SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka zum umkämpften Sieg: „Wir haben richtig leiden müssen.“

Auch für Trainer Daniel Bierofka war es ein intensives Spiel gegen Energie Cottbus. 

Beide Trainer, Claus-Dieter Wollitz und Daniel Bierofka, waren sich in der Spielanalyse einig: eine intensive, kämpferische Partie mit viel Tempo, dabei fußballerisch gut. Eine Werbung für Drittliga-Fußball.

Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka lobte den Auftritt beider Teams. „Es war ein intensives Spiel mit hohem Tempo. Beide Mannschaften hatten in der 1. Halbzeit gefährliche Situationen, aber die letzte Konsequenz hat gefehlt“, monierte der 39-Jährige. „Heute hatten wir das Spielglück, machen das 1:0. Nach einer Umschaltsituation in der 2. Halbzeit sogar das 2:0.“ Dabei lobte er Nico Karger. „Diesmal ist er cool geblieben, hat den Torwart getunnelt.“ Sein Team habe für die drei Punkte „richtig leiden müssen“. Damit meinte Bierofka die Verletzung seines Torwarts Hendrik Bonmann und Daniel Wein, der mit einer Entzündung im Sprunggelenk ins Spiel gegangen war, am Ende sitzend auf dem Platz mit Schmerzen ausgewechselt werden musste. „Wir haben uns den Sieg erfightet“, fand der Löwen-Coach. „Die Jungs haben gut verteidigt.“ Das einzige, was Bierofka auszusetzen hatte, war der Umgang mit den Chancen in der 2. Halbzeit. „Die haben wir nicht konsequent ausgespielt.“ Deswegen sei es bis zum Ende spannend geblieben. „Cottbus hat nie aufgegeben. Das war ein super Spiel für alle Fans im Grünwalder Stadion.“

SPIELBERICHT Löwen powern und besiegen Energie Cottbus mit 2:0.

Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz strich die „positiven Emotionen und den leidenschaftlichen Kampf“ von beiden Mannschaften heraus. „Es war ein intensives Drittligaspiel. Wir hatten gute Spielanteile, ein ordentliches Gegenpressing, haben aus dem Spiel heraus in der 1. Halbzeit eigentlich nur eine Aktion zugelassen, wo Paul an die Latte schießt.“ Umso ärgerlicher fand Wollitz das 0:1. „Es ist unglücklich, wenn du so ein Eigentor bekommst. Ansonsten waren wir sehr wachsam bei Standards.“ Nach der Pause hatte er ein offenes Spiel gesehen. „Wir machen dann den Fehler, den Sechzig eiskalt ausnutzt“, umschrieb er den zweiten Gegentreffer. „Am Ende haben wir Konterchancen zugelassen, aber das ist normal. Wir hatten auch unsere Möglichkeiten, jedoch hat uns das letzte Quäntchen, die letzte Konsequenz gefehlt. Der Sieg geht für Sechzig in Ordnung. Sie haben gut gespielt“, zeigte sich der Energie-Trainer als fairer Verlierer.

Für Hendrik Bonmann war es ein gebrauchter Tag, obwohl der Keeper erstmals ohne Gegentreffer blieb. Zumindest bis zur 55. Minute, als er verletzungsbedingt für Marco Hiller Platz machen musste. „Es ist in einem Zweikampf passiert. Eigentlich war es ein Foul“, beschrieb er die Szene. „Das Innenband vom Knie ist instabil. Ich wollte mich nicht auswechseln lassen. Aber wenn du nicht schießen kannst, dann kannst du nicht drinbleiben.“ Die Verletzung fühle sich nicht so schlimm an, meinte der 24-Jährige. Genaueres wird ein MRT am Samstag ergeben. Der Torhüter hatte im Spiel gegen Cottbus einen Reifeprozess seiner Löwen gesehen. „Wir haben heute nicht viel zugelassen. Es tut gut, dass wir zu Null gespielt haben.“

Löwen-Flügelspieler Marius Willsch sprach von einem „souveränen Spiel, auch wenn wir in der 2. Halbzeit eine Phase mit vielen Standards gegen uns hatten. Aber aufgrund der 1. Halbzeit war der Sieg verdient.“ Maßgabe sei gewesen, auch nach der 2:0-Führung den Druck hochzuhalten. „Wir haben auf das dritte Tor gespielt, damit hinten keiner durchrutscht. Wenn Cottbus der Anschluss gelingt, kann es nochmals eng werden“, so Willsch. „Am Ende hätte der Sieg aber noch höher ausfallen können.“ Für die Zuschauer sei es ein interessantes Spiel gewesen. „Sehr intensiv, auch wenn es mal was auf die Knochen gibt. Aber auch das ist normal.“ Trotz des zwischenzeitlichen Aufrückens auf Platz drei bleibe die Mannschaft ruhig. „Wir haben auch in den letzten Wochen die Ruhe bewahrt, als es nicht so optimal lief.“

Mittelfeldspieler Quirin Moll sprach von einem perfekten Abend. „Es war ein umkämpftes Spiel mit einem positiven Ende für uns. Wir haben von Anfang an gegen eine robuste Mannschaft dagegengehalten, nach vorne verteidigt und den Gegner früh angelaufen.“ Genau das umgesetzt, was man sich vorgenommen hatte. „Wir haben aus den Fehlern gelernt, uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Heute haben wir aufs dritte Tor gespielt und dabei den Laden hinten dicht gemacht.“ Moll hatte einen weiteren „Entwicklungsschritt gesehen. „Außerdem haben alle im Kollektiv viel gearbeitet.“ Der 27-Jährige bedauert, dass jetzt die Länderspielpause folgt. „Sicht tut die gut. Aber wenn du zwei Mal hintereinander gewinnst, dann willst du gleich weitermachen.“

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