SECHZIGMÜNCHEN.
 

Sebastian Boenisch, ein Löwe aus Überzeugung.

Sebastian Boenisch will sich schnell integrieren, bereits für das Heimspiel gegen Düsseldorf eine Option für Coach Kosta sein. 

Sebastian Boenisch ist nicht nur ein guter Fußballer. Er ist auch noch sympathisch und eloquent, Überheblichkeit ist nicht sein Ding.

In den letzten Monaten war der 29-Jährige nicht untätig. „Ich habe in Leverkusen täglich gearbeitet. Seit elf Jahren bin ich Bundesliga-Profi und weiß, wie wichtig körperliche Fitness ist.“ Boenisch hat auf seine Chance hingearbeitet. Und die kam vor zwei Tagen in Form eines Anrufs von den Löwen. Danach ging alles sehr schnell, erzählt er. „Beide Seiten waren sehr optimistisch, wollten es unbedingt. Es bedurfte keiner großen Verhandlungen, es hat einfach gepasst.“

Gepasst hat es auch für Kosta Runjaic. „Ich bin überzeugt, dass er uns mit seiner Qualität weiterhelfen wird. Er kann in der Abwehr alle Positionen spielen.“ Darüber hinaus setzt der Trainer darauf, „dass Sebastian als Typ zu uns passt. Er ist sehr kommunikativ, wird eine Führungsrolle übernehmen.“ Ein weiteres Plus für Coach Kosta: „Er war vom ersten Kontakt an für die Löwen begeistert.“

Einer der ersten Gratulanten nach der Vertragsunterschrift war Ex-Kollege Lars Bender. „Er hat gesagt, ich soll für ihn die nächsten Jahre hier einen Platz freihalten“, erzählte Boenisch. Im Vorfeld gab es mit dem früheren Sechzger keinen Austausch. „Mir ist es nicht so wichtig, was andere sagen. Letztlich muss ich selbst davon überzeugt sein“, erklärt der Neu-Löwe.

Sebastian Boenisch verstärkt die Löwen-Abwehr.

Und das war er. „Jetzt muss ich erst mal die Mannschaft  kennenlernen, Gespräche führen, auch darüber, was die Jungs so neben dem Platz machen.“ Auch das sei für eine schnelle Integration wichtig, nicht nur die Kommunikation auf dem Platz. „Wir wollen das Training so steuern, damit ich gegen Düsseldorf eine Option bin. Das wird sicher kein Selbstläufer, aber ich werde um meinen Platz kämpfen.“

Nach elf Jahren Bundesliga spielt Boenisch erstmals eine Klasse tiefer. „Die Zweite Liga ist Neuland für mich. Ich sehe das aber nicht als Rückschritt“, sagt er. Der Unterschied zwischen den Spielklassen sei nicht groß. „Ich habe öfters im Pokal gegen Zweitligisten gespielt, kann mich noch gut erinnern, dass wir mit Leverkusen in Kaiserslautern rausgeflogen sind.“

Bei den Löwen trifft Boenisch auf einige bekannte Gesichter. „Levent Aycicek und Marnon Busch kenne ich aus Bremen. Die haben damals in der Jugend gespielt, ab und zu bei uns mittrainiert.“ Auch Daniel Adlung kennt er schon länger. „Mit Adi habe ich in der U21 gespielt, einen großen Erfolg gefeiert.“ Er meint damit den Gewinn der U21-Eurpameisterschaft 2009 unter Trainer Horst Hrubesch.

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Danach entschied sich Boenisch aber, für sein Geburtsland Polen zu spielen, obwohl er dort nur das erste Lebensjahr verbrachte, fußballerisch in Deutschland ausgebildet wurde. Insgesamt lief er 14 Mal für das polnische A-Team auf, u.a. bei der EM in Polen und der Ukraine. Zuletzt war die Nationalmannschaft kein Thema mehr. „Abgehakt ist sie aber nicht“, stellt er klar. „Jetzt muss ich erst mal hier Leistung im Verein bringen, dann schauen wir weiter.“

Was die Position angeht, ist Boenisch flexibel. „Die meiste Zeit habe ich als Linksverteidiger gespielt, aber in der Jugend wurde ich auf allen Positionen ausgebildet.“ Bereits am Sonntag in Burghausen wird er mit der Nummer 6 sein Debüt bei den Löwen geben. Eine besondere Bedeutung hat die Zahl für ihn keine. „Ich habe auf die 17, die ich in Leverkusen hatte, spekuliert. Die war aber nicht frei“, erzählt er. „Das ist aber auch nicht so wichtig. Entscheidend ist, was im Trikot drinsteckt, was man bereit ist, für den Verein zu geben.“

Was die Ziele mit den Löwen angeht, übt sich der Defensivspezialist in Zurückhaltung. Er sagt nur so viel: „Letztlich spielt man Fußball, um Erfolge zu feiern.“ 

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