SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen verlieren Boenisch mit Rot und unterliegen 0:3 in Aue.

Florian Neuhaus (li.) bereitete mit einem Traumpass die beste Chance der Löwen in der 1. Halbzeit vor. 

Die Löwen unterlagen in einem kuriosen Spiel bei Erzgebirge Aue mit 0:3. Die Schlüsselszene spielte sich in der 41. Minute ab, als Sebastian Boenisch im Strafraum Dimitrij Nazarov zu Fall brachte und die Rote Karte sah. Der Gefoulte verwandelte mit dem ersten Torschuss der Sachsen den Elfmeter zum 1:0 (42.). Direkt nach der Pause erhöhte Cebio Soukou auf 2:0 (49.). Erneut traf Nazarov in der 73. Minute vom Punkt zum Endstand.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste in Aue auf Sascha Mölders, Krisztian Simon, Victor Andrade (alle Aufbautraining) und Nico Karger (Trainingsrückstand) verzichten. Kai Bülow und Amilton fehlten wegen der 5. Gelben Karte. Fanol Perdedaj, Lucas Ribamar, Frank Boya und Filip Stojkovic standen nicht im 18er-Kader, Karim Matmour trainiert bei der U21. Gegenüber dem Spiel gegen den VfB Stuttgart vier Tage zuvor nahm der Coach drei Änderungen in der Startelf vor. Für den gesperrten Amilton stürmte Levent Aycicek, Florian Neuhaus erhielt im Zentrum den Vorzug gegenüber Michael Liendl und für Ivica Olic spielte Christian Gytkjaer in der Sturmspitze. Die Kapitänsbinde trug Sebastian Boenisch.

STIMMEN Vitor Pereira: „Das war ein sehr undankbares Spiel!“

Spielverlauf: Die erste gefährliche Szene hatten die Löwen in der 7. Minute, als sich Stefan Aigner auf dem rechten Flügel durchsetzte, seine Hereingabe aber von Fabian Kalig vor Christian Gytkjaer geklärt wurde (7.). Wenig später legte Aigner nach links auf Levent Aycicek ab, der aus 18 Metern abzog, aber nur das Außennetz traf (7.). In der 12. Minute eroberte Aigner den Ball im Auer Spielaufbau gegen Steve Breitkreuz, passte auf Gytkjaer. Der Däne sah, dass Torhüter Martin Männel weit vor seinem Tor stand, versuchte den Erzgebirge-Keeper aus 22 Meter zu überlupfen. Im Zurücklaufen konnte Männel den Schuss gerade noch über die Querlatte lenken. Eine Riesenchance vergab Gytkjaer in der 27. Minute. Florian Neuhaus hatte durch die Schnittstelle der Innenverteidigung gepasst, der Däne kam aus dem Rücken der Abwehr, tauchte frei vor Männel auf, schloss halblinks aus sieben Metern mit dem Außenrist ab, schob aber die Kugel am langen Pfosten vorbei. Völlig ohne Not handelten sich die Löwen in der 41. Minute einen Elfmeter und eine Rote Karte ein. Marnon Busch hatte von außen zurück in die Mitte auf Sebastian Boenisch gepasst, der ließ den Ball passieren, Dimitrij Nazarov kam im Vollsprint von hinten angeprescht, der Löwen-Verteidiger konnte dem Kasachen nicht folgen, lief ihm von hinten in die Beine. Schiedsrichter Sascha Stegemann bewertete die Situation als Notbremse. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte sicher zur Führung der Sachsen (42.). Durch den Platzverweis musste Vitor Pereira umstellen, beorderte Lumor in die Dreierkette. Mit 0:1 aus Löwen-Sicht ging’s auch in die Kabine nach einer dominanten 1. Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel kam Jan Mauersberger für Stefan Aigner, ordnete sich in der Dreierkette auf der linken Seite ein. Stabilität verlieh er der Abwehr zunächst nicht. Christian Tiffert spielte in der 49. Minute aus der eigenen Hälfte einen Pass in die Tiefe durch die Schnittstelle, Cebio Soukou lief auf und davon, Abdoulaye Ba grätschte im Strafraum, fälschte den Ball noch ab. Dieser stieg hoch, schlug unhaltbar für Stefan Ortega zum 2:0 ein (49.). Fußball paradox! Zwei Angriffe der Auer, zwei Tore, ohne dass der Löwen-Keeper bis dahin eingreifen musste. Mit seinem ersten Ballkontakt hatte Ivica Olic wenige Sekunden nach seiner Einwechslung den ersten Abschluss. Der 14-Meter-Schuss des Kroaten aus halblinker Position strich knapp am kurzen Eck vorbei (55.). Nach einem Doppelpass zwischen Lumor und Gytkjaer wurde der Schuss des Ghanaer gerade noch von einem Auer zur Ecke geklärt (58.). Diese brachte Neuhaus von links mit rechts gefährlich vors Tor, aber Kahlig am zweiten Pfosten lenkte die Kugel für seinen geschlagenen Torhüter über den Querbalken (59.). Eine Gytkjaer-Flanke von links war etwas zu hoch angesetzt, so dass Olic den Ball nicht mehr aufs Tor drücken konnte (66.). Bei einem Distanzschuss von Breitkreuz musste sich Ortega strecken, um die Kugel um den linken Pfosten zu lenken. Es war die erste Parade des 1860-Keepers in diesem Spiel und erst der dritte Torschuss der Gastgeber (70.). In der 72. Minute gab’s den zweiten Elfmeter gegen die Sechzger. Nach einer Linksflanke war Nazarov als erster am Ball, Ba traf ihm am Fuß. Erneut zeigte Stegemann auf den Punkt. Nazarov wählte die gleiche Ecke wie beim ersten Strafstoß, aber Ortega war gegen den platzierten Schuss machtlos: 3:0 (73.). Lumor ließ in der 82. Minute an der linken Grundlinie zwei Auer stehen, seine Hereingabe klärte jedoch Breitkreuz zur Ecke. Bis zum Schluss waren die Löwen um eine Ergebniskorrektur bemüht, aber es war einfach ein Tag, an dem überhaupt nichts ging. Trotz guten Spiels kassierten sie eine deutliche Niederlage.

STENOGRAMM: 28. Spieltag, 09.04.2017, 13.30 Uhr

FC Erzgebirge Aue – 1860 München 3:0 (1:0)

FCE: 1 Männel – 4 Kalig, 27 Samson, 24 Breitkreuz – 20 Rizzuto, 5 Fandrich, 33 Tiffert, 3 Hertner – 23 Bertram, 19 Soukou, 30 Nazarov.
Ersatz: 34 Haas (Tor) – 2 Riedel, 8 Adler, 14 Köpke, 16 Kvesic, 17 Riese, 21 Susac.

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 16 Busch, 38 Lacazette, 19 Neuhaus, 28 Lumor – 29 Aigner, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 2 Mauersberger, 3 Wittek, 7 Claasen, 10 Liendl, 11 Adlung, 40 Olic.

Wechsel: Adler für Bertram (54.), Köppke für Soukou (68.), Riese für Fahndrich (80.) – Mauersberger für Aigner (46.), Olic für Aycicek (54.), Liendl für Lacazette (62.).

Tore: 1:0 Nazarov (42., Foulelfmeter), 2:0 Soukou (49.), 3:0 Nazarov (73., Foulelfmeter). 
Gelbe Karten: – Lacazette, Mauersberger, Neuhaus.
Rote Karte: Boenisch (41., Notbremse)
Zuschauer: 10.000 im Sparkassen-Erzgebirgsstadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel); Assistenten: Norbert Grudzinski (Hamburg), Christoph Bornhorst (Damme); Vierter Offizieller: Tim Skorczyk (Braunschweig).

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