SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka setzt gegen Uerdingen auf die Heimstärke.

Adriano Grimaldi (li.) ist für Trainer Daniel Bierofka (re.) nur schwer zu ersetzen. Der Stürmer erzielte bereits fünf Scorerpunkte. 

Die Löwen treffen am Sonntag, 12. August 2018, im zweiten Saisonheimspiel auf Mitaufsteiger KFC Uerdingen 05. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 13 Uhr.

Nicht optimal verlief die Vorbereitung auf die Partie gegen die Krefelder. Erst der späte Ausgleich am Mittwochabend in Osnabrück, dann der technische Defekt der Lufthansa-Maschine in Münster. Via Düsseldorf ging’s von dort aus mit einem anderen Flug zurück nach München. Neun Stunden war die Mannschaft unterwegs, das angesetzte Training am Donnerstag wurde gecancelt. „Der weggefallene Tag fehlt natürlich in der Vorbereitung“, sagte Löwen-Chefcoach Daniel Bierofka. „Aber besser, der Flieger ist vorher ausgefallen als in der Luft“, kommentierte der 39-Jährige mit Humor. „In der Zeit hätten wir auch woanders hinfliegen können!“

SECHZIG - Das Löwenmagazin gegen Uerdingen.

So blieben anstatt drei nur zwei Tage Vorbereitung auf Uerdingen. Gut ist, dass viele Spieler beim Gegner kein unbeschriebenes Blatt für die Löwen sind. Das gilt besonders für Stefan Aigner. „Wir spielen gegen Uerdingen und nicht gegen ihn“, stellte Bierofka vor dem Wiedersehen mit dem ehemaligen 1860-Kapitän klar. „Aiges war sicher nicht alleine Schuld am Abstieg.“ Im Gegenteil, findet Bierofka, und erinnerte an die guten Leistungen für die Sechziger in seiner ersten Profizeit an der Grünwalder Straße. „Damals war er Publikumsliebling.“ Gleichzeitig appellierte er an die Fans: „Ich hoffe, dass keine negativen Reaktionen kommen.“

Bierofka selbst hätte das Eigengewächs gerne verpflichtet. „Aber die Option hat sich zu spät aufgetan. Das Budget war bereits ausgereizt und der Kader voll. Früher wäre der Wechsel vielleicht zustande gekommen.“ Ob er zu einem späteren Zeitpunkt ein Kandidat wäre, wurde der Löwen-Coach gefragt: „Soweit ich weiß, hat er relativ lange Vertrag in Uerdingen. Aber vielleicht wird es noch etwas mit einem Wechsel, so lange ich hier Trainer bin“, orakelte er.

Aber Aigner ist nicht der einzige Spieler mit einer Löwen-Vergangenheit. Ein anderer ist Maxi Beister. „Er war zu seiner Düsseldorfer Zeit der beste Spieler der Zweiten Liga“, erinnert Bierofka an das Potential des erst 27-Jährigen, der über Australien an den Niederrhein kam. Dazu kommt ein Kevin Großkreutz, immerhin Weltmeister 2014 mit der DFB-Auswahl, ein Manuel Konrad oder ein Christopher Schorch – alles keine Unbekannten im deutschen Fußball.

„Uerdingen ist die Mannschaft mit dem höchsten Etat“, unterstreicht Bierofka und verweist auf die „hohe individuelle Qualität“ des Kaders. „Sie können jeden Spieler Eins-zu-Eins ersetzen.“ Dazu seien die Krefelder sehr routiniert. „Ich glaube, sie haben die ältester Startelf der 3. Liga, müssen sogar aufpassen, dass sie nicht gegen die U23-Regel verstoßen.“ Chancenlos sieht er sein Team aber deshalb nicht. „Es ist unser Heimspiel. Außerdem muss sich Uerdingen noch finden.“

Im Großen und Ganzen war der Löwen-Coach mit dem Auftritt seiner Jungs in Osnabrück zufrieden, mit dem Ergebnis natürlich nicht. „Wir haben viele Sachen gut gemacht, aber beim Stande von 2:0 versäumt, das 3:0 zu machen. Später ließen wir Chancen zum 3:1 aus.“ Umso ärgerlich fand er das 2:2 in der Nachspielzeit. „Da muss Karger vorne cleverer sein“, haderte er mit dem Verhalten seines Stürmers. „er muss einfach mit dem Ball zur Eckfahne laufen“.

Insgesamt war es nicht der Tag des 25-Jährigen, der auch noch die eine oder andere Einschussmöglichkeit vergab. „Normalerweise hat Nico einen guten Torabschluss“, nahm er den gebürtigen Kronacher in Schutz. „Aber wir müssen uns daran gewöhnen, dass es in der 3. Liga nicht so viele Chancen gibt. Wir müssen vorm Tor ruhiger bleiben“, fordert er.

Dabei ist Bierofka mit der Ausbeute von sieben Treffern in drei Spielen nicht unzufrieden. Dagegen wurmen ihn die vier Gegentore. „Das sind einfach zu viel. Wir müssen unser Tor besser verteidigen.“ Ob Jan Mauersberger in die Startelf zurückkehrt, konnte und wollte der Löwen-Coach nicht beantworten. „Mit seiner Erfahrung ist er ein wichtiger Spieler. Aber Simon hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte er Lorenz, der im ersten Spiel Mauersbergers Platz in der Innenverteidigung nach dessen Verletzung übernahm. Zudem traf er in den letzten beiden Spielen je einmal und führt gemeinsam mit Stürmer Adriano Grimaldi die interne Torschützenliste an.

Übrigens steht ein kleines Fragezeichen hinter dem Einsatz des 28-jährigen Grimaldis, der in Osnabrück beim Stand von 2:0 in der 71. Minute den Platz verließ. „Es war ein Krampf, der Adi nicht mehr losgelassen hat“, begründete er die Auswechslung. „Das Risiko war einfach zu groß.“

Ansonsten sind alle fit. Selbst Aaron Berzel stieg am Freitag ins Mannschaftstraining ein, bei Nono Koussou könnte es nächste Woche klappen. Sie alle machen Druck auf die Kollegen. „Es sind Spieler wie Benji Kindsvater hintendran, die es verdient haben, zu spielen“, so Bierofka.

Der Trainer blickt im Wissen um einen breit aufgestellten Kader positiv nach vorne, verweist auf die vier Punkte aus den letzten beiden Spielen. „In Kaiserslautern waren wir noch zu passiv. Wir haben uns gesteigert. Die Jungs werden weiter lernen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 17 Wein, 5 Moll – 7 Lex, 10 Grimaldi, 18 Karger – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 6 Mauersberger, 8 Seferings, 11 Köppel, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 19 Abruscia, 20 Bekiroglu, 21 Türk, 23 Helmbrecht, 24 Ziereis, 25 Willsch, 27 Belkahia, 34 Böhnlein, 44 Klassen.
Nicht dabei: 22 Berzel (Trainingsrückstand), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), 36 Koussou (Aufbautraining).

KFC: 1 Vollath (Tor) – 6 Großkreutz, 4 Schorch, 25 Erb, 7 Dorda – 26 Öztürk, 28 Konrad – 13 Aigner, 5 Krempicki, 38 Kefkir – 9 Beister.
Ersatz: 36 Benz (Tor) – 3 Schelenz, 10 Reichwein, 11 Rüter, 14 Khalil Mohammad, 15 Bittroff, 16 Dörfler, 17 Holldack, 18 Müller, 19 Musculus, 20 Ibrahimaj, 23 Chessa, 30 Daube, 31 Schwertfezger, 33 Endres.
Nicht dabei: 8 Litka (Schulterverletzung).

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin); Assistenten: Jan Seidel (Oberkrämer), Max Burda (Berlin).

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