SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka: „Heute war unsere Defensivarbeit nicht gut.“

Daniel Bierofka und die Löwen-Bank waren nicht zufrieden mit einigen Szenen des Augsburg-Spiels. 

1860-Trainer Daniel Bierofka monierte ebenso wie seine Spieler Sascha Mölders und Markus Ziereis die Defensivarbeit und die eigene Chancenverwertung. Auch die Szene in der 45. Minute, als Schiedsrichter Johannes Huber den Sechzgern einen klaren Handelfmeter verweigerte, wurde thematisiert. FCA-Coach Dominik Reinhardt dagegen war einfach nur stolz auf die Leistung seines Teams.

Löwen-Trainer Daniel Bierofka sah im Gästekeeper Fabian Giefer den Matchwinner. „Er hat sehr gut gehalten.“ Auf der anderen Seite monierte der 38-Jährige die Abwehrleistung seines Teams. „Beim 1:0 spielt sich Augsburg außen durch. Heute war unsere Defensivarbeit nicht gut. Das ist sonst unsere Stärke.“ Außerdem ärgerte er sich über den nicht gegebenen Handelfmeter kurz vor der Pause. Auch das 0:2 sei zu einfach gefallen. „Da verschieben wir schlecht auf die Seite.“ Sein Team habe aber Moral gezeigt und das 1:2 erzielt. „Du darfst aber nicht direkt danach das 1:3 bekommen! Nach dem Anschlusstreffer waren wir wieder gut im Spiel, aber Augsburg hat die Führung in der Schlussphase gut verteidigt.“ Die kurzfristigen Ausfälle von Jan Mauersberger und Nico Karger sowie György Hursan, den Bierofka schon vor der Pause auswechseln musst, hätten die Aufgabe nicht leichter gemacht. „Momentan sind wir da gebeutelt. Trotzdem hat die Mannschaft alles versucht“, wollte er ihr keinen Vorwurf machen. „Wir haben immer noch einen komfortablen Vorsprung. Wenn die Jungs weiter so fighten, dann mache ich mir für die nächsten Spiele keine Sorge.“ Mehr als die Niederlage ärgerte den Trainer die Pyro-Einlage aus dem Löwen-Block nach dem Anschlusstor zum 1:2. „Das sind keine Fans. Der Verein ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Und solch eine Aktion kostet Geld. Darunter muss letztlich die Mannschaft leiden. Deshalb fehlt mir dafür jedes Verständnis.“

SPIELBERICHT Löwen unterliegen FCA II vor Rekordkulisse mit 2:3.

Augsburgs Coach Dominik Reinhardt sprach von einem „fantastischen Regionalliga-Spiel vor einer sensationellen Kulisse“. Auch er hatte für seinen Torhüter ein Extralob parat: „Fabian hat super gehalten“, sagte er. Nach der Führung wollte sein Team das 1:0 in die Pause mitnehmen. Das sei gelungen. Die Reaktion auf den 1:2-Anschlusstreffer der Löwen fand er „sensationell. Nach dem 2:3 ging es nur noch darum, die Führung zu halten. Ich kann den Jungs nur ein Riesenkompliment zollen und bin stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft.“

Torschütze Markus Ziereis wertet die Niederlage als „bitter, weil wir trotz der kurzfristigen Ausfälle gut gespielt haben. Wir müssen das Spiel analysieren und es nächste Woche gegen die Bayern besser machen.“ Für den 25-Jährigen ist es noch ein langer Weg zur Meisterschaft. Das Spiel gegen die Fuggerstädter habe gezeigt, dass dies kein Selbstläufer wird. „Augsburg spielt richtig guten Fußball. Sie brauchen sich sicher in der Regionalliga vor keiner Mannschaft zu verstecken“, relativierte er die Niederlage. Jedes Spiel sei schwierig. Die Ausfälle selbst wollte er nicht als spielentscheidenden Nachteil werten. „Wir haben einen großen Kader, waren über weite Strecken überlegen und fangen uns dann immer wieder Konter ein. Und vorne war das Glück heute nicht auf unserer Seite.“ Auch nicht der Schiedsrichter, der seiner Meinung nach den Löwen einen klaren Elfmeter verweigerte: „Ich steige hinter dem Gegenspieler hoch, köpfe und er hatte die Arme ausgestreckt. Für mich ein klarer Strafstoß.“

Der Augsburger, der in dieser Szene den Ball mit der Hand berührte, war Kilian Jakob, der vor seinem Wechsel zu den Schwaben in dieser Saison bereits sieben Spiele für die Sechzger bestritten hatte. „Das kann man pfeifen“, gab der 19-Jährige offen zu. „Ich bin hochgesprungen, habe den Ball nicht gesehen, als er mir an die Hand gesprungen ist.“

Sascha Mölders, der sich mit seinem ehemaligen Mannschaftskollegen und Freund Jan-Ingwer Callsen-Bracker ein hartes Duell lieferte, sprach von einer verdienten Niederlage. „Wir haben einige Sachen nicht so gut gemacht wie wir das wollten.“ Sich nahm er in seiner Kritik nicht aus. „Ich muss das 1:1 machen. Da braucht man gar nicht drumherum zu reden. Nach dem 2:3 haben wir nochmals alles versucht, aber wenn du drei Gegentore bekommst und deine Chancen vorne nicht nutzt, dann hast du es auch nicht verdient. Wir haben heute die Gegentore viel zu einfach kassiert.“ Die Stimmung bezeichnete der 32-Jährige als „Wahnsinn. Für mich war es besonders schön, nach viereinhalb Jahren in Augsburg nochmals hierher zurückzukehren. Perfekt wäre es gewesen, wenn wir gewonnen hätten!“

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