SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka spürt die Anspannung vor dem Haching-Spiel.

Der sogenannte „Ochsensturm“ mit Sascha Mölders und Adriano Grimaldi ist in Unterhaching eine Option. 

Knapp zehn Kilometer ist es von Giesing in den Unterhachinger Sportpark. Dort treffen die Löwen am Mittwochabend, Anpfiff 18.60 Uhr, auf die Spielvereinigung. Etwa 6.000 Sechzger-Fans begleiten ihr Team in die Münchner Vorstadt.

„Die Spieler freuen sich darauf“, erzählt 1860-Trainer Daniel Bierofka. „Vor dem Derby ist eine ganz andere Anspannung da, wir dürfen nicht verkrampfen, sondern müssen locker bleiben und versuchen, unser Spiel durchzubringen“, so der 39-Jährige.

Sechzig auswärts in der Vorstadt.

Trotz ausverkauften Sportparks mit 14.200 Zuschauer könnte es in den ersten 20 Minuten recht still werden. Die Fans der Profiligen planen einen Stimmungsboykott für einen Fußball, „der sich an der Basis orientiert, statt die Spirale in immer neue Höhen zu drehen. Der den Fokus auf die Fans legt, statt sich nur nach Investoren, Stakeholdern und dem großen Geld zu richten“, so das formulierte Anliegen der Fanorganisationen. „Es wird etwas ruhiger sein. Das ist nicht schön für uns“, findet Bierofka, „aber wir müssen es akzeptieren.“

Auf das Spiel gegen Haching hat der Löwen-Trainer sein Team „ganz normal, wie auf jeden anderen Gegner auch,“ vorbereitet, ihm zwei, drei Situationen aus dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden vorgespielt. Zu lange wollte er sich mit dem Vergangenen aber nicht aufhalten. „Auch wenn Unterhaching in der Spielanlage ebenfalls ein 4-4-2 spielt, interpretieren sie es doch ganz anders als Wehen Wiesbaden, das gefühlt 95 lange Bälle gespielt hat.“

Bierofka hat großen Respekt vor der in Unterhaching geleisteten Arbeit. „Ich kann nur meinen Hut vor Manni Schwabl und Claus Schromm ziehen, was sie dort ohne große finanzielle Mittel bewegt haben. Sie können in Ruhe arbeiten. Das ist ein Privileg, das sie zu würdigen wissen. Die Mannschaft hat sich in dieser Oase gut entwickelt.“

Fußballerisch sei die Spielvereinigung „eine gute Mannschaft mit drei überragenden Spielern“. Das sind für Bierofka Sascha Bigalke und die beiden Ex-Löwen Stephan Hain und Dominik Stahl. Als Vierten nennt er noch Finn Porath. Das 21-Jährige Talent hat bis 2020 Vertrag beim Hamburger SV, ist für zwei Jahre an den Drittligisten ausgeliehen.

„Unterhaching macht vorne viel Betrieb, die kannst du nur im Kollektiv verteidigen“, weiß Bierofka und fordert eine bessere Defensivleistung als bei der Heimniederlage gegen Wehen Wiesbaden. „Aber wir dürfen nicht unsere Identität verlieren, indem wir uns zu sehr auf den Gegner konzentrieren.“

Die Aussage von Hachings Präsident Schwabl gegenüber einer Boulevardzeitung, „es geht um dreieinhalb Punkte – mindestens“, kommentierte Bierofka ironisch. „Manni kann ja beim DFB beantragen, dass es dreieinhalb Punkte gibt!“ Heiß auf das Derby und ein optimales Ergebnis sind die Löwen allemal. Daran lässt auch der Trainer keinen Zweifel: „Wir fahren dahin, um zu gewinnen. Alles andere ist mir egal!“

Bis auf Markus Ziereis und Nicholas Helmbrecht kann Bierofka aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Nico Karger spüre noch ein Zwicken. Eventuell könnten auch wieder Adriano Grimaldi und Sascha Mölders zusammen stürmen. „Das ist eine Alternative“, schließt er dieses Szenario nicht aus.

Für die Löwen wird es im Sportpark höchstwahrscheinlich ein Heimspiel. 5.700 Kartengingen regulär an die Grünwalder Straße. „Das war sicher nicht uneigennützig, dass Haching so viele Sechzger reinlässt“, sagt Bierofka. „Aber ich denke, beide Mannschaften freuen sich auf diese Kulisse.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

SpVgg: 1 Königshofer (Tor) – 5 Welzmüller, 6 Endres, 15 Greger, 8 Dombrowka – 20 Stahl, 21 Bigalke – 30 Marseiler, 7 Porath – 10 Hufnagel, 9 Hain.
Ersatz: 22 Mantl (Tor) – 2 Bauer, 3 Hagn, 4 Winkler, 11 Schimmer, 17 Widemann, 19 Krauß, 24 Kaltner, 27 Osmanoski, 31 Kiomourtzoglou, 33 Ehlich, 35 Hong.
Nicht dabei: 23 Schwabl (Muskelverletzung im Oberschenkel), 13 Müller (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Kaltner (Reha nach Meniskus-OP).

1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 5 Moll, 17 Wein, 19 Abruscia – 25 Willsch, 10 Grimaldi,18 Karger.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 6 Mauersberger, 7 Lex, 8 Seferings, 9 Mölders, 11 Köppel, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 20 Bekiroglu, 21 Türk, 22 Berzel, 27 Belkahia, 31 Koussou, 34 Böhnlein, 38 Lacazette, 44 Klassen.
Nicht dabei: 23 Helmbrecht (Patellasehnenspitzensyndrom), 24 Ziereis (Außenbandteilriss im rechten Knie), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), 39 Bonmann (Trainingsrückstand).

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz); Assistenten: Michael Kimmeyer (Palmbach), David Scheuermann (Winnweiler).

Weitere Meldungen
13.12.2018René Eckardt: Der »Leader« beim FC Carl Zeiss Jena.
 
12.12.2018Schnell noch das passende Weihnachtsgeschenk sichern.
 
11.12.2018Lebkuchen backen im Jungen Löwen Rudel.
 
11.12.2018DFB bestätigt Löwen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
 

Hauptsponsor

 

Ausrüster

 

Premium Partner

        
Hiermit willige ich ein, dass TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zur Optimierung der Website und Marketingmaßnahmen Tracking-Cookies einsetzt und meine Daten gemäß der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA-Datenschutzerklärung verarbeitet werden. Meine Einwilligung kann hier jederzeit widerrufen werden.