SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka bemängelt fehlende Präsenz & Gier seines Teams.

Adriano Grimaldi hakt die Niederlage ab und schaut auf das nächste Spiel in Unterhaching. 

Während 1860-Chefcoach Daniel Bierofka vom Auftritt seiner Mannschaft enttäuscht war, sah Wehen Wiesbandes Coach Rüdiger Rehm den Schlüssel des Erfolges im Zweikampfverhalten und der Mentalität seiner Mannschaft. Sowohl Adriano Grimaldi als auch Herbert Paul ärgerten sich über das Zustandekommen der Gegentore.

Löwen-Trainer Daniel Bierofka hatte sich den Wiesnauftakt anders vorgestellt, war mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Wir hatten den Sieg nicht verdient“, lautete das ernüchternde Fazit des 39-Jährigen. „Uns hat vorne wie hinten die letzte Präsenz und Gier gefehlt.“ Erst nach dem Rückstand hätte sein Team diese entfacht. „Wie gegen Rostock haben wir wieder zwei Tore hergeschenkt“, ärgerte sich Bierofka über das Zustandekommen der Gegentreffer. „Heute war einfach nicht der Wille da, den Ball zu verteidigen und vorne über die Linie zu drücken!“

SPIELBERICHT Löwen unterliegen Wehen Wiesbaden nach Führung 1:2.

Wehen Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm sah sich in seiner Einschätzung bestätigt. „Uns war klar, dass uns hier ein intensives, wildes Spiel erwartet, in dem es um Mentalität und Zweikämpfe geht, die wir für uns nutzen wollten.“ Außerdem hatte er sein Team vor den Standards gewarnt. „Für mein Gefühl hatte Sechzig zu viele vor der Pause. Wir hatten zwei gute Chancen durch Stephan Andrist, bei denen wir in Führung hätten gehen können. Sechzig hat seine Möglichkeit genutzt. Deshalb war der Rückstand bitter“, fand der SVWW-Trainer. In der Kabine habe er seinem Team geraten, den „Gegner weiter zu bespielen. Uns ist schnell der Ausgleich durch ein Jokertor gelungen. Beim 2:1 hat Sechzig uns auf der linken Seite viel Platz gelassen. Am Ende wurde es nochmals ein enges Ding, wo wir viele Bälle erst auf der Linie klären konnten. Trotzdem war der Sieg nicht unverdient.“

„Es ist immer bitter, wenn du nach einer Führung verlierst“, erklärte Adriano Grimaldi. Das erste Gegentor sei sehr ärgerlich gewesen. „Der Ball wurde einfach quer geköpft.“ Ebenso das zweite nach „einer Flanke aus 40 Metern“. „Wir müssen das Spiel schnell abarbeiten. Am Mittwoch ist schon das nächste.“ Wiesbaden hätte viele lange Bälle geschlagen, „vorne haben sie mit Schäffler einen, der diese verwerten kann. Wir haben heute nicht so die Räume bespielt, wie wir das sonst machen. Warum das so war, müssen wir analysieren“, kritisierte der 28-Jährige. Trotzdem wollte er sich nicht lange mit der Niederlage aufhalten. „Wir schauen nach vorne, wollen in Unterhaching drei Punkte holen. Unser Ansatz ist immer, das Bestmögliche zu erzielen.“

Rechtsverteidiger Herbert Paul traf, einschließlich des Toto-Pokal-Spiels gegen Memmingen, das dritte Mal in Folge zum 1:0 für die Löwen. „Darüber bin ich nicht wirklich glücklich“, gestand er, „es ist eher ein scheiß Gefühl. Wir gehen in Führung, schenken dann, ähnlich wie in Rostock, die Führung kurz nach der Pause wieder her.“ Dabei habe man den Ball „hinten gut laufen lassen“, aber vorne sei man nicht „entscheidend ins letzte Drittel gekommen. Wehen Wiesbaden hatte unsere Stürmer gut im Griff.“ Paul ärgerte sich besonders über die Art und Weise der Gegentore. „Das erste fiel nach einem Standard, den wir zu kurz klären. Das zweite nach einer Flanke aus dem Halbfeld und einem anschließenden Kullerball.“ Aber auch der 24-Jährige wollte sich nicht allzu lange mit der Niederlage aufhalten. „Heute regen wir uns noch auf, ab morgen liegt der Fokus auf Unterhaching. Wir können sicher einiges viel besser machen“, findet er, „vor allem müssen wir mutiger mit Ball spielen.“

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