SECHZIGMÜNCHEN.
 

U21 verliert 2:4 in Hankofen-Hailing – Zwei Eigentore.

Leon Klassen traf zum 2:4-Endstand in der 84. Minute ins eigene Tor. 

Es war ein verrücktes Spiel, die Premiere des neuen U21-Trainers Sebastian Lubojanski. Zwar erzielte Cottrell Ekzewem einen Doppelpack (11. und 81.), aber drei der vier Gegentore waren äußerst kurios: Ein direkt verwandelter Eckball und zwei Eigentore sorgten für eine 2:4-Niederlage vor 1.300 Zuschauern bei der SpVgg Hankofen-Hailing.

Die erste Chance hatten die Gäste. Jedoch setzte Tobias Richter den Abschluss neben den Pfosten (8.). Drei Minuten später gelang Cottrell Ekzewem die Löwen-Führung. Im Anschluss an eine Ecke flankte Leon Klassen von links an den zweiten Pfosten. Der Ball wurde abgewehrt. Ugur Türk brachte ihn von rechts nach innen. Ekzewem drehte sich am Fünfmeterraum geschickt um seinen Gegenspieler, traf anschließend zum 1:0 (11.). Vier Minuten später die Riesenmöglichkeit zum 2:0, aber Türk scheiterte nach Linksflanke von Arif Ekin mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Mathias Loibl im Tor der SpVgg (15.). In der 23. Minute lenkte Kretzschmar einen Freistoß aus 22 Metern von Mateusz Krawiec mit den Fingerspitzen über die Latte. Den Ausgleich erzielte Krawiec zwei Minuten später per Ecke. Von rechts zirkelte er den Ball mit links nach innen, am ersten Pfosten herrschte viel Betrieb, keiner kam an die Hereingabe, die an Freund und Feind zum 1:1 einschlug (25.). Ein 20-Meter-Schuss von Türk ging in der 33. Minute nur knapp über die Querlatte. Danach neutralisierten sich beide Teams – bis kurz vorm Pausenpfiff. Die Löwen versäumten es, die Situation im eigenen Strafraum zu bereinigen, Sebastian Gebhart bekam den Ball aus dem Getümmel ans Schienbein, von dort fand er den Weg zum 2:1 für die Niederbayern ins eigene Netz (45.)

Kurz nach Wiederanpfiff der nächste Rückschlag für das Lubojanski-Team. Einen 15-Meter-Schuss von Christian Liefke wollte Lennert Siebdrat blocken, die Kugel kullerte unhaltbar für Kretzschmar ins lange Eck (47.). In der 58. Minute setzte Dennis Dressel einen 22-Meter-Freistoß übers Tor. Dann übersah Schiedsrichter Eduard Beitinger ein klares Handspiel der Gastgeber im Strafraum (80.). In der nächsten Szene dann doch der Anschlusstreffer für die kleinen Löwen. Auf Zuspiel von Dressel gelang Ekzewem aus kurzer Distanz das 2:3 (81.). Doch anstatt die große Schlussoffensive zu starten, ging der Schuss erneut nach hinten los. Eine Hereingabe von links bugsierte Klassen ins eigene Tor (84.).

„Von vier Gegentoren waren drei Geschenke. Das ist sehr bitter“, ärgerte sich Coach Sebastian Lubojanski. „Die Jungs haben sich für ihren Aufwand nicht belohnt. Das Ergebnis täuscht über die eigentliche Dominanz hinweg.“ Der 36-Jährige sprach von einem kuriosen Spiel. „So viele Sachen dürfen nicht passieren. Das hat uns mindestens einen Punkt gekostet. Heute war deutlich mehr drin!“

Sein Team sei gut ins Spiel gekommen. Die Führung fiel im Anschluss an eine einstudierte Ecke. „Danach hatten wir unsere stärkste Phase, hätten durch Ugur das 2:0 machen können. Wir haben gut aus der eigenen Hälfte gespielt, bekommen aber durch eine direkt verwandelte Ecke den Ausgleich“, ärgerte sich Lubojanski. In den letzten zehn Minuten vor der Pause habe sein Team „das Zepter aus der Hand gegeben. Wir waren fahrlässig im Spiel nach hinten.“ Ein individueller Fehler führte dann Sekunden vor der Pause zum Rückstand.

Als „total überflüssig“ bezeichnete der Löwen-Coach das 1:3. „Wir sind mit Wut im Bauch aus der Pause gekommen, waren aber nicht griffig genug. Durch die beiden Szenen kurz vor und nach der Seitenwechsel haben wir uns unnötig unter Zugzwang gebracht.“

Nach einer Stunde veränderte Lubojanski die Taktik, ließ weiter vorne attackieren. „Wir waren aber nicht klar genug in unseren Aktionen“, monierte er. Nach dem Anschluss durch den zweiten Treffer von Cottrell Ekzewem fiel zu schnell und einfach das 2:4. „Eigentlich hatten wir den Konter schon unterbunden, brauchen nur zurück zum Torwart zu passen“, beschrieb er die Szene, die zum zweiten Eigentor führte. „Dieser Nackenschlag war nicht mehr zu verdauen. Der Gegner hat dann das Spiel über die Zeit gerettet.“

STENOGRAMM, 1. Spieltag, 13.07.2018, 18.30 Uhr

SpVgg Hankofen-Hailing – 1860 München II 4:2 (2:1)

1860: Kretzschmar (Tor) – Gebhart (83., Stefanovic), A. Spitzer, Siebdrat, Klassen – Ekin, Dressel, Türk – Tiefenbrunner (74., Sestito), Ekzewem, Culjak (60., Cyriakus).

Tore: 0:1 Ekzewem (11.), 1:1 Krawiec (25.), 2:1 Gebhart (45., Eigentor), 3:1 Liefke (46.), 3:2 Ekzewem (81.), 4:2 Klassen (84., Eigentor).
Gelbe Karten: Krawiec, Loibl, Sokol – Klassen, Ekin, Ezekwem, Dressel.
Zuschauer: 1.300 im Maierhofer-Bau-Stadion.
Schiedsrichter: Eduard Beitinger; Assistenten: Florian Islinger, Jan Dirrigl.

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Spielbericht Spieltag 01

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