehr offensiv. Aber eins der schwierigsten Dinge im Fußball ist es, Tore zu machen. Wir haben viele Chancen herausgespielt, aber kein Tor erzielt. Am Ende haben wir alles nach vorne geworfen mit drei Mittelstürmern und dem Wechsel des Systems auf eine Viererkette, um einfach noch mehr Druck, mehr Wucht zu entwickeln. Leider haben wir uns nicht belohnt, aber wir werden trotzdem weiter machen.“
STENOGRAMM, Toto-Pokal, Halbfinale, 28.03.2026, 14.03 Uhr
SSV Jahn Regensburg – TSV 1860 München 0:1 (0:0)
REG: 12 Wechsel (Tor) – 31 Mätzler, 4 Strauss, 44 Karbstein – 25 Oliveira, 6 Saller, 29 Fein, 26 Bauer – 11 Eichinger, 21 Hottmann, 30 Kühlwetter.
Ersatz: 23 Pollersbeck (Tor) – 5 Müller, 8 Geipl, 10 Beckhoff, 13 Dietz, 14 Ziegele, 20 Posselt, 27 Hermes, 33 Seidel.
1860: 21 Dähne (Tor) – 37 Schifferl, 16 Reinthaler, 3 Voet – 2 Danhof, 26 Maier, 5 Jacobsen, 41 Lippmann – 31 Volland –34 Hobsch, 22 Haugen.
Ersatz: 40 Bachmann (beide Tor) – 7 Niederlechner, 8 Philipp, 9 Steinkötter, 17 Schröter, 20 Althaus, 29 Rittmüller, 30 Wolfram, 33 Faßmann.
Wechsel: Dietz für Kühlwetter (65.), Seidel für Strauß (68.), Müller für Mätzler (78.), Hermes für Saller (78.), Posselt für Fein (86.) – Althaus für Jacobsen (71.), Niederlechner für Hobsch (73.).
Tor: 0:1 Haugen (54.).
Gelbe Karte: Saller, Bauer, Seidel – Jacobsen, Voet, Niederlechner, Reinthaler.
Zuschauer: 14.089 Jahnstadion Regensburg.
Schiedsrichter: Pirmin Phil Fronmüller (Gussenstadt); Assistenten: Marc-Kevin Seidl (Breuningsweiler), Luke Walz (Pfedelbach).
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