SECHZIGMÜNCHEN.
 

Trainingsauftakt: Gorenzel spürt die Aufbruchstimmung.

Fußballlehrer Günther Gorenzel (re.) vermittelt Jan Mauersberger und Adriano Grimaldi seine Vorstellungen. 

Günther Gorenzel, eigentlich Sportlicher Leiter bei den Löwen, stand beim Auftakttraining auf dem Platz. Es wird keine einmalige Sache bleiben. Der 46-Jährige fungiert als Vertreter von Chefcoach Daniel Bierofka, der den zehnmonatigen Lehrgang zum Fußballlehrer absolviert. Immer von Sonntag bis Mitwochabend wird er in der Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef weilen.

Der Österreicher erklärte, dass es der Wunsch von Daniel Bierofka gewesen sei, dass er das Training in leitender Funktion übernehmen soll. Gleichzeitig stellt Gorenzel klar, es sei keine Entscheidung gegen Oliver Beer gewesen. „Wir hätten Oli nichts gutes getan. Als Co-Trainer ist er eng an der Mannschaft dran. Als Verantwortlicher musst du auch unangenehme Entscheidungen treffen.“ Und das hätte seine Position gegenüber dem Team verändert.

Obwohl sich Bierofka in Hennef in der Nähe von Köln befindet, ist er bestens über alles informiert, was in München passiert. „Wir kommunizieren per Sprachnachrichten“, erzählt Gorenzel, „morgens und abends. Damit ist er immer up to date!“

Ohnehin arbeiten beide schon die ganze Zeit sehr eng zusammen, haben gemeinsam die Ausrichtung sowohl personell als auch spieltaktisch festgelegt. „Wir wollen sehr variabel sein, nicht ausrechenbar für den Gegner, in verschiedenen Grundordnungen spielen“, erklärt Gorenzel.

Bereits in den ersten Trainingseinheiten wurden deshalb „einige Vorgaben abgearbeitet, die ich in den Testspielen sehen will: Sehr hoch den Ball gewinnen, dominant und selbsbewusst auftreten. Wir wollen Präsenz zeigen. Das fordern wir nicht nur im Spiel, sondern in jeder Trainingseinheit.“

Gegen Sendling werden die Löwen in „zwei Zehnerblöcken“ antreten, d.h. zur Pause komplett die Feldspieler wechseln. Alle acht Neuzugänge sollen spielen. Für einige aus dem Aufstiegskader heißt das, dass sie vielleicht nicht zum Einsatz kommen. „Konkurrenz und Qualitätsdichte sind höher“, findet Gorenzel. „Sicher wird das für den einen oder anderen eine Umstellung.“

Noch sind die Aktivitäten auf dem Transfgermarkt nicht abgeschlossen. Ein defensiver Mittelfeldspieler soll noch kommen „und einer für die hintere Linie“. Die Verpflichtung von Ersterem steht kurz vor dem Abschluss, Zweiterer kann sich noch etwas hinziehen, weil der eigentliche Wunschkandidat abgesagt hat. „Er wollte nicht mehr warten.“

In diesem Zusammenhang bedankte sich der Sportliche Leiter bei den Gesellschaftern, aber auch bei den Spielern und deren Berater, „die uns das Vertrauen entgegengebracht und darauf gewartet haben, bis das Go gekommen ist“. In den Verhandlungen sei den Löwen zugute gekommen, „dass unsere Strategie darauf aufgebaut ist, Spieler mit Identifikation hierher zu holen. Es ist keiner dabei, der es nur wegen des Geldes gemacht hat.“

Gerne hätte man auch Stefan Aigner verpflichtet. „Ihm abzusagen ist uns schwer gefallen, aber die Planungen waren bereits abgeschlossen“, begründet der 46-Jährige. Menschlich sei das nicht einfach gewesen, so Gorenzel, auch nicht bei Timo Gebhart oder Michael Görlitz, wie er betont.

„Ich spüre eine Aufbruchstimmung“, so der Österreicher. „Der ganze Verein hat nach einem positiven Erlebnis gelechzt nach Jahren der Stagnation und Rückentwicklung“, beschreibt er das letzte Jahr. „Auch wenn es nur der Aufstieg in die 3. Liga ist.“

Gorenzel sieht die Löwen mit ihrer breiten Fanbasis nach wie vor unter den 25 Top-Klubs in Deutschland. „Wir müssen Anspruch und Wirklichkeit in Einklang bringen“, sagt er. „Jetzt spielen wir wieder in Stadien und nicht auf Plätzen“, freut er sich über die Rückkehr in den Profibereich „Teilweise ist die 3. Liga Neuland für uns.“

Ankommen und möglichst schnell 40 Punkte unter Dach und Fach bringen, lautet deshalb die Devise. „Aber mittelfristig darfst du bei diesem Fanpotential nicht mit der 3. Liga zufrieden sein“, findet Gorenzel. „ich bin stolz, ein Teil dieses Vereins zu sein.“

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