SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen verpassen Sieg: Nur 1:1 gegen Sandhausen.

Kai Bülow erzielte in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit per Kopf das 1:0 für die Löwen. 

Die Löwen vergaben beim 1:1 gegen den SV Sandhausen wichtige Punkte. Kai Bülow hatte die Sechzger per Kopf kurz vor dem Pausenpfiff in Führung gebracht (45.). Der eingewechselte Markus Karl glich ebenfalls per Kopf in der 83. Minute für die Kurpfälzer aus, die damit vor dem TSV 1860 München in der Tabelle bleiben.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste gegen Sandhausen auf Sebastian Boenisch (Rot-Sperre), Krisztian Simon, Victor Andrade (alle Aufbautraining), Felix Uduokhai (Erkältung) und Nico Karger (Trainingsrückstand) verzichten. Jan Mauersberger, Fanol Perdedaj, Daniel Adlung, Lucas Ribamar, Frank Boya und Filip Stojkovic standen nicht im 18er-Kader, Karim Matmour trainiert bei der U21. Sein Debüt bei den Profis gab der 19-jährige Marin Pongracic – und das gleich in der Startelf, weil Pereira mit Boenisch und Uduokhai gleich zwei Innenverteidiger fehlten. Das waren auch die beiden einzigen Änderungen im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart.

STIMMEN Pereira: „Wir hatten Angst, in Führung zu sein.“

Spielverlauf: Geduld war angesagt. Sandhausen stand sehr kompakt in der Defensive, ließ den Löwen wenig Räume. Erstmals gefährlich wurden die Sechzger nach knapp zehn Minuten – durch zwei Standards. Erst gab es einen Eckball, der abgewehrt wurde. Daraus resultierte dann ein Freistoß aus 21 Metern in zentraler Position, den Michael Liendl knapp neben den linken Pfosten setzte (10.). Nach einem Doppelpass zwischen Stefan Aigner und Amilton kam der Brasilianer von der rechten Grundlinie zum Flanken, doch Tim Kistner wehrte zur Ecke ab (13.). Kurz danach hätte Romuald Lacazette mit einem abgefälschten Schuss aus 24 Metern beinahe Marco Knaller überwunden, doch der SVS-Keeper konnte gerade noch den Ball mit den Fingern über die Latte lenken (14.). Ein Zuspiel von Aigner nahm Amilton halbrechts direkt, zielte aus zehn Metern aufs kurze Eck, aber Knaller brachte die Hand dazwischen, lenkte den Schuss um den Pfosten (24.). Nach einem weiten Ball von Lacazette aus der eigenen Hälfte behinderten sich Kister und Tim Knipping gegenseitig, lachender Dritter war Aigner, der alleine auf Knaller zusteuerte, doch irgendwie brachte der Österreicher erneut die Hand an den 15-Meter-Schuss des Löwen, lenkte ihn entscheidend zur Seite ab (29.). Das war bis dahin die beste Löwen-Chance! Eine zu kurze Kopfball-Abwehr von Kai Bülow nahm Daniel Lukasik direkt, sein Schuss aus 28 Metern ging aber deutlich am Tor von Stefan Ortega vorbei (35.). Ansonsten spielten vor allem die Löwen. Zweimal hintereinander kam der Ball in der 40. Minute von rechts flach in den Fünfmeterraum, erst von Marnon Busch, dann von Michael Liendl, aber beide Mal kam kein Sechzger zum Abschluss. In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit gab es noch einen Freistoß für die Löwen. Diesen schlug Liendl aus dem linken Halbfeld vors Tor, Bülow kam in Rücklage zum Kopfball, verlängerte das Spielgerät ins rechte untere Eck zur Pausenführung. Schiedsrichter Thorben Siewer pfiff die Partie nicht mehr an, schickte die Teams direkt in die Kabine.

Die Löwen versuchten nach Wiederanpfiff nachzulegen, machten zunächst mächtig Druck. Doch Sandhausen blieb mit Kontern gefährlich. In der 52. Minute hatte Lumor nicht aufgepasst, Thomas Pledl war in seinem Rücken entwischt, aber die Hereingabe des Ex-Löwen klärte Abdoulaye Ba vor Lucas Höler. Eine ähnlich Situation wie beim 1:0 führte zur Riesenchance für Lacazette. Erneut hatte Liendl einen Freistoß aus dem linken Halbfeld vors Tor geflankt, der Franzose kam völlig unbedrängt aus neun Metern zum Kopfball, setzte aber die Kugel weit übers Tor (56.). Nach einer Ecke von links durch Pledl verlängerte Kister mit der Hacke, setzte den Ball aber über die Latte (61.). Kurz danach kam der eingewechselte Richard Sukuta-Pasu halbrechts im Strafraum aus 14 Metern zum Abschluss, der Schuss wurde sichere Beute von Ortega (62.). Eine Freistoßflanke direkt vor der linken Strafraumseite, die Pledl scharf nach ihnen gab, wehrte Ortega mit einer Faust ab (75.). Für die letzten zehn Minuten brachte Pereira mit Christian Gytkjaer und Levent Aycicek nochmals zwei frische Offensivkräfte, um für Entlastung gegen stärker werdende Gäste zu sorgen (80.). Doch kurz danach war es trotzdem passiert. Markus Karl kam nach einer Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld von Pledl frei zum Kopfball, traf ins linke untere Eck zum 1:1 (83.). Zwei Minuten später setzte Pledl einen 15-Meter-Schrägschuss mit dem rechten Innenrist nur knapp über die Querlatte (85.). Die Löwen waren zwar bis zum Schluss bemüht, aber nach dem Schock des Gegentores brachten sie keine gelungene Offensivaktion mehr zustande. Kurz vor dem Abpfiff forderten die Sechzger noch einen Elfmeter. Nach einer Hereingaeb von Aycicek kam Lacazette gegen Knipping im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Thorben Siewer pfiff das Spiel ab. Im nachfolgenden Gerangel zeigte der Unparteiische Knipping und Amilton noch die Gelbe Karte. Durch das 1:1 gegen den direkten Konkurrenten Sandhausen misslang den Löwen der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf. 

STENOGRAMM: 29. Spieltag, 16.04.2017, 13.30 Uhr

1860 München – SV Sandhausen 1:1 (1:0)

1860: 24 Ortega – 4 Bülow, 25 Ba, 35 Pongracic – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 30 Amilton, 40 Olic, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 3 Wittek, 7 Claasen, 9 Gytkjaer, 13 Mölders, 19 Neuhaus, 33 Aycicek.

SVS: 1 Knaller – 24 Klingmann, 5 Gordon, 14 Kister, 34 Knipping – 6 Linsmayer, 31 Kulovits – 30 Pledl, 22 Vollmann, 35 Lukasik – 9 Höler.
Ersatz: 33 Wulle (Tor) – 7 Thiede, 10 Sukuta-Pasu, 13 Kosecki, 21 Stiefler, 23 Karl, 37 Derstroff.

Wechsel: Neuhaus für Olic (71.), Gytkjaer für Liendl (80.), Aycicek für Aigner (80.) – Karl für Gordon (36.), Sukuta-Pasu für Lukasik (54.), Kosecki für Vollmann (71.).

Tore: 1:0 Bülow (45.), 1:1 Karl (83.). 
Gelbe Karten: Pongracic, Lacazette, Amilton – Kister, Karl, Knaller, Knipping.
Zuschauer: 17.600 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Thorben Siewer (Olpe); Assistenten: Sven Waschitzki (Essen), Fabian Maibaum (Hagen); Vierter Offizieller: Asmir Osmanagic (Stuttgart).

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